Dahlien – üppige Blütenpracht für Spätsommer und Herbst

dahlieÜberall begegnen uns jetzt die wundervoll blühenden Dahlien in allen Arten und Größen.

Beinahe 20 000 Sorten gibt es. In vielen Orten gibt es Dahliengärten, wie z.B in Hamburg oder Gera (Köstritz), sogar dort mit Wahl der Dahlienkönigin. Ein besonders schönes Beispiel der Dahlienkultur habe ich vor kurzem auf der Bodenseeinsel Mainau erlebt. Riesige Mengen waren zu bestaunen, eine schöne als die andere. Hier sogar mit Wahl der schönsten Dahlie. (Übrigens waren zufällig zur gleichen Zeit Filmaufnahmen mit dem Orchester Andre Rieu im Barockgarten des Schlosses, aber das wäre eine andere Geschichte!).

Es gibt sogar eine Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolengesellschaft, 1897 in Berlin-Steglitz gegründet. Wer Interesse hat, kann nachlesen unter: www.ddfgg.de

Ich habe mich etwas schlau gemacht, natürlich hat auch die Dahlie eine Geschichte:

Die Dahlie (dahlia) ist eine Pflanzengattung in der Form der Korbblütler (Asteraceae). Sie kommt von den Hochebenen Mexikos und Guatemalas. Von Mexiko kam die Dahlie als Samen zum botanischen Garten in Madrid, 1791. Der Name ehrt den schwedischen Botaniker Andreas Dahl.

Sie sind wie gesagt sehr beliebt als Zierpflanzen und blühen bis lange in den Herbst.

Etwas zur Pflege: Als Standort kann jeder normale, gut wasserdurchlässige Boden gewählt werden, es soll sonnig sein. Die Dahlienknollen werden von Mitte bis Ende April gesetzt. Die Beigabe von Kompost in das Pflanzloch kann bei extrem schweren Böden und in einem trockenen Frühjahr gemacht werden. Bodenlockerung und reichlich gießen nach dem Austrieb nicht vergessen!

Dahlien gibt es mit einer Wuchshöhe von 15 bis 140 cm. Mittelhohe und hohe Sorten sollte man an Stöcke binden, sonst knicken sie um. Verblühte Blumen und Samenansätze entfernen, damit sie besser blühen.

Nur Kälte können sie nicht vertragen, die Knollen müssen vor dem ersten Frost ausgegraben und im Haus (Keller) gelagert werden. Wenn der Raum feucht ist, evtl. in Sägemehl packen.

Sehr schön kann man im Herbst Dahlien arrangieren. Dazu sollte man bedenken, nicht zu viel Wasser in die Vase und die unteren Blätter abmachen. Wie wäre es z.,B. Mit verschiedenen Dahlien zusammen mit Vogelbeerenzweigen in einem breiten Wasserglas, das in einen Korb gestellt wird?

Oder die wunderschönen Pompondahlien, vielleicht in Gelb mit violetten Mini-Chrysanthemen, dazu Schleierkraut oder Apfelbeere? Oder verschiedene Dahlien in Rosatönen im Zink- oder Terrakottatopf mit Fuchsschwanz oder Fette Henne? Da sind er Fantasie für eine herbstlich stimmungsvolle Dekoration keine Grenzen gesetzt.

Was ich übrigens gelesen habe, es gibt sogar Dahlienlikör und Dahliensalat.

Hier zwei Rezepte, für Interessierte und Experimentierfreudige:

Dahlienlikör

Dahlienblüten, ungespritzt, Zucker, Weinbrand, Zuckersirup

Ein breites Glas locker mit Dahlienblüten füllen, für jede Dahlienblüte ½ TL Zucker dazugeben. Mit Weinbrand auffüllen, verschließen und vier Tage stehen lassen. Täglich einmal gut durchschütteln. Nach vier Tagen, wenn die Farbe aus den Blüten raus ist, das Ganze durchfiltern, abmessen und in eine Flasche füllen. Nach Geschmack Zuckersirup zugeben. Noch etwa zwei Wochen stehen lassen, damit sich der Geschmack noch verfeinert.

Schmeckt z.B. mit einem Schuss davon zum Sekt.

Dahliensalat – mit Mozzarella ( 2 Portionen)

6 Dahlienblüten, 1 Handvoll Pimpinelle, 1 Frühlingszwiebel, 1 Mozzarella, 1 EL weißer Balsamico, 3-4 EL Sonnenblumenöl, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zuckersirup, 2 Kapuzinerkresseblüten

Dahlienblütenblätter abzupfen, in eine Schüssel geben, Pimpinelleblättchen von den Stängeln zupfen, dazugeben, beides vermischen und auf zwei Teller verteilen. In die Mitte jeweils den klein geschnittenen Mozzarella geben. Aus den übrigen Zutaten (Frühlingszwiebel klein geschnitten) – außer der Kresse, eine Marinade rühren, über den Salat gießen und mit den Kapuzinerkresseblüten verzieren. Sofort servieren.

Wohl bekomm`s!

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