Kevin – nicht allein zu Haus

Eine Studie von Oldenburger Wissenschaftlern für Kinderforschern hatte gezeigt, dass Lehrer Vorurteile gegenüber bestimmten Vornamen hegten. Das ist eigentlich sehr beklemmend, aber wahr.

Für ihre Masterarbeit hat nun eine Studentin mehr als 200 Grundschullehrern die schriftlichen Antworten von Kindern auf Aufgaben aus dem Sachunterricht vorgelegt. Die Lösungen stammten immer von denselben Kindern, trugen aber verschiedene Namen. Die Namen Kevin oder Celina sind leider mit Vorurteilen belastet, während Maximilian und Charlotte irgendwie positiv und adrett klingen. Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass es leider so ist, die Bewertungen der Lehrer variierten manchmal um neun Punkte. Das führten die Wissenschaft auch darauf zurück, dass beinbe Notengebung bei offen gestellten Fragen selten objektiv ist. Aber es bewahrheitete sich auch, dass viele Lehrer sich wirklich von den publikumswirksamen Vornamen ein Vorurteil bilden. Oft lassen sie sich von dem jeweiligen Umfeld leiten. Außerdem konnten die Wissenschaftler feststellen, dass Lehrer Jungen mit einem vorurteilbehafteten Namen negativer gegenüber stehen.

Auch bei der ersten Studie war das Ergebnis so, dass die Testpersonen die weiblichen Vornamen weniger negativ eingeschätzt hatten als die männlichen.

Das  liegt nach Angaben der Wissenschaftler daran, dass Lehrer generell mehr Vorbehalte gegenüber Jungen haben. Warum auch immer, dass Jungen in der Schule schlechter seien als Mädchen, könne nicht nur an ihren Leistungen liegen, sondern auch an der Wahrnehmung der Lehrer.

Das ist aber doch eigentlich sehr traurig und engstirnig, finden Sie nicht auch?

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