Süße Versuchung – Schokolade

Gerade noch vor der Fastenzeit will man ja noch mal richtig schlemmen, aber es ist auch jedem frei, es auch dann und eigentlich immer zu tun. Ich habe schon lange Schokoladenrezepte gesammelt. Die will ich doch auch mal verbreiten, vor allem, da ich selbst immer wieder den süßen Sünden erliege.

Wenn es mich überfällt, kann ich eine Tafel Schokolade, Nuss oder Zartbitter, vor dem Fernseher hintereinander weg essen. Ich bereite auch gern für die Familie und Freunde Leckeres mit Schokolade zu. Vor allem auch Pralinen selbstgemacht, sind etwas Köstliches. Das habe ich noch nicht versucht, aber der Koch meines Lieblingsrestaurants „Hotel Burgcafè“ in Windeck (ich schrieb kürzlich darüber) macht Pralinen, die einfach so was von gut sind. Da lasse ich mich gern von ihm mit verwöhnen.

Da ist es doch interessant, auch mal was über Schokolade an sich und die verschiedenen Sorten zu erfahren:

Vollmilchschokolade ist eigentlich die am meisten verbreitete Schokoladensorte, so wie ich das sehe. Sie hat einen Gesamtanteil  an Kakao von mindestens 25 Prozent. Aber wenn man die Kakaobutter abzieht, ist nicht mehr viel übrig. Der vorgeschriebene Mindestanteil an fettfreier Kakaomasse beträgt nur 2,5 Prozent.

Halbbitter-Schokolade: Wenn sie einen Kakaoanteil von ca. 50 Prozent hat, ist es Halb- oder Zartbitterschokolade, bei 60 Prozent wird sie als Bitterschokolade bezeichnet. Diese enthält kaum oder gar keine Milch und weniger Zucker als beispielsweise Milchschokolade.

Edelherb-Schokolade: Sie ist wirklich edel, denn sie darf sich nur so nennen, wenn 40 Prozent ihres Kakaoanteils aus Edelkakao stammen. Edelkakaos werden vor allem in Venezuela, Ecuador und in der Karibik angebaut.

Kuvertüre: Sie wird ja oft bei der Herstellung leckerer Schokoladenkuchen, – desserts usw. verwandt. Ihr Fettanteil muss mindestens 31 Prozent betragen, meist liegt er bei 38 Prozent.

Nun aber ein paar leckere Rezepte:

Eine meiner lebhaftesten Kindheitserinnerungen, der sonntägliche „Kalte Hund“. Vor allem meine Tante Gertrud machte ihn immer, damals war das eine wirklich nicht alltägliche Köstlichkeit, eben sonntäglich. Hier ein Rezept etwas neuzeitlicher Art, ganz köstlich:

Zutaten für ca. 20 Stücke: 400 g weiße Kuvertüre, 275 g Kokosfett, 2 Eier, 25 g Puderzucker, 300 g Schokowaffel-Gebäck mit Nugatcreme gefüllt, 100 g getrocknete Cranberries, 50 g Zartbitter-Kuvertüre.

Weiße Kuvertüre hacken, mit Kokosfett über einem warmen Wasserbad schmelzen. Eier und Puderzucker mit dem Schneebesen des Handrührgerätes dick-cremig schlagen. Kuvertüremischung unter Eiercreme rühren und noch mal auf das warme Wasserbad stellen. Kastenform von 23 cm Länge und 1,5 l Inhalt mit Folie auslegen. Etwas Schokoladencreme hineingeben. 5 Waffeln nebeneinander drauflegen. Dnn einige Cranberries seitlich auf die Schokocreme streuen. Vorgang wiederholen, bis ca. 275 g Waffeln, die Cranberries bis auf einen EL und Schokocreme aufgebraucht sind. Mit Waffeln abschließen. Über Nacht kalt stellen. Zartbitter-Kuvertüre über warmem Wasserbad schmelzen, Kuchen stürzen, Folie abziehen. Übrige Waffeln grob hacken, Rest Cranberries fein hacken. Mit der Kuvertüre Linien über den Kuchen ziehen, mit Waffeln und Cranberries verzieren.

Birne-Helene-Kuchen:

Zutaten für 24 Stücke: 1 Dose, 850 ml, Birnen, 200 g Zartbitter-Schokolade, 175 g Butter, 5 Eier, 1 P.Vanillezucker, 1 Prise Salz, 200 g Zucker, 250 g Mehl, 1 gehäufter TL Backpulver, 3-4 EL Aprikosenkonfitüre, Puderzucker zum Bestreuen, Schokoröllchen und Minzblättchen zum Verzieren.

Birnen abtropfen lassen, Schokolade hacken, mit Butter in einer Schüssel über warmem Wasserbad schmelzen. Eier , Vanillezucker, Salz und Zucker 5 -8 Minuten dick-cremig aufschlagen. Mehl und Backpulver mischen. Schokoladen-Buttermischung zur Eiercreme geben, unterrühren. Mehlmischung darübersieben, kurz unterrühren. Fettpfanne des Backofens, ca. 32 x 39 cm, mit Backpapier auslegen. Teig darin glatt streichen, Birnenfächerförmig einschneiden, auf dem Teig verteilen. Im heißen Ofen bei 175 Grad, Umluft 150 Grad, Gas Stufe 2, 25 – 35 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Konfitüre mit 1-2 EL lauwarmem Wasser aufkochen, durch ein Sieb streichen, etwas abkühlen lassen.Birnen damit bestreichen, fest werden lassen. Kuchen mit Puderzucker bestäuben, mit Schokoröllchen und Minzblättchen verzieren. Sehr lecker, nicht zu mächtig.

Schokotürmchen mit Bananenquark

Zutaten für 12 Stücke: Für den Teig: 150 g Crepes-Teigmischung Schoko, 300ml Milch. Fruchtquark: 4 Bananen, 2 EL Rum, 250 g Magerquark, 5 EL Milch, 6 EL Honig, 150 ml Sahne, abgeriebene Schale und Saft einer 1/2 Bio-Zitrone, 1 P.Sahnesteif. Schokoladensauce: 50 ml Sahne, 50  ml Milch, 125 g dunkle Kuvertüre.

Crepeteig nach Packungsanleitung zubereiten und 12 kleine runde Crepes, 10 – 12 cm Durchmesser, ausbacken. Für die Schokoladensauce Milch mit Sahne aufkochen lassen. Kleingehackte Kuvertüre hinzufügen, unter Rühren auflösen. Zwei Bananen schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln. 2 EL Honig in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Rum dazugeben. Die Bananenscheiben von beiden Seiten leicht andünsten. Restliche Bananen zu einem Brei mixen, mit Quark, Milch, restlichem Honig und Zitronenschale und -saft vermengen. Sahnesteif in die Sahne geben, steif schlagen. Vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Jeweils 3 Crepes mit dem Bananenquark und den gebratenen Bananen aufschichten. Mit der Schokoladensauce beträufeln. Einfach lecker, mache ich oft zum Vergnügen meiner Familie, ich verzichte dabei heldenmütig auf die Schokoladensauce!

Da gäbe es natürlich noch manches andere, viel zu gute Rezept, seien es die Schoko-Ecken, die Nuss-Nougat-Torte oder manche andere Sünde. Was ich aber mit Verblüffung gelesen habe, ist ein Rezept für Biskuit-Charlotte, Schokoladentraum, da gehören 26!! Eier zu, für 12 Stücke. Ích traute meinen Augen nicht.

Egal wie, viel Spass und Genuss ohne Reue, wer die Rezepte nachbacken will.

Foto: Bettina Stolze / pixelio.de

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