Benzin, Benzin – wo führt das hin?

Seit Jahren geht der Streit um die Benzinpreise. Die Medien sind gerade jetzt voll von Nachrichten über die mal wieder grassierende Steigerung der Spritpreise. Es ist auch allgemein bekannt, dass wir Deutschen zuviel für Benzin bezahlen. Ich hörte das gerade erst von Freunden an der holländischen, luxemburgischen und österreichischen Grenze. Die fahren natürlich jeweils rüber zum Tanken in die Nachbarländer.

Nun  hat das Bundeskartellamt auch eine amtliche Untersuchung vorgelegt, die das belegt. Dabei wurde auch öffentlich gemacht, dass der deutsche Tankstellenmarkt durch ein Oligopol von den fünf großen Mineralölkonzernen Aral, Shell, Jet, Esso und Total beherrscht wird. Obwohl es keine Preisabsprachen nachzuweisen gab, ist es eindeutig, dass Aral und Shell die Preise vorgeben. Bei Erhöhung ziehen die anderen nach. Das gilt auch für Senkungen – komischerweise geht es da langsamer voran. Es sei einfach ein System der gegenseitigen Beobachtung.

Wir beobachten, glaube ich, alle seit langem diese Praxis und können sie nicht verstehen. Fest steht inzwischen, meistens, dass die Preise nach dem Wochenende runtergehen, dann wieder rauf. Man kann von einer Stunde zu anderen manchmal andere Zahlen ausmachen. Leider müssen dann auch die Freien Tankstellen mitziehen. Diese klagen sehr darüber.

Auch der ADAC rät den Autofahrern, diesen Wettbewerb nicht mitzumachen und immer beim billigsten Anbieter zu tanken. Das Bundesverkehrsministerium wollte sich nicht dazu äußern, obwohl immer mehr Stimmen laut werden, dass die Regierung durch ein Gesetz handeln müsse. Es sei notwendig, damit das Kartellamt die Möglichkeit bekäme, die Konzerne zu zerschlagen. Ein Gesetzentwurf liege schon seit über einem Jahr vor.

Da wären doch einige Benzin-Spartipps nochmal beachtenswert. Manche sind altbekannt, werden aber nicht immer beachtet. Manchmal denkt man einfach nicht dran.

Da wäre der Zeitpunkt des Tankens. Wie ich schon erwähnte, dass die Benzinpreise immer nach dem Wochenende, so ab Montag sinken bis Donnerstag. Zu lesen war, dass man im Vergleich zu anderen Wochentagen bis zu 2,6 Cent sparen kann am Montag.

Den Motor ausschalten an geschlossenen Bahnschranken. Das kann man sich gut einprägen und praktizieren. Auch im Stau zu beachten. Schon ab 10 Sekunden Stehen lohne es sich, so die Experten. Auch das Licht sollte man so lange ausschalten. Auch mit den richtigen Reifen, kann man den Benzinverbrauch verringern.

Klimaanlage – sollte man nur möglichst kurz anschalten.  Die Klimaanlage verbraucht bei voller Leistung pro Stunde gut einen Liter Sprit!

Auch das rechtzeitige Hochschalten ist wichtig, sonst wird nur unnötig Sprit verbraucht. Es wird empfohlen vom Fachmann, schon gleich bei Tempo 10 in den zweiten Gang schalten, bei Tempo 20 in den dritten usw.

Auch frühzeitig Gas wegnehmen bringt etwas. Beispielsweise wenn die Ampel rot ist, den Fuß vom Gas nehmen und ausrollen lassen. Das bedeutet weniger Spritverbrauch.

Dann die Reifen: Reifen überprüfen und Luftdruck messen. Das Auto verbraucht mehr Sprit und Kraft, je weniger Luft im Reifen ist.

An Gepäck nur das einladen und mitnehmen, was unbedingt nötig ist. Es ist erwiesen, dass 100 Kilo mehr Gewicht den Benzinverbrauch um bis zu einem Liter erhöhen.

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