Gewitter ziehen über`s Land…

blitzDie große Hitze in Deutschland bringt zur Zeit auch sehr häufig starke Gewitter, Sturm, Blitz und Regen mit sich. Tennisgroße Hagelkörner waren zu sehen. Gewitzte Leute hatten sogar welche eingefroren, als Beweis für die Versicherung. Da ist es an der Zeit, auch daran zu denken, was so ein Blitz für eine Gefahr darstellt. Da habe ich Ratschläge gesammelt und gebe sie gern weiter.

Millionen Blitzeinschläge treffen täglich die Erde, so haben Meteorologen herausgefunden. Fünf bis sieben Deutsche sterben jährlich daran. Deutlich mehr Menschen werden durch Blitze verletzt. Da solle man so ein Gewitter nicht auf die leichte Schulter nehmen, am besten sehen, dass man im Haus ist, möglichst mit einem Blitzableiter! Schon als Kinder haben wir gezählt vom Blitz zum Donner, das ist nicht verkehrt, denn die Experten sagen, wenn der Abstand 10 Sekunden ist, sollte man schleunigst in Sicherheit sein.
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Schweden: Stockholm – buntes Inselreich – und Mittsommer…

Schweden ist absolut eine Reise wert! Sei es die wunderbare Hauptstadt Stockholm – mit vielen einzelnen Inseln. Besonders jetzt um die Mittsommerzeit ist Schweden so schön! Mittsommerfeste allenthalben. Besonders bekannt ist die Provinz Dalarna für ihre manchmal eine Woche dauernden Feste.

Fangen wir mit Stockholm an: Wer durch Stockholm spaziert, überquert oft mehr Brücken als in Venedig – und erlebt eine facettenreiche Stadt mit viel Kultur und Stil. Die schönsten Brücken stammen aus dem 19. Jahrhundert – so wie die 165 Meter lange Skeppsholmsbron. Das Stadtgebiet erstreckt sich nämlich über 14 „Schären“ genannte Felseninseln, die durch mehr als 50 Brücken miteinander verbunden sind.

Es ist das skandinavische Lebensgefühl, das jeden Stockholmbesucher begeistert, eine gastfreundliche Metropole. Romantik trifft hier auf Moderne. Alles sehr entspannt.

In Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm, schlägt das Herz der Stadt. Einheimische und Besucher schlendern hier vorbei an kleinen Geschäften, Restaurants und Cafés. Rund um den Stortorget, Stockholms einstigen Marktplatz, gibt es sehenswerte Adelspaläste, Kirchen und Bürgerhäuser. Wer durch die verwinkelten Seitengassen des Viertels streift, kann urige Innenhöfe, Ornamente und immer wieder auch fantasievolle Hausgiebel sehen, die Jahrhunderte alt sind.

Fast den gesamten nördlichen Teil des Gamla Stan nimmt das mächtige Stadtschloss ein. Die königliche Familie nutzt es aber nur selten. Einige der historischen Prunksäle können besichtigt werden. Prächtig wirkt auch das Riksdagshuset, das schwedische Parlament. Der Gebäudekomplex beansprucht eine eigene kleine Insel fast ganz für sich.

Im zentralen Stadtteil Norrmalm haben sich allerlei schicke Läden angesiedelt rund um das Edelkaufhaus NK. Auch auf den Inseln Östermalm und Södermalm gibt es exklusive Geschäfte. Södermalm ist außerdem das angesagte Ausgehviertel.

Grüne Oasen sind stets nur eine Insel entfernt – wie Djurgarden. Dort gibt es einen Park mit einer einzigartigen Gartenarchitektur und dem Dreimaster Vasa:

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Sehenswert – Hameln – die Rattenfängerstadt

Eine meiner Lieblingsstädte ist Hameln. Durch verwandtschaftliche Bande war ich schon öfter dort, und es gefällt mir jedesmal aufs Neue. Natürlich wird man sofort den Namen der Stadt mit der unsterblichen Sage vom Rattenfänger verbinden.

Und das ist auch allgegenwärtig. Sogar für einen Stadtrundgang hat man zur Orientierung kleine Ratten auf dem Pflaster angebracht. Sie weisen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der wunderschönen Altstadt. Sie dienen im knallroten Street Art-Format als Werbeträger für Geschäfte oder versüßen die Auslagen beim Bäcker. Touristen, die für die alte Sage nach Hameln gekommen sind, freut das sehr.

