Kategorie ‘Infos’

Wo man wieder Kind sein kann…

Was las ich da neulich zu meiner Verblüffung – Es gibt Feriencamps für Erwachsene!! Kein Handy, dafür Mehrbettzimmer und Lagerfeuerromantik. Wer Urlaub im Ferienlager macht, reist zurück in die eigene Kindheit und Jugend.

Da geht es wirklich zu wie früher – mit Gemeinschaftshütten, es werden die 90er Jahre Hits gespielt und die Bravo geht rum zum Lesen. Die Stimmung ist ausgelassen, albern sein gehört dazu. Da muss man sich natürlich als gestandener Erwachsener erst mal wieder dran gewöhnen, denn als Kind war das alles irgenwie leichter, so hört man sagen.

Im richtigen Leben sind eben die 90er Jahre längst vorbei. Die meisten in den Camps sind in den 20ern und 30ern, die meisten Frauen, wie gesagt wird. Die wirklichen Namen werden gleich bei der Ankunft sozusagen abgegeben, zusammen mit ihrem Smartphone. (Was ich am allerbesten finde!!) Der neue Fantasiename sei der erste Schritt zum Ausbruch, so erklären die Organisatoren. Die Handys werden in braunen Tüten gesammelt und mit einem roten Siegel verschlossen. Wer standhaft bleibt, wird belohnt – Jeder, der es schafft, die Tüte bis zum Ende des Camp-Wochenendes nicht zu öffnen, bekommt eine feierliche Urkunde.

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Sehr malerisch – der Main-Radweg

Der Main-Radweg zählt zu den schönsten Radtouren Deutschlands. Eine der lieblichsten Regionen ist das von Kulturreichtum geprägte fränkische Weinland. Man fährt an Weinbergen vorbei und kommt in malerische Dörfer.

Ein Geheimtipp (eigentlich für Pedalritter nicht mehr) ist Sommerhausen, bekannt für Kunst, Kultur und Weinromantik. Es gibt einen historischen Ortskern, sehr sehenswert. Dann eine lebendige Kunstszene mit vielen Ateliers. Das Torturmtheater, weit bekannt, wurde lange von Veit Relin geleitet. Sehenswert sind auch das Schloss, das Pastoriushaus, das Rathaus und vieles mehr. Eines der vielen Cafés ist das „Caféhaus-Konditorei Schatztruhe“ am Kirchplatz, mit leckerem Kuchen und Eis.

Weiter geht es durch schöne Weinorte nach Würzburg (eine meiner Lieblingstädte). Nicht versäumen sollte man außer den anderen vielen Sehenswürdigkeiten den legendären „Brückenschoppen“ auf der Alten Mainbrücke. Hier genießen Gäste und Einheimische bei einem Glas Frankenwein den Blick auf die Feste Marienberg und das „Käppele“.

Einen Besuch wert ist in diesem Jahr auch die Landesgartenschau. Bis zum 7. Oktober kann man auf dem hoch über der Innenstadt gelegenen Areal blühende Landschaften erleben.

In der Nähe habe ich Schloss Veitshöchheim sehr schön gefunden (mit dem Schiff zu erreichen u.a.). Und wer kunstinteressiert ist, muss unbedingt die Kirche „Madonna im Weingarten besuchen!! Mit einer wunderbaren Riemenschneider-Madonna, im schönen Weinort Volkach mitten in den Weinbergen gelegen. Zu besichtigen: April – Oktober 10 – 17 Uhr.

Foto: W.I / pixelio.de

Die Vorhersagen aus der Vergangenheit!

Wer hätte das gedacht, die Ideen zu dem heute allgegenwärtigen Smartphone und Internet sind teils schon über 100 Jahre alt!

Interessant war zu lesen, dass vieles heute Moderne auf den guten alten Commander Mc Lane und erst recht seine Star-Trek-Nachfolger zurückgeht, womit unser Leben mächtig verändert wurde.

Mancher weiß das noch, dass 1960! jedes Crew-Mitglied in der galaktischen Sternenflotte jederzeit zu erreichen war! Da gab es ein kleines Kästchen am Raumanzug, womit das möglich war. Übrigens, so hat man erforscht, sind die Raumanzüge von Leutnant Tamara inzwischen beim Standard-Sortiment eines jeden Outdoor-Fabrikanten. Ja, damals wurde mit dem Kopf geschüttelt über das, was damals schon bei Star-Trek ging,vor allem bei den damals älteren. Was würden die Leute heute zu Smartphones sagen?

Auch das i-Pad, das angeblich seinen Vorläufer ebenfalls in Star-Trek hatte, ist nicht die einzige Realität aus der Science-Fiction-Vergangenheit. Schon Mark Twain hat im Jahre 1898 in einer Kurzgeschichte etwas vom „Telefon der grenzenlosen Entfernung“ geschrieben, mit dem alle Neuigkeiten zeitgleich verbreitet wurden. Hätte er das Ding „Internet“ genannt, könnte er heute oder vielmehr seine Erben gut von der Lizenzgebühr leben.

