Und täglich grüßt das Murmeltier….

98362_web_R_K_by_Rainer Gräser_pixelio.deWer kennt ihn nicht, diesen unsterblichen Film aus dem Jahre 1993 mit dem wunderbaren Bill Murray :“Und täglich grüßt das Murmeltier“? Er reist am 2.Februar, um dem amerikanischen Brauch zu huldigen, in das Städtchen mit dem unaussprechlichen Namen Punxsutawney in Pennsylvania. Dort gerät er in eine Zeitschleife und erwacht immer wieder am 2.Februar – und muss denselben Tag erleben. Mehr will ich nicht verraten, denn dieser Film wird auch immer wieder im Fernsehen gezeigt, immer wieder schön.

Also, es ist so, jedes Jahr am 2.Februar wird ein Murmeltier zum Wetterfrosch: Dann holen die Menschen das Tier aus dem Winterschlaf. Denn die Amerikaner glauben, je nachdem wie das Wetter an diesem Tag ist, soll der Winter noch sechs Wochen lang dauern. Oder der Frühling kommt bald. Das ist in den USA der „Groundhog Day“, also Murmeltiertag.

Zelebriert wird das in dem Städtchen, sie oben, in Pennsylvania. Zehntausende reisen dann dorthin, um bei dem Spektakel dabei zu sein. Früh am Morgen gehen die Männer des „Groundhog Clubs“, mit Frack und Zylinder gekleidet, zu dem Bau des Murmeltiers Phil. Er wird ans Tageslicht gezogen und verrät, wie das Wetter wird. Die Regel lautet: Wenn Phil seinen eigenen Schatten sehen kann, bedeutet das weitere sechs Wochen Winterwetter. Wenn nicht, kommt der Frühling bald. Seinen Schatten kann Phil natürlich nur sehen, wenn die Sonne scheint. Der Chef des Clubs behauptet, Phil würde ihm zuflüstern, ob der Winter beendet ist. Tierschützer kritisieren diese Tradition, weil der Nager ja in seinem Winterschlaf gestört wird!

Egal, 128 Mal hat das Murmeltier bereits das Wetter vorausgesagt. Natürlich nicht immer dasselbe Tier! Wetterexperten haben herausgefunden, dass das Murmeltier nur 17 Mal das Winterende richtig vorausgesagt hat! Dazu sagt der Chef des Groundhog Clubs, er habe eben Phil falsch verstanden! So einfach ist das!

Aber woher kommt überhaupt dieser Brauch? Das haben sogar Wissenschaftler nachgeforscht. Sie glauben, der Murmeltiertag geht auf deutsche Einwanderer zurück. Sie glaubten, dass 40 Tage nach Weihnachten, also am 2. Februar, Murmeltiere aus dem Schlaf erwachen und ins Freie hoppeln. Wenn sie dann ihren Schatten sehen, erschrecken sie und verschwinden für weitere sechs Wochen wieder in ihrem Bau.

So wie das Wetter heute, jedenfalls hier in der Kölner Region ist, grau und schneeig, könnte Phil seinen Schatten nicht sehen. Also, hoffen wir, dass trotz allem der Frühling nicht weit ist!

‚Foto: Rainer Gräser / pixelio.de

 

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