Harry Potter – Held einer Generation

Auch ich muss doch meinen Senf zu der seit Jahren grassierenden Pottermania beitragen. Wollte sagen, dass auch ich, obwohl ich die Bücher nicht unmittelbar gelesen habe, durch meine Enkel ganz im Bilde bin und im Laufe der Jahre mit den Filmen durchaus informiert bin.

Ich habe fasziniert die Geschichte der Autorin, Joanne K. Rowling, verfolgt. Die Medien berichteten damals, dass die arbeitslose Lehrerin in einem Edinburgher Cafè auf Konzeptpapier die ersten Kapitel schrieb. Ich konnte mich selbst überzeugen, wo das Cafè ist, bei einem Besuch in dieser übrigens grandiosen, eben schottischen Stadt. Es steht inzwischen in jedem Reiseführer und im Schaufenster ist in großen Lettern darauf hingewiesen. Gerade den ersten Band habe ich in lebhafter Erinnerung. Mein Enkel konnte damals noch nicht so gut lesen (inzwischen strebt er das Einser – Abitur an!). Da war Vorlesen angesagt. Den ersten Film haben wir zusammen erst im Kino, dann x-mal auf Video gesehen.

Ich weiß gut, wie man zum Casting lud in London für die Rolle des Harry Potter und auch anderer Rollen vor der Verfilmung des ersten Buches! Ein Riesenandrang, Daniel Radcliffe wurde aus einer großen Zahl ausgewählt.

Was ist im Laufe der Jahre aus dem Jungen, der im Schrank unter der Treppe wohnen musste, für ein Held geworden! Nun las ich richtig wehmütige Artikel. Einer pries den Helden: „Es ist vollbracht, Voldemort ist tot –  Harry Potter hat gesiegt! – Und mit ihm das Heer all derer, die sich zu den Guten zählen dürfen“ Eine junge Autorin schrieb, wie Harry der Held ihrer Kindheit war und nun mit dem letzten Film fürchtet sie, sich endgültig von der Kindheit verabschieden zu müssen. Beim ersten Buch war sie in der Grundschule, nun studiert sie bereits.

Wie habe ich mit den Enkeln gewartet, wenn wieder ein neuer Band herauskam, dass er bald in Deutschland zu haben sei! Eilige haben schon die englische Ausgabe verschlungen, die schneller im Handel war. Harry-Potter-Nächte wurden veranstaltet, man machte sich einen Spaß draus, entsprechend kostümiert zu erscheinen. Dann fieberte man der morgendlichen Ausgabe der Bücher entgegen!

Ich habe im Laufe der Jahre, wie wohl alle Fans oder zumindest, wenn man auf dem Laufenden blieb durch Film und Fernsehen, auch die Schauspieler heranwachsen und reifen sehen. Man konnte sie jetzt ein letztes Mal bei der rauschenden Filmpremiere des letzten verfilmten Buches sehen. Was ist aus dem bebrillten Zauberlehrling Harry Potter für ein hübscher junger Mann geworden! Emma Watson, unsere Hermine, tauchte ja öfter in den Medien auf, sehr modisch, sehr intelligent. Sie studierte, hat aber das Studium hingeworfen, so liest man. Eine entzückende, nun kurzhaarige junge Frau! Aber mein absoluter Liebling war immer Rupert Grint als Ron Weasley. Er hat sich gar nicht verändert, so rotblond und pomadig wie als Zwölfjähriger kommt er daher. Was mir leid tut, er soll, im Gegensatz zu den beiden anderen Hauptakteuren außer in  den Harry-Potter-Filmen keine Angebote bekommen haben.

Ganz interessant ist,  noch einmal die einmalige Geschichte dieses Welterfolges Revue passieren zu lassen, obwohl es ja jeder weiß, nicht wahr? Am 30. Juni 1997 erschien das erste Buch in England aus der siebenbändigen Reihe: „Harry Potter and the Philosopher`s Stone“. Brauche ich nicht zu übersetzen, jeder weiß Bescheid! Nicht zu fassen, erstmal nur 500 Exemplare! Ein Jahr später erschien es dann in Deutsch. Der siebte Band kam 2007 auf den Markt, haltet Euch fest, mit einer Startauflage in England von 15 Millionen, in Deutschland mit drei Millionen Exemplaren. Die Bücher wurden in 69 Sprachen übersetzt und weltweit 450 Millionen Mal verkauft!!! Die Autorin verdiente durch ihre Bücher massig Geld, man spricht von einem geschätzten Vermögen von 700 Millionen Euro! Ich las neulich, damit ist sie die reichste Frau Englands, vor der Queen? Das weiß ich nicht so genau, müsste ich glatt mal rauskriegen. Sie hat ja aber auch eine so überbordende Fantasie, die nicht nur Kinder staunen lässt.

Die Filme spielten 4,4 Milliarden Euro ein. Obwohl es anfangs, so erinnere ich mich, als schwierig galt, so eine Story zu verfilmen. Aber es wurde eine gigantische Aufarbeitung dieser großartigen Vorlage. (Das hat man beim „Herr der Ringe“ auch gedacht. Und es ist wirklich faszinierend geworden).

Wer immer ein bisschen traurig ist, dass diese Ära vorbei ist, den kann ich trösten. Ich habe gelesen, dass Joanne K.Rowling, die Autorin, ab 1.Oktober ein kostenloses Internetportal „Pottermore.com“ an bieten will.  Es soll den Usern ein „einmaliges On-Line-Erlebnis bieten, zu dem jeder seinen Teil beitragen könne. Außerdem werden die Bücher bald erstmals als E-Books angeboten werden.

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