Das Rezept der Glücklichen „Ikigai“

Die japanische Insel Okinawa hat landschaftlich viel zu bieten. Was man sich vorstellt – weiße Strände, einsame Buchten, kristallklares Wasser, sanfte Hügel, dichte Wälder. Aber das wirklich Paradiesische daran ist: Die Menschen leben hier besonders lange und glücklich. Viele haben bestimmt schon darüber gelesen! Ihr Geheimnis: „Ikigai“.

Darüber war ein wunderbarer Bericht zu lesen – Das Wort ist eine alte japanische Weisheit und bedeutet so viel wie „Wert des Lebens“, oder auch“Der Grund, warum es sich lohnt, jeden Morgen aufzustehen!“ Das hat natürlich auch die Wissenschaftler und Journalisten immer wieder auf die „Insel der Langlebigkeit“ getrieben. Das neuste Ergebnis der Studien sind neun ganz einfache Leben, die die Menschen dort beherzigen. Das könnten wir doch auch tun!

„Ich bleibe aktiv“ – Das Wort „Ruhestand“ gibt es in der alten Inselsprache gar nicht. Es gibt keinen Grund, sich im Alter zurückzuziehen, sagen die Menschen dort. Das kann für uns bedeuten, nicht jetzt sitzen zu bleiben, sondern sich ein Hobby oder ein Ehrenamt zu suchen, beispielsweise. Das was man besonders gut kann, das hält jung.

„Ich bin geduldig“ –  Das ist, meine ich, eine besonders ausgeprägte japanische Eigenschaft. Die vielen kleinen Momente genießen, Ungeduld und Hektik meiden. Das sollte sich auf jeden von uns anwenden lassen. Denn in der Ruhe findet man Erfüllung.

„Ich esse in Maßen“ – Ein voller Bauch macht träge, so sagen die Menschen auf Okinawa. Durch gründliches Kauen und langsamen Genuss spürt man auch die erste leichte Sättigung. Das ist der Punkt, dass 80 % erreicht sind. Das ist genug. Für uns ist das gut, zu bedenken. Auch die Rückkehr zu gesunden Lebensmitteln sollte sein.

„Ich pflege meine Freundschaften“ – Auf Okinawa ist das selbstverständlich, man sitzt zusammen, hat Spaß, erzählt sich Geschichten, teilt aber auch die Sorgen und gibt Ratschläge. Das ist ein guter Ratschlag für uns alle. Gemeinsamkeit ist Leben!

„Ich bleibe fit“ – Wer sich körperlich fit hält, hält auch länger mit. 90-jährige, die noch fröhlich tanzen, sind auf Okinawa völlig normal Auch Gartenarbeit und Gymnastik sind selbstverständlich hier. „Pin pin“ ist der liebevolle Spitzname für Uromas und -Opas, also „so fit, dass sie noch wie Bälle hüpfen“. Also sollte man dem inneren Schweinehund nicht nachgeben und sich bewegen.

„Ich lächle“ – Das ist nicht nur japanische Eigenart, es bestätigen dieses auch wissenschaftliche Studien. Beim Lächeln werden sofort mehr Wohlfühlstoffe ausgeschüttet. Also, lächeln Sie so oft es geht! Haben Sie immer die lächelnden Japaner vor Augen.

„Ich liebe die Natur“ – Menschen, die viel draußen sind, laden umso besser ihre Batterien auf. Das gilt hier auf Okinawa besonders: raus vor die Tür, in die frische Luft, rein in die Natur. Das sollten wir uns auch zu eigen machen, mehr spazierengehen, weniger fernsehen, einmal mal auf die  Parkbank setzen usw.

„Ich bedanke mich“ – Das ist eine bekannte japanische Regel, die auch die Menschen auf Okinawa beherzigen. Der Dank an die Vorfahren, an die Natur, an die Freunde und Familie, einfach an alles, was Licht ins Leben bringt. Machen auch wir „Danke“ zu dem Wort, was man am häufigsten benutzen sollte!

„Ich lebe im Augenblick“ – Wer über die Vergangenheit jammert und sich vor der Zukunft fürchtet, verpasst in der Gegenwart das Glück. So handeln die Menschen hier auf Okinawa und feiern jeden Tag. Das wäre doch ein guter Vorschlag für uns, jeder bestimmt über seine Laune und sein Wohlgefühl.

Foto: Jochen Binikowski / pixelio.de

 

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