…Bier – ein Lebensgefühl

Für viele Deutsche gehört ein Bier einfach dazu, zum Fußballschauen, Grillen, Picknick oder einfach zum Feierabend.Überhaupt hat dieses Kultgetränk in Deutschland eine lange Tradition. Und, was ich noch nicht wusste, es hat sogar einen eigenen Tag im Kalender – am 23. April war der „Tag des deutschen Bieres“. Das Datum bezieht sich auf die Verordnung des Reinheitsgebots am 23. April 1516. So lange gibt es das schon! Das hieß, dass für Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden durfte. Später kam noch Hefe dazu.

Dieses Gebot war vor allem wichtig, wie erklärt wird, weil im Mittelalter zahlreiche, z. Teil gefährliche Zutaten verwendet wurden. Wie beispielsweise Tollkirschen oder Ruß, die wurden mit in das Bier gemischt, das hat sogar zu Vergiftungen geführt. Das Reinheitsgebot von 1516 gilt noch heute.

Aber die Geschichte des Bieres reicht eigentlich noch viel weiter zurück, mehrere Tausend Jahre. Funde in China und Israel belegen das. Im heutigen Iran wurden Überreste von Bier gefunden aus der Zeit von 3.500 bis 2.900 v.Chr. Es gibt aus dieser Zeit sogar Zeugnisse, dass es über 20 Biersorten gab. Die Babylonier und Ägypter tranken Bier genauso gern wie die Kelten und Germanen, so war zu lesen.

Im Mittelalter wurde deswegen mehr Bier getrunken, weil es durch die Herstellung oft weniger mit Keimen belastet war wie das normale Trinkwasser. Es war alltäglich, worauf auch der Begriff „flüssiges Brot“ hindeutet. Die Mönche brauten Fastenbier, weil das in der Fastenzeit erlaubt war.

Bei uns unterscheiden sich die bekannten Biersorten nach obergärig und untergärig. Bei den obergärigen steigt die Hefe an die Oberfläche, bei den untergärigen sinkt sie zum Boden des Gärtanks. Heute allerdings sinkt die Hefe bei den modernen Brauverfahren auch beiden obergärigen Bieren zum Boden. Dann gibt es auch noch die höheren Gärtemperaturen für Obergärung, 15 bis 22 Grad, die untergärigen benötigen Temperaturen unter 10 Grad, so wird von den Experten erläutert.

Wer wissen will, was zu wem gehört: Zu den obergärigen Sorten zählen u.a. Weizenbier, Kölsch, Altbier, Berliner Weiße und Ale. Untergärig sind Pils, Helles, Schwarzbier und Robtbier.

Na denn, prost!

Foto: Floria Schmilinsky / pixelio.de

 

You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

Hinterlasse einen Kommentar

Copyright © 2013 Allerlei Frauerlei – Gesundheit, Garten und Genuss