Winterreise mit Hurtigruten zu den Nordlichtern…

Eine Fahrt mit den Hurtigruten-Postschiffen im Winter ist eine Reise ans Ende der Welt. Nordlichter sind das Highlight in der Nacht, das vergisst man so schnell nicht.

Auf der Fahrt wird von einem Seemann des Schiffes Alarm ausgelöst, wenn sich ein Nordlicht am nächtlichen Himmel zeigt. Dann stürzen alle Passagiere auf Deck, um das Himmelsphänomen zu sehen. Sie harren auch lange in der Kälte aus, um nichts zu verpassen. Da sind Engländer und sogar Australier, die einmal im Leben die Nordlichter erleben wollen.

Selbst für diejenigen, die schon seit vielen Jahren auf der Route fahren, sind die Nordlichter etwas ganz Spezielles. In der ersten Nacht nördlich des Polarkreises sieht man  noch nicht so viel, aber in der nächsten Nacht zwischen Tromsö und Honningsvag sieht man sie lange. Es ist ein Farbentanz, von Gelb über Grün bis Blau und Lila. Da zitieren die Norweger gern einen Spruch:“ Schlafen kannst Du im Süden.“

Trotz des guten Essens und Komfort auf dem Schiff ist für die Passagiere das Nordlicht am wichtigsten. Wer es einmal gesehen hat, kann sich nichts Schöneres vorstellen, als das Farbenspiel zu beobachten. Wenn es am Morgen nach der Nacht mit Polarlichtern langsam hell wird, gibt es ein besonders magisches Licht der blauen Stunde. Die tief verschneiten Berge erstrahlen in rosa Farbtönen. Darüber sieht man den Himmel in allen Blauschattierungen. Dazu die auch am Morgen noch immer hell erleuchteten Orte und das Schwarz der Fjorde, durch die sich das Schiff fast lautlos fortbewegt.

Von den Nordlichtern war Wissenswertes zu lesen: Aurora borealis, Morgenrote des Nordens, taufte der Franzose Pierre Gassend im 17. Jahrhundert dieses Schauspiel, das für die Menschen des Nordens stets ein Mirakel war. Für die Wissenschaftler war es ein faszinierendes Forschungsobjekt. Heute weiss man, dass sich das Phänomen an den magnetischen Feldlinien der Erde ausrichtet und sich in Höhen von 90 bis 500 km abspielt. Die Götterfackeln, wofür viele Naturvölker diese Lichtererscheinungen hielten, sind oft tausende km lang, aber nur wenige km breit.

Bei so einer Fahrt legt das Schiff auch öfter an, das gehört zu einem festen Fahrplan. Gerade lese ich auch von einem Angebot, das von Bergen nach Kirkenes geht und retoru. Da ist es schon fast nahe – das Ende der Welt zwar nicht, aber das von Europa. Wer sich näher informieren will: www.hurtigruten.de

Foto: Steve Weißflog / pixelio.de

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