Das Bildtelefon wurde 1964 erfunden, aber schon 1911 in einem Sci-Fi-Roman beschrieben. 1950 hat ein gewisser Bradbury vom fingerhutgroßen Kopfhörer im Ohr erzählt, über 50 Jahre vor gewissen Herren Jobs und Cook von Apple.

George Orwell, der bekannte Schriftsteller, hat bereits 1948 in seinem bekanntesten Werk „1984“ Überwachungskameras beschrieben. Diese wurden tatsächlich erst 30 Jahre nach dem Erscheinen erfunden.

Da bleibt nur abzuwarten, was uns im Zeitalter von 3D-Druckern und Remote-Computern noch alles erwartet. Vielleicht heißt es in einigen Jahren, beispielsweise in Köln: “ Beam me up to Düsseldorf“, (was allerdings der waschechte Kölner nicht gern hören würde).

Foto: Lupo / pixelio.de

 

 

40 Jahre schwäbische Bäderstraße -sehenswert…

Bad Saulgau, Bad Buchau, Schussenried, Bad Wurzach, um nur einige zu nennen, neun Kurorte gehören zu der Schwäbischen Bäderstraße, die ihren 40.Geburtstag feiert. Das geht von Überlingen am Bodensee bis nach Bad Wörishofen im Allgäu. Sehenswert und auch zur Erholung besuchenswert sind sie alle. (Das Foto zeigt den Federsee bei Bad Buchau). Von vielen Reisen dorthin der Verfasserin bestens vertraut, gab es bei der Lektüre der Reisetipps immer noch Neues, was zu entdecken wert ist. Von den neun Orten haben sieben eine Therme – Saunalandschaft inklusive – mit mineralhaltigem bis zu 40 Grad heißem Wasser, wobei jede Quelle eine andere Zusammensetzung hat. Die Preise sind mit 9,20 Euro für zwei Stunden moderat.

Vier Orte sind Kneipp-Bäder, drei sind Moorbäder. Vor allem widmet man sich hier auch dem Rheuma, aber auch gynäkologischen Problemen und dem Burn-out. 2009 kam noch der 150 km lange Radweg dazu. Es gibt in der schönen Landschaft viele Wohnmobil-Stellplätze. Was die Bäderstraße auch so attraktiv macht, sind Genuss, Kultur und Tradition – und rund ums Jahr viele Feste (Kann ich nur empfehlen!).

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Kurioses über die Post…

Urlaubszeit war immer Postkartenzeit. Heutzutage werden ja nicht mehr so viele Ansichtskarten an die Lieben daheim geschrieben, das haben Whats App u. Co abgelöst. Aber trotzdem gibt es eine Postkarten-App MyPostcard.com. Diese hat kuriose Fakten rund um das Thema „Postversand“ zusammengestellt. Da lohnt es sich, schmunzelnd mal reinzulesen:

Im Jahre 19114 wurde die fünfjährige May Pierstorff für 53 Cents auf dem Postweg zu ihrer Großmutter von Grangeville (Idaho) nach Lewiston (Idaho) verschickt. Der Versand  – eigentlich von Tieren, die unter 50 Pfund schwer waren – war günstiger als eine Zugfahrkarte! Das Mädchen wurde vom Postboten persönlich ans Ziel gebracht. 1920 wurde es dann in den USA verboten, Menschen per Post zu verschicken.

In Belgien wurden vor fünf Jahren 500.000 Briefmarken hergestellt, die nach Schokolade rochen und auch schmeckten (beim Ablecken für den Versand scheinbar).

Es gibt sogar ein schwimmendes Postamt auf der Welt – das Boot „JW Westcott II“, es ist das einzige. Es hat sogar eine Postleitzahl und leitet mittels Seil und Eimer Post an Schiffe weiter, die den Detroit River an dieser Stelle passieren.

1973 stellte Bhutan eine Briefmarke her, die, wenn man sie auf einen Plattenspieler legte, die Nationalhymne spielen konnte.

Im Jahre 1849 wurde es in Frankreich verboten, bereits verwendete Briefmarken zu waschen oder zu reinigen. Innerhalb von sechs Jahren wurden daraufhin 15.000 Menschen angeklagt, gegen dieses Gesetz verstoßen zu haben – darunter waren auch einige Briefmarkensammler.

Foto: Klaus Brüheim / pixelio.de

 

 

Urwüchsig und schön – die Camargue

Ein Traumziel für die, die etwas Besonders suchen, ist diese ursprüngliche Landschaft im Süden Frankreichs – im Rhone-Delta. (Eine meiner schönsten Reise-Erinnerungen!) Die Landschaft ist flach und das Wasser ist nah. Südlich von Arles mit seinen antiken Sehenswürdigkeiten , deren Name sich von „Stadt im Sumpf“ herleitet, gibt es Kanäle, Wasserarme, Sümpfe und Seen, Salzfelder und Marschland. Mittendrin ein Biosphären-Reservat, in dem Hunderte Tierarten leben.

