Immer was im Haus – Vorratshaltung

Wenn man an frühere Zeiten denkt, war ein guter Vorrat an Lebensmitteln einfach eine Notwendigkeit. Vor allem im Winter, wenn man schwerlich aus dem Haus kam, vor allem auf dem Land. Dann die Notzeiten, die es ja leider immr wieder gegeben hat.

Heute ist es für viele kein Thema mehr: Man kann ja (fast) jederzeit einkaufen, zumindestens das Nötigste. Wer früher darauf angewiesen war, alles frisch zu kaufen, tut es heute nicht, weil er keine Kühlmöglichkeiten hat, sondern eher auf Luxus oder aber, weil er frische Produkte in der Küche haben will.

Trotzdem ist es sinnvoll, immer einen gewissen Vorrat im Haus zu haben. Ich halte das jedenfalls immer so, habe es von Mutter und Großmutter übernommen. Man kann Geld und Zeit beim Einkaufen und beim Kochen sparen. Ein plötzlicher zusätzlicher Tischgast bringt einen nicht mehr aus der Fassung.

Zu groß sollte der Vorrat allerdings auch nicht sein, damit nichts verdirbt. Ein guter Tipp, den ich von einer Freundin habe, ist, die neu gekuften Waren zuhinterst ins Regal oder den Vorratsschrank. Damit die älteren erst gebraucht werden. Auch sollte man immer halb die neuen, halb aus dem Vorrat, verwenden.

Alle Lebensmittel sollten grundsätzlich dunkel, trocken, kühl lagern. Wer Platz hat, ist mit dem guten, alten Vorratsschrank bestens bedient (natürlich ein neueres Modell). Ideal ist ein hesonderer Raum, in dem die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur nicht zu hoch sind. Er sollte nach Norden oder Osten liegen, und als Tipp, ich habe gelesen, dass Lebensmittel in Schränken besser aufgehoben sind als in Regalen. In den Schrank kann alles rein, was nicht in den Kühlschrank muss. Was wichtig ist, das habe ich schon früh gelernt, man muss darauf achten, dass keine Mehlmotten oder ähnliche Schädlinge eindringen. Meist, wenn der Raum zu feucht und zu warm ist. Befallene Lebensmittel sollte man, so die Experten, sofort komplett in eine Mülltonne außerhalb des Hause entsorgen. Also immer kontrollieren, auch wenn Sie die Lebensmittel in der Küche haben. Geöffnete Waren, wie Mehl, sollten in Behälter umgefüllt werden.

Aber was weggeworfen werden muss: Zusammenklumpendes Mehl, verschimmelte Lebensmittel, bittere Nüsse, Reste von Lebensmitteln, die mit rohem Eigelb zubereitet wurden (Salmonellen!). Dann Inhalte von Konserven, bei denen sich Boden oder Deckel nach außen wölbt (den Fall hatte ich noch nie).

In die Tiefkühltruhe kann man vorbereitetes Gemüse, Fleisch, Gehacktes, Brot, Beeren und Eis geben.  

In den Kühlschrank kommen alle verderblichen Lebensmittel. Obst und Gemüse halten sich in gelochten Folienbeuteln oder luftdurchlässigen Behältern länger als zwei Tage frisch. Nicht in den Kühlshrank gehören: Melonen, Südfrüchte, Zironen, und auch Gurken, Tomaten, grüne Bohnen, Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln. Brot gehört in einen sauberen, trockenen Brotkasten oder in ein Brotfach.

Wohl dem, der noch einen richtigen Keller hat, wie er früher genutzt wurde zur Aufbewahrung von Gemüse und Kartoffeln, Leider ist das heute nicht mehr oft der Fall, in den beheizten Häusern ist es zu warm und zu trocken. Aber wenn, dann kann man ideal   Gemüse und Obst in Holzkisten und Weidenkörben lagern. Für Äpfel hatte meine Famile Lattenroste übereinander angebracht. Darauf wurden die Äpfel geschüttet. Einmal pro Woche musste dann alles durchgesehen werden nach faulfleckigen. Die wurden sofort verarbeitet, was noch brauchbar war, zu Legionen von Apfelmus usw. Kartoffeln halten sich in kühlen und dunklen Kellern bis zu einem Jahr. Da denke ich an die gute alte Kartoffelkiste, meist längst Vergangenheit.

Dann gibt es noch viele Arten, wie man Lebensmittel haltbar machen kann. Wenn man bedenkt, dass es in früheren Zeiten, eigentlich bis zu Kühlshrank und Gefriertruhe, einfach üblich und notwendig war! Da wäre das gute alte Einmachen, dann Trocknen und Dörren von Lebensmitteln, Sterilisieren und Pasteurisieren, Einsalzen, Pökeln , Räuchern, in Essig oder Rumtopf einlegen usw. Das würde zu weit führen, das alles mäher zu erläutern. Ich musste mir das auch anlesen. Einiges kannte ich von früher, aber vieles ist mir nicht mehr geläufig.

Wer sich da schlau machen will und Spass daran hätte, könnte auf diverse Literatur zurückgreifen: Ich fand da z. B. „Vorrat halten“ von Hildegard Rust, Alois Knürr-Verlag, München 2011, 24,90 Euro. (Oder mal wie ich im Internet stöbern).

Foto: Renate Franke / pixelio.de

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