Ein Stern ist aufgegangen…..Weihnachtssterne im Advent

Schon lange habe ich die Saison der Weihnachtssterne geliebt. Es gehört einfach inzwischen in die Vorweihnachtszeit. Da es wieder so weit ist, möchte ich da auch mein Scherflein (schreibenderweise) zu beitragen. Sogar im Fernsehen kam ein Bericht über die unübersehbare Fülle der jetzt auf den Markt kommenden Pflanzen, vor allem auch über wunderschöne Neuzüchtungen. Es ist auch immer wieder ein sehr schönes Bild, wenn in der Advents- und Weihnachtsdekoration Weihnachtssterne mit ihren herrlichen Farben dabei sind.

Da musste ich einfach mal ein bisschen mein Wissen vertiefen und habe einiges Wissenswerte herausgefunden: Also der Weihnachtsstern (Euphorhia pulcherrima ) ist eine Pflanze aus der Gattung der Wolfsmilchgewächse. Weihnachtssterne sind auf Grund ihrer intensiv gefärbten Hochblätter, die sternförmig angeordnet sind, begehrte Zimmerpflanzen. Oft werden die Hochblätter fälschlich für Blütenblätter gehalten.

Der Weihnachtsstern kommt aus Mittel- und Südamerika, auch in Mexiko, auf den Kanarischen Inseln, bis Brasilien und Argentinien findet man ihn wildwachsend. Auch in Asien, Kenia, Uganda und in Australien sowie in den Mittelmeerländern findet man ihn. Ich erinnere mich an eine herrliche Blütenpracht auf Teneriffa.

1804 brachte Alexander von Humboldt den Weihnachtsstern erstmalig von einer Amerikareise nach Europa mit. Inzwischen ist er weltweit außerordentlich beliebt und eine der am häufigsten angebauten Zimmerpflanzen. Man kann ihn aber nur in der Adventszeit kaufen. (Warum, weiß ich aber nicht.) Immer neue Sorten werden gezüchtet, vom klassischen Rot (für Weihnachten einfach am schönsten) gibt es über rosa, gelb, weiß, zweifarbig, eine neue Sorte heißt Eiskristall, was das Herz begehrt.

Wenn ich richtig gelesen habe, scheinen Weihnachtssterne besonders beliebt in Deutschland zu sein. Es gibt sogar einen Verband der Züchter, Stars of Europe, der bekannt gibt, dass in Deutschland 38 bis 40 Millionen Weihnachtssterne jährlich verkauft werden. 85 Prozent werden auch hierzulande produziert. Die restlichen 15 Prozent kommen zu kleinen Teilen aus Holland, Dänemark oder Italien.

Dann habe ich mit Interesse was gelernt, nämlich, dass die Weihnachtssterne Kurztagspflanzen sind! Also sie blühen nur dann, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Lichteinfall haben, eben so wie es am Äquator auch ist. In den Gärtnereien hier in Europa, also auch in Deutschland, wird die Dunkelphase künstlich mit dunklen Folien herbeigeführt. Dabei erreicht man, dass die Pflanzen pünktlich zur Adventszeit blühen.

Was ich bisher nicht wusste, habe ich herausgefunden: Die Fachleute des Toxikologischen Informationszentrum erklären, dass einige Gattungen der Wolfsmilchgewächse hautreizende Diterpene enthalten. Der gezüchtete Weihnachtsstern wohl nicht. In einer Anleitung zum Pflegen las ich aber, dass der austretende Milchsaft doch Hautreizungen verursachen kann. Tiere reagieren in der Regel empfindlicher, beispielsweise Katzen, Hunde, Kleintiere.

Ich habe manche bis in den Sommer zum Blühen gebracht, es ist nicht so, dass man sie nach Weihnachten nicht mehr brauchen kann. Die Hauptblütezeit ist allerdings von November bis Februar. Sie lieben es warm und sonnig, kein Wunder bei der Herkunft. Je nach Standort blühen sie wirklich das ganze Jahr. Man kann sie draußen übersommern, allerdings im Halbschatten, nicht in der Sommerhitze (wenn welche da ist). Monatlich mit Stäbchen düngen, nicht vergessen. Wenn man die Pflanzen über den Sommer gebracht hat und sie sollen wieder zum Advent blühen, brauchen sie eine 6 – 8-wöchige Kurzeitperiode, also auch nicht mehr als 11 Stunden Lichteinfall. Man kann sie beispielsweise mit einem Karton abdunkeln. Wenn ein Weihnachtsstern aus der Form geraten ist, ist mir auch schon passiert, kann man ihn auch zurückschneiden, nach der Blüte, wenn die ersten neuen Triebe kommen. Da habe ich eben in der Anleitung gelesen, dass man Handschuhe anziehen soll, eben wegen dem austretenden Milchsaft!

Im Winter sollen die Weihnachtssterne nicht Temperaturen unter 14 Grad ausgesetzt sein. Man soll sie mäßig gießen. In manchen Supermärkten stehen sie tagelang im Wasserbad, damit sie frisch bleiben. Das hat zur Folge, dass sie dann zu Hause Blätter verlieren. Das ist mir auch schon passiert und ich  wusste nicht den Grund. Man soll sie antrocknen lassen, bevor man sie gießt, raten die Experten.

So, nun habe ich und vielleicht auch Ihr über diese wunderbaren und dekorativen (nicht nur) adventlichen Pflanzen viel gelernt. Es gibt ja auch so viele Möglichkeiten, sie in die Dekoration einzubinden. Ich pflanze sie gern in Schalen oder Körbchen zusammen mit anderen herbstlichen Gewächsen. Das ist auch ein guter Tipp zum Verschenken, habe ich schon oft Freude mit bereitet!

Foto: Anneliese Schneider / pixelio.de

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