Hatschi – Schnupfen und Husten auf dem Vormarsch

Gerade war es nach der milden Witterung eine Zeitlang eisig kalt, nun ist es wieder durchwachsen. Gerade jetzt ist das die hohe Zeit der Husten- und Schnupfenviren.

Da habe ich doch zu meiner Verblüffung gelesen, was medizinische Forscher für Vergleiche anführen: Beim Husten wird die Luft mit einer Geschwindigkeit von 900 km pro Stunde aus dem Rachen geschleudert! Also auch die Viren explodieren damit in die nächste Umgebung. Dann setzen sie sich naturgemäß an Türklinken, an den Händen usw. fest. Dann ist abzusehen, wie schnell sie von anderen Personen quasi übernommen werden. Gerade in Gaststätten und auf Veranstaltungen, wo viele Menschen zusammen sind, ist das unausbleiblich. Natürlich kann das überall, im Stadion, in Geschäften und wo auch immer stattfinden.

Da ist es nur wichtig, dass man nicht nur aus Höflichkeitein paar Tipps beachtet beim  Husten oder Niesen. Die altbewährte Regel, die wir schon als Kind eingebläut bekamen, die Hand vor den Mund zu halten, ist aus medizinischer Sicht , siehe oben, nicht so gut. Man sollte statt dessen sich abwenden oder in die Armbeuge husten oder niesen. Am besten sei es, so die Fachleute, ein Taschentuch vor Nase und Mund zu halten.

Ganz schlimm finde ich, wenn Leute, die Schnupfen und laufende Nase haben, die in aller Öffentlichkeit hochziehen. Die Nase geräuschvoll putzen, ist auch nicht das Wahre. Ich las, dass das in Asien sogar ein Tabu ist. Die Empfehlung, sie lautstark durch beide Nasenlöcher schnäuzen, sondern jedes einzeln nacheinander. Dabei würde auch der Druck und die Gefahr entstehender Nebenhöhlenentzündungen vermindert.

Da kam die Frage auf, ob es überhaupt noch zeitgemäß und angebracht ist, nach dem Niesen demjen igen „Gesundheit“ zu wünschen. Das ist ein ganz alter Brauch, den viele als alten Zopf betrachten. Da hat sich doch tatsächlich die Deutsche Knigge-Gesellschaft, die für das gute Benehmen zuständig ist, 2009 mit diesem Thema befasst! Sie sagt, dass entgegen anderslautenden Meinungen es durchaus noch in Ordnung ist, „Gesundheit“ zu wünschen. Manche Menschen würden es sogar erwarten. Trotzdem sind andere schlaue Leute  nicht dafür, das würde die Krankheit zu sehr hervorheben. Also, es ist wie immer, die Wahrheit liegt in der goldenen Mitte. Was man aber als „Nieser“  nicht tun sollte, sich entschuldigen!

Dann ein heikles Thema, ich habe leider in der Familie auch welche der ersten Sorte: Lauthals herausniesen oder vornehm unterdrücken? Medizinisch gesehen ist das zweite nicht so gut für den Körper. Leuchtet eigentlich ein, denn Niesen sei ein Schutzreflex der Atemwege, so die Erklärung, bei dem auch Staub, Pollen und eben die Krankheitserreger hinauskommen sollen. Wenn man das Niesen unterdrückt, werden die Schadstoffe womöglich in die Nebenhöhlen gepresst. Also sollte man schon mit offenem Mund  niesen, aber wie oben schon empfohlen, in die Armbeuge oder besser ins Taschentuch!

Dann das Händegeben: Ist natürlich im allgemeinen höflicherweise bei uns üblich, aber in Grippezeiten sogar von den Knigge-Leuten nicht empfohlen. Die Hände sind nunmal Übertragungsweg Nummer eins. Am besten ist es, was ich auch praktiziere und schon oft erlebt habe, freundlich daraufhin zu weisen, dass man aus Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Mitmenschen auf den Händedruck ausnahmsweise verzichtet. Man kann sich ja auch nicht dauern die Hände waschen! Sollte man doch mal die Hand gegeben haben, dann aber schnell Hände waschen.

So, nun kommt durch den Winter!

Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

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