Wildobst – auch das lohnt sich zu entdecken

In Gärten, Wiesen und Wäldern sind noch bis in den Spätherbst hinein viele Köstlichkeiten in der Natur zu entdecken, die man in der Küche verwerten kann. Es gibt sogar, wie ich auch gelesen habe, Führungen zum Sammeln in Feld und Wald. Wer Interesse am Sammeln hat, sollte einiges beachten: Man sollte feste Schuhe, lange Hosen und Ärmel und am besten Handschuhe tragen, wegen Dornen und Gestrüpp. Zum Transportieren einen Korb mitnehmen, damit die Früchte nicht gedrückt werden. Natürlich nur reife und einwandfreie Früchte sammeln und vor allen Dingen, nur die, die man genau kennt. Vorsichtig in der Natur sein, da auch viele Vögel auf die Beeren als Nahrungsquelle aus sind, darum nur so viel pflücken, wie man verarbeiten kann. Dann sollte man Früchte nur an sauberen Plätzen und wegen der Fuchsbandgefahr nur in Armhöhe pflücken.

Ganz wichtig: Nicht in Schutzgebieten pflücken und keine gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Pflanzen pflücken.

Was gibt es denn so Gutes in unserer schönen Natur ? Da fand ich die Hagebutte genannt, das ist mir noch von früher bekannt, roh ist sie nicht genießbar, aber als Mus und Likör sehr aromatisch.

Die Berberitze oder Sauerdorn ist ab September mit leuchtend roten Beeren zu sehen. Sie eignen sich für Säfte und Gelees. Die Felsenbirne oder Korinthenstrauch hat erbsengroße apfelförmige Früchte. Dann die eigentlich sehr bekannte Schlehe hat ab Ende September herbsaure kleine pflaumenähnliche Früchte. Roh ist sie ungenießbar, am aromatischsten zu verarbeiten nach dem ersten Frost.  Die Zierquitte hat ab September kleine gelbe nach Ananas duftende Früchte. Auch nicht zum Rohverzehr geeignet. Der Sanddorn hat von August bis November die bekannten gelben bis korallenroten Beerenfrüchte. Auch nicht zum Rohessen geeignet, aber als Mus, Mark, Saft sehr gesund. Dann die Kornelkirsche,sie hat von Mitte August bis Ende September rote, beerenartige Steinfrüchte. Nur vollreif schmecken sie gut, denn sie haben einen leicht herben Beigeschmack.

Die Mispel, hätte ich nicht gedacht! Hat rostrote bis braune Früchte, die bis zum ersten Frost hart bleiben, dann werden sie weich und aromatisch. Apfelbeere oder Schwarze Eberesche, hat heidelbeerähnliche Doldenfrüchte, werden gerne als Saft, Sirup, Konfitüre oder Dörrobst verwendet. Dann natürlich der Holunder, der bekannt ist für die vielfältige Verwendung seiner kleinen schwarzen Beerenfrüchte. Ab Mitte August kann man die Dolden mit einer Schere abschneiden

Dazu gibt es für Interessierte diverse Literatur, z.B Thuri Maag/ Erika Lüscher: Wildfrüchte, Botanik, Anbau, Rezepte, Hädecke-Verlag, 19,90 Euro.

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