Berühmt ist die Camargue auch für seine Schwärme von rosa Flamingos. Und erst die typischen Pferde! Es gibt viele Manades, also eine Ranch. Und man kann noch Cowboys sehen, wie in einem Western. Hier heißen sie Gardians. Sie tragen die typische Westernkleidung, sie halten Stiere zusammen und kümmern sich um die Pferde. Sie sind sehr guter Reiter und zeigen ihre Künste gern in der Stierkampf-Arena.

Die Menschen, die hier leben, pflegen ihre eigene Kultur und eine spezielle Küche. Bei so einem Camargue-Tag auf einer Manade kann man all das kennenlernen. Schon am Morgen ziehen die Gardians zu Pferde zur Musik der Blaskapelle ein. An einem Jungstier zeigen sie, wie die Brandzeichen gesetzt werden. Am Nachmittag geht es zum Stierkampf.

Hier werden die Tiere aber nicht in einem Spektakel getötet. Die weiß gekleideten Raseteurs versuchen vielmehr wendig, ihnen kleine Bändchen zwischen den Hörnern zu stibitzen. Nur die Tiere, die nicht für den Kampf geeignet sind, werden geschlachtet. An so einem Tag ist Stierbraten der Höhepunkt, am Spieß wird er unter Applaus durch den Saal getragen, ehe er mit Gemüse und dem typischen Reis der Region verzehrt wird. Die regionale Küche wird verfeinert in den Restaurants angeboten. Es gibt sogar auch Sternerestaurants hier, die unbedingt besucht werden müssen.

An der Küste, nicht weit von den Naturstränden, wird in den rosa schimmernden Salinen Meersalz gewonnen und auch Reis angebaut. Eigentlich ist die Gegend für Weinanbau nicht geeignet. Aber eine Handvoll Winzer hat sich davon nicht abhalten lassen. Es wird außer den Klassikern Merlot, Chardonnay u.a. auch ein Caladoc, ein Roséwein angebaut sowie ein roter Marselan.

Wer mehr Infos möchte: Mehrere Ranches veranstalten Camargue-Tage zwischen Frühjahr und Herbst an den Wochenenden. www.camargue.fr/activites-loisirs/visite-manade. Auch Hotels bis zum 5-Sterne-Hotel sind im Naturpark gelegen.

Fotos: Nemo Turek / pixelio.de-Pferde

Jürgen Nießen / pixelio.de-Flamingos

 

Am Ende der Welt…..

Wo sind eigentlich die abgelegensten und unzugänglichen Orte der Erde? Gibt es die überhaupt noch, oder ist die Zivilisation schon überall eingedrungen? Das frägt sich so mancher. Auch Wissenschaftler beschäftigen sich natürlich mit der Frage. Über ihre Studien war Interessantes zu lesen:

Nun ist es so, dass man sich auch einsam und allein fühlt, in den Bergen hoch oben, auf einer Tour auf schwedischen Seen oder weit nördlich in Finnland. (Nur nicht am Nordkap, da ist Rummel pur.) Doch selbst an diesen Orten ist die Zivilisation nicht weit entfernt.

Wie sehen das die Forscher? Sie nennen besonders abgelegene Orte „Pole der Unzugänglichkeit“. Also, die am weitesten von bestimmten Punkten auf der Landkarte entfernt sind. Beim Institut für Geografie der University of California in Santa Barbara werden diese Pole allgemein als kontinental oder ozeanisch bezeichnet. Demnach, so die Forscher, ist ein kontinentaler P0l der Unzugänglichkeit ein Punkt auf dem Festland, der maximal von einer Küste entfernt ist. Das ist nach den Angaben der Experten ein Punkt in einer Wüste im Nordwesten Chinas. Ein ozeanischer Pol liegt im Meer an der Stelle, die am weitesten vom Festland entfernt ist.

Das ist beispielsweise Point Nemo, ein Punkt mitten im Wasser des Südpazifiks. Fast 2 700 km sind es von hier zu den Pitcairn-Inseln, das nächste Land. Die abgelegenste Insel ist die unbewohnte Bouvetinsel im Südatlantik. Falls jemand mal den Aussteiger machen will, dafür ist diese Insel aber nicht geeignet. Wegen des rauen Klimas gibt es dort nur Albatrosse, Pinguine und andere Vögel, die Kälte vertragen. Sonst nur Flechten, Moose und Pilze – wenn nicht gerade alles vereist ist!

Da taucht die Frage auf, sind diese Orte wirklich so unberührt? Darauf antworten Wissenschaftler der FU Berlin ganz richtig, dass der Mensch die Erde so umgekrempelt hat, dass er überall seine Spuren hinterlassen hat! Etwas drei Viertel des eisfreien Festlands, erläutern die Experten, kann man nicht mehr als Urnatur bezeichnen. Im Meer sieht es genau so aus. Und leider, leider kann es so sein, das ist die Warnung, dass sogar am Point Nemo evtl. Zivilisations-Rückstände zu finden seien.

Wie traurig, aber wohl wahr.

Foto: Jochen Binikowski / pixelio.de

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