Eine fast unbekannte Frucht – die Mispel

Die Mispel ist ein schöner, leicht geschwungener Baum, der das ganze Jahr gut aussieht. Er gehört zu den Rosengewächsen,  Die Mispel gehören zu den ältesten kultivierten Obstgehölzen, stammen aber aus Südosteuropa. Daher brauchen die Bäumchen in den ersten Jahren einen Winterschutz. Die Mispel wird inzwischen in vielen Ländern angebaut. In Deutschland gibt es sie nicht so oft. Ein größeres Gebiet gibt es im Raum Heidelberg. Viel Platz braucht so ein Baum nicht, er wird nur etwa fünf Meter hoch.

Wenn das Laub fällt, wird so ein Mispelbaum besonders schön. Denn jetzt kommen die Früchte, die man auch Steinapfel nennt, zur Geltung. Sie sind von Ende Oktober bis Mitte November reif. Die Früchte sind braun und pelzig, beinahe wie Kiwi, gehören jedoch zum Kernobst. Sie werden erst nach Frost oder einer Kältephase genießbar. Dann, leicht matschig, schmecken sie wie eine Mischung zwischen Apfelmus und Marzipan. Der Gehalt an Nähr- und Mineralstoffen ändert sich mit zunehmender Reife. Essbar sind sie roh, man kann aber auch sehr gut Kompott, Marmelade oder Gelee herstellen.

In Frankfurt macht man einen Schnaps aus Mispeln, genannt Mispelchen. Dazu werden eingelegte Mispeln oder auch Saft aus den Früchten mit Calvados gemischt. Im Saarland wird aus den Früchten ein Mispelschnaps hergestellt, der mit Weißdorn veredelt wird. Er wird „Hundsärsch“ genannt, was auch der regionale Name für die Mispel ist.

Foto: Wolfgang Hartwich / pixelio.de

You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

Hinterlasse einen Kommentar

Copyright © 2013 Allerlei Frauerlei – Gesundheit, Garten und Genuss