Ostern naht heran…

Nun ist bald Ostern und man ein Auge auf die vielen Osterbräuche werfen Manche sind Symbole aus heidnischer und christlicher Zeit.

Das Lamm Gottes – Agnus Dei – ist ein christliches Symbol für Jesus Christus. Als Osterlamm, aus Biskuitteig gebacken, mit einer Siegesfahne, symbolisiert es die Auferstehung Jesu. Es gehört in vielen, vor allem ländlichen Gemeinden zur österlichen Tradition dazu. Es wird bei der Osterfeier mit zur Speisenweihe gebracht. Das Osterlamm steht als Symbol für die unschuldige Hingabe Jesu und für sein Sterben.

Das Klappern ist auch ein alter Brauch, der wieder auflebt. Es heißt, dass die Glocken von Gründonnerstag bis Ostern nach Rom fliegen, also wird nicht geläutet. So weiß ich es gut aus meiner Kindheit. So ziehen die Meßdiener am Karfreitag und -samstag mit Holzklappern durch die Orte und lassen ihre Instrumente im Rhytmus ihrer Schritte schwingen. In  meinem Heimatort bekamen sie dann etwas an den Türen, Ostereier oder Süßigkeiten

In vielen Teilen Deutschlands ist es ein beliebter Brauch, am Osterwochenende Osterfeuer zu entfachen. Ursprünglich diente dies dazu, den Winter zu vertreiben bzw. zu verbrennen. Als heidnische und weltliche Volkssitte lässt sich dieser Brauch bis 1559 zurückverfolgen. Erst viel später wurde es auch im christlichen Bereich übernommen. Meist wird hier das Feuer in der Osternacht während der Feier vor den Kirchen entzündet.

Dann der Osterspaziergang! Wie allgemein bekannt, hat ihm schon der alte Goethe in seinem Faust ein Gedicht gewidmet. Heute wie ehemals erfreut sich der Osterspaziergang bei vielen Familien großer Beliebtheit. Es ist ja auch schön, durch die erwachte blühende Natur bei (hoffentlich) angenehmem Wetter in Festtagsstimmung zu wandern!

Aber das beherrschende Sinnbild des Osterfestes ist das Osterei! (Neben dem Osterhasen!). Nach alten Mythen ist die Welt aus einem Ei entstanden, und die Götter gehen aus einem Ei hervor. Es heißt nach dem mythischen Denken, wer an Ostern ein Ei verzehrt, verleibt sich Kräfte des Ursprungs ein. Die kirchliche Eierweihe ist schon im 4. Jahrhundert nachgewiesen. Von den Christen wurde das Ei als Sinnbild der Auferstehung Jesu gesehen. Wie das Küken die Schale durchbricht, so erscheint Jesus aus dem Felsengrab.

Da in der Fastenzeit, als sie noch sehr streng gehalten wurde, auf Fleisch verzichtet werden musste, war das Ei ein ersehntes Ostergeschenk. Der Brauch geht auf das Mittelalter zurück, als am Gründonnerstag die Zinsen mit Eiern gezahlt wurden.

Mit diesen Ostereiern verbinden sich seit jeher auch verschiedene Bräuche. So gibt es das „Eierdüpfen“. Dabei werden zwei Eier mit den Spitzen aufeinander geschlagen. Wer mit der Spitze seines Eies die Spitze des gegnerischen richt, bekommt dieses Ei.

Schon damals hat man Eier bunt bemalt, wie Funde bewiesen. Das sollte die Bedeutung des Eis herausstellen. Die traditionelle Farbe ist seit dem 13. Jahrhundert Rot als die Farbe des Blutes Jesu, aber auch als Symbol des Lebens, des Sieges und der Freude.

In Osteuropa findet man meist goldfarbene Eier, als Zeichen der Kostbarkeit. Es gibt auch hier regional verschiedene Bedeutungen der Eierfarben. Gelb stellt den Wunsch nach Weisheit dar, weiß ist die Farbe der Reinheit, grün der Jugend und Unschuld. Orange soll Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz bedeuten.

Besonder schön ist es, beim Eierfärben auf die chemischen Farben aus dem Geschäft zu verzichten. Man kann mit natürlichen Mitteln wunderschöne Eier färben. Ein paar Tipps: Safran oder Kamilleblüten färben Eier gelb. Zwiebelschalen färben sie braun, Spinat grün, Rotkohl violett, rote Bete – natürlich rot -. Da muss man nur mit roten Händen rechnen! Heidelbeersaft macht ein schönes Blau. Mit Muster kann man wie folgt verfahren: Man steckt das Ei in einen Nylonstrumpf und zwíschen Schale und Strumpf ein Muster (Blätter, Blümchen usw.). Dann den Strumpf stramm verknoten, dann erst ins Farbbad.

Dann natürlich das altbekannte Eierausblasen, dass sehr beliebt bei Kindern ist, ob im Kindergarten oder zu Hause. Dann nach Belieben bemalen, einen Faden mit einem ganz kleinen Stückchen Holz in das Loch und schon ist eine Zierde für den Osterstrauß entstanden.

Viel Freude beim Lesen und beim Basteln!

Foto: Uwe Bergeest / pixelio.de

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