Lavendel – Duft des Sommers…..

Er blüht blau-lila von Juni bis August. Ich liebe den zarten Duft, in natura, und auch in Seifen, Parfüms, im Wäschesäckchen usw. Einen meiner schönsten Urlaube verbrachte ich in Südfrankreich, wobei mir noch immer, nach langen Jahren, unvergesslich die riesigen Lavendelfelder der Provence in besonderer Erinnerung sind.

Außerdem finde ich immer wieder 734333_web_R_K_B_by_Gabriele Schmadel_pixelio.deschön, den Lavendel in den Gärten zu erleben. Jetzt, wo er in voller Blüte steht, ist er besonders herrlich mit Rosen in jeder Art kombiniert. Am besten sehen die kleinblütigen, buschartigen Rosen in zartem Rosè zu der zarten Farbe des Lavendel aus.

Der Lavendel gehört zu den Lippenblütlern wie Minze und Salbei und ist in ganz Südeuropa, besonders in den Mittelmeerländern heimisch. Schon die alten Römer, die ja wussten, was gut war, verwandten den Lavendel für duftende Essenzen.Von ihnen kommt auch der Name, nämlich vom lateinischen „lavare“ – waschen. Er ist die beherrschende Pflanze in der Hoch-Provence.

Benediktinermönche führten den Lavendel nördlich der Alpen ein. Schon Hildegard von Bingen wusste um seine heilsame Wirkung. Bei uns gibt es zwar keine Lavendelfelder, aber in vielen Gärten, siehe oben, ist er sehr beliebt als schöner Blickpunkt.

Der Lavendel, wie er erwerbsmäßig, vor allem in Frankreich angebaut wird, liefert die Basis für Essenzen, Parfüms, Seifen und Öle. Er wird am frühen Morgen geerntet oder nach Regen, wenn die Blüten wieder abgetrocknet sind. Da ist das Ausgangsmaterial am gehaltvollsten.

Für die Imker ist Lavendel auf Grund seines hohen Zuckergehaltes als Nektar sehr geschätzt.

Lavendel ist nicht nur nicht nur schön anzusehen, für die Kosmetik begehrt, sondern auch eine bekannte Gewürz- und Heilpflanze. In der Provence legt man ein Lavendelsträußchen auf das Kopfkissen, das schenkt erholsamen Schlaf und schöne Träume. Diese schöne Geste kann man natürlich auch überall anwenden.

Für die Küche eignen sich junge Blätter und weiche Triebe zum Verfeinern von Gerichten wie Eintopf, Fisch, Geflügel, Lamm, für Soßen und Suppen. Besonders in der Mittelmeerküche ist er unabdingbar. Sein Aroma ist dem Rosmarin ähnlich und bitter bis würzig. Ihr kennt ihn alle auch als Teil der Gewürzmischung „Herbes de Provence“, getrocknet und luftdicht verschlossen hält sich eine Packung 6 bis 9 Monate. (Da fällt mir das gern bei uns gegessene Ratatouille ein!).

Dann das Heilmittel: Lavendelblüten (getrocknet) werden vor allem als Beruhigungsbad bei Einschlafstörungen und Nervosität verwandt, es wird darum auch Nervenkraut genannt. Dazu einen Lavendelzusatz aus 50 Gramm Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser ansetzen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Wirkt sehr entspannend. Aber in einem Kräuterbuch las ich, ein Vollbad sollte nicht länger als 10 Minuten dauern. Lavendelblütentee wirkt innerlich angewandt auch beruhigend sowie als Gallenmittel, gegen Durchfall und Darmbeschwerden. Dazu 2 Esslöffel Blüten mit ¼ Liter kochendem Wasser ansetzen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Lavendelöl wird zu Aromatherapien verwandt und zum Einreiben beispielsweise bei Rheumabeschwerden. (Das hat auch schon, wie oben, Hildegard von Bingen gewusst, und es hat sich bis heute nichts daran geändert!).

Lecker ist eine besondere Delikatesse: Lavendel-Bratwurst. Oder die in Frankreich produzierte Lavendel-Limonade.

Da muss ja auch noch ein Rezept sein aus der Vielzahl:

Lavendelwein – Grundrezept: 1 Esslöffel Blüten lässt man kurz in ½ Liter Wein aufkochen, nach dem Abkühlen abseihen und abfüllen -Mengen lassen sich natürlich beliebig vergrößern.

Ich hoffe, Ihr seid auch genau so angetan von diesem schönen Sommeranblick wie ich.

Foto: Gabriele Schmadel / pixelio.de

You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

Hinterlasse einen Kommentar

Copyright © 2013 Allerlei Frauerlei – Gesundheit, Garten und Genuss