Es gibt sogar einen hauptamlichen Rattenfänger von Hameln, der im historischen Gewand im Auftrag der Touristen-Zentrale die wahre Geschichte erzählt. Bei einem einstündigen Rundgang erklärt er erstmal, dass es eigentlich nicht um Ratten, sondern um die Kinder ging. Die Spurensuche startet an der Marktkirche und seinem romanischen Rundfenster, das den Rattenfänger und die Kinder zeigt. Dazu habe es früher eine lange Inschrift gegeben, die endete: „Folge dem Pfeifer nicht, das führt ins Verderben.“ Gehasst habe man ihn, den Rattenfänger, weil er in den Augen der Mächtigen den leibhaftigen Teufel verkörperte. Dabei sei er nichts weiter gewesen als ein musizierender Fremder mit dem Zeug zum Jugendidol.

Die Führung geht bis zur Bungelosenstraße, einer Gasse, über die im Jahre 1284 die Kinder die Stadtgrenze in Richtung Osten ein für alle Mal überschritten haben. Das bezeugt eine historische Inschrift am gegenüberliegenden Rattenfängerhaus. Zum Zeichen der Trauer darf in der Straße ohne Trommel seitdem nicht getanzt und auch nicht musiziert werden. Das respektieren die Hameler bis heute, so der Guide.

Aber Hameln hat noch viel mehr zu bieten, die wunderschönen Fachwerkhäuser, Wälder, Sonnenuntergang am Schiffsanleger und eine Insel, um die herum Wasser anstelle Verkehr rauscht.

Drei R bietet Hameln an: Ratten: jeden Sonntag von Mai bis September beginnt in der Hameler Altstadt ein Rattenfänger-Freilichtspiel. Renaissance: Sieben Schlösser rund um Hameln. Radfahren: Weser-Radweg von Hann.-Münden bis zur Nordsee, gut 500 Kilometer. Besonders die Benediktinerabtei Corvey ist absolut sehenswert. An der Weser gibt es viele Möglichkeiten, mal zu pausieren.

Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de

200 Jahre Fahrrad – von der Draisine zum E-Bike

Vor 200 Jahren, genau am 12. Juni 1817, fuhr Karl von Drais mit seiner Laufmaschine erstmals durch Mannheim und erfand die Urform des Fahrrades. Ein langer Weg bis zum E-Bike.

Es ist überliefert, dass er mit 13 – 15 Stundenkilometern auf seiner Draisine genannten Laufmaschine von Mannheim nach Schwetzingen fuhr. Eine Sensation! Die Ur-Form des Fahrrades war geboren, auch wenn sie eher den Laufrädern ähnelte, wie sie heute von Kleinkindern genutzt werden.

Der Freiherr von Drais hatte seine Laufmaschine aus Holz gebaut. Dennoch wog sie nicht mehr als ein Hollandrad heute. Bergab soll die Laufmaschine sogar schneller als ein Pferd gewesen sein. Apropos Pferd: Es heißt, dass für die Erfindung ausschlaggebend das Hungerjahr 1816 gewesen sein soll. In diesem Sommer wurde der Hafer so knapp, dass für die Pferde, das damalige Verkehrsmittel Nr. 1, kein Futter mehr vorhanden war.

Die Nachricht von der zweirädrigen Laufmaschine verbreitete sich in ganz Europa und veränderte die Mobilität der Menschen. Sie wurde zahlreich kopiert, im Alltag setzte sich das Laufrad aber nicht durch. Aber es sollen schon 1829 Rennen mit den Laufmaschinen stattgefunden haben, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 km über eine halbe Stunde.(Da das Laufrad in ganz Europa kopiert wurde, gelang Drais selbst kein wirtschaftlicher Erfolg mit seiner Erfindung!)

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Lupinen – Soja des Nordens …

Lupinen sind Alleskönner und liefern hochwertiges Eiweiß.  Hätten Sie`s gewusst? Ich nicht! Bis ich auf interessante Ausführungen stieß. Man kennt Lupinen gemeinhin als schönblühende Pflanze, gerne auf Abhängen oder Begrenzungen. Dann als Viehfutter, weil sie für unseren Gaumen zuviel Bitterstoffe enthält.

Allerdings muss man vorab sagen, es geht hier nicht um die Zierstauden im Garten, sondern um die sog. Blaue Süßlupine. Die Züchtung gibt es schon seit den 1920er Jahren. Inzwischen ist es auch gelungen, Lupinensorten mit wesentlich weniger Bitterstoffen zu züchten. Die Lupine ist eine heimische Pflanze. Deutschland ist in Europa Nummer eins beim Lupinenanbau, so die Experten vom Institut für Ernährungsmedizin in München. Besonders gut gedeihen die anspruchslosen Pflanzen auf den sandigen Böden Mecklenburg-Vorpommerns. Weltweit ist Australien der größte Lupinenproduzent.

Inzwischen gilt sie als Superfood und Allrounder in der Küche. Die Lupine scheint sich einen prominenten Platz in der Familie der Hülsenfrüchte zu erobern. In Mittelmeerländern liebt man längst eingelegte Lupinensamen als Snack in Bars zu Bier.

Lupinensamen enthalten viel hochwertiges pflanzliches Eiweiß, wenig, aber hochwertiges Fett und kaum Kohlenhydrate. Außerdem wirkt sich die Lupine sehr ballaststoffreich und damit positiv auf den Stoffwechsel aus, so wird erläutert. Vor allem Vegetarier und Veganer setzen auf die Eiweißlieferanten. Es gibt sogar Lupinenkochbücher – die Autorin schwört beispielsweise auf Lupinenfilet, das sie während einer Diät als Fleischersatz entdeckt hat.

Vorher kannte man meist Tofu, das aus Sojabohnen hergestellt wird, die teilweise rund um den Erdball erst hierhin kommen. So hat obige Autorin im Lupinensamen das „Soja des Nordens“ entdeckt. Obiges Lupinenfilet ist ein rein pflanzliches Produkt, das der Farbe und Konsistenz magerem Fleisch ähnelt. Es wird aus Süßlupinensamen, Weizeneiweiß und Gewürzen sowie Gemüsen und Kräutern hergestellt.

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Das Salzbergwerk Berchtesgaden wird 500 Jahre

Auf der Rutsche in die Grube, für unzählige Ausflügler und Ferienreisende gehörte und gehört es zur Reise in die Berge. Auch ich habe vor Jahrzehnten schon mit großem Spaß eine Fahrt untertage während eines Urlaubs in der wunderschönen Region gemacht.

Man bekommt einen schwarzen Schutzanzug mit weißen Warnstreifen und kommt sich vor wie ein Grubenarbeiter. Auf gehts zur Grubenbahn. „Glück auf“ bekommt man mit auf den Weg und die Ansage:“Aufsteigen im Reitersitz“. Die kleine grüne Elektrobahn fährt 650 Meter in den Berg hinein. Kurz geht es ein Stück zu Fuß, dann auf einer Holzrutsche weitere 34 Meter hinab.

Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist das älteste aktive Bergwerk Deutschlands – und bietet Einblick in 500 Jahre Geschichte! Im Jahre 1517 wurde der erste Stollen geschlagen. Heute noch arbeiten 50 aktive Begleute unter Tage, wie der Tourismus-Leiter erklärt. Aber das ist kein Vergleich zu den rund 360 000 Besuchern pro Jahr!

Die Zeitreise unter Tage geht zum Spiegelsee, der 30 % Salzgehalt hat. Zum Vergleich: Das Meer hat drei bis 4. Dann gibt es eine mystische Floßfahrt und später viel Wissenwertes zu Salzentstehung, großen Maschinen, endlose Pipelines und Wetterschächten. Dann noch eine Rutsche und ein Aufzug. Schon spuckt die Grubenbahn die Freizeitbergleute wieder aus. Was alle von den vielen Informationen ganz besonders behalten haben: Salz ist kostbar.

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Die gute alte Konservendose…

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie bereits erfunden, aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts zum Verkaufsschlager. Heute ist sie einfach nicht wegzudenken im Konsum für Nahrung. Fast 300 Milliarden Dosen werden Jahr für Jahr hergestellt. Sie konservieren Obst, Früchte, Gemüse oder Getränke. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass sie überhaupt erfunden wurden.

Man glaubt es nicht, wem das zu verdanken ist! Aber die Geschichte sagt, es ist Napoleon Bonaparte zu verdanken! Als kommandierender General der französischen Armee ließ er einen Preis von 12.000 Goldfranc für ein Verfahren aussetzen, mit dem man Nahrungsmittel haltbar machen konnte. Das brauchte er dringend für seine vielen Soldaten der immer größer werdenden Armee. Denn ein gut Teil seiner Mannen starben nicht auf dem Schlachtfeld, sondern an Unterernährung!

Das Preisgeld erhielt der Pariser Bäcker Nicolas Appert. Ihm gelang es, Lebensmittel haltbar zu machen, indem er sie in Gläser füllte, diese erhitzte und luftdicht verschloss. Somit war das Verfahren der Sterilisation erfunden!

Die Konservendose aus Metall ließ sich schließlich der Brite Peter Durand 1810 patentieren. Seine Erfindung fand natürlich vor allem bei der Armee und der Kriegsmarine Beifall. Der Dosenöffner wurde allerdings erst 50 Jahre später erfunden. Anfangs benutzte man Schneidewerkzeuge, wie – für Soldaten passend – das Bajonett, um die damals noch dickwandigen Metalldosen zu öffnen. Die ersten Dosendeckel wurden noch mit Blei verlötet – das hatte unwissentlich teils schwerwiegende Folgen. So scheiterte die Arktis-Expedition von Franklin Mitte des 19. Jahrhunderts daran, dass die Forscher an einer Bleivergiftung starben. weiter lesen »

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