200 Jahre Fahrrad – von der Draisine zum E-Bike

Vor 200 Jahren, genau am 12. Juni 1817, fuhr Karl von Drais mit seiner Laufmaschine erstmals durch Mannheim und erfand die Urform des Fahrrades. Ein langer Weg bis zum E-Bike.

Es ist überliefert, dass er mit 13 – 15 Stundenkilometern auf seiner Draisine genannten Laufmaschine von Mannheim nach Schwetzingen fuhr. Eine Sensation! Die Ur-Form des Fahrrades war geboren, auch wenn sie eher den Laufrädern ähnelte, wie sie heute von Kleinkindern genutzt werden.

Der Freiherr von Drais hatte seine Laufmaschine aus Holz gebaut. Dennoch wog sie nicht mehr als ein Hollandrad heute. Bergab soll die Laufmaschine sogar schneller als ein Pferd gewesen sein. Apropos Pferd: Es heißt, dass für die Erfindung ausschlaggebend das Hungerjahr 1816 gewesen sein soll. In diesem Sommer wurde der Hafer so knapp, dass für die Pferde, das damalige Verkehrsmittel Nr. 1, kein Futter mehr vorhanden war.

Die Nachricht von der zweirädrigen Laufmaschine verbreitete sich in ganz Europa und veränderte die Mobilität der Menschen. Sie wurde zahlreich kopiert, im Alltag setzte sich das Laufrad aber nicht durch. Aber es sollen schon 1829 Rennen mit den Laufmaschinen stattgefunden haben, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 km über eine halbe Stunde.(Da das Laufrad in ganz Europa kopiert wurde, gelang Drais selbst kein wirtschaftlicher Erfolg mit seiner Erfindung!)

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Lupinen – Soja des Nordens …

Lupinen sind Alleskönner und liefern hochwertiges Eiweiß.  Hätten Sie`s gewusst? Ich nicht! Bis ich auf interessante Ausführungen stieß. Man kennt Lupinen gemeinhin als schönblühende Pflanze, gerne auf Abhängen oder Begrenzungen. Dann als Viehfutter, weil sie für unseren Gaumen zuviel Bitterstoffe enthält.

Allerdings muss man vorab sagen, es geht hier nicht um die Zierstauden im Garten, sondern um die sog. Blaue Süßlupine. Die Züchtung gibt es schon seit den 1920er Jahren. Inzwischen ist es auch gelungen, Lupinensorten mit wesentlich weniger Bitterstoffen zu züchten. Die Lupine ist eine heimische Pflanze. Deutschland ist in Europa Nummer eins beim Lupinenanbau, so die Experten vom Institut für Ernährungsmedizin in München. Besonders gut gedeihen die anspruchslosen Pflanzen auf den sandigen Böden Mecklenburg-Vorpommerns. Weltweit ist Australien der größte Lupinenproduzent.

Inzwischen gilt sie als Superfood und Allrounder in der Küche. Die Lupine scheint sich einen prominenten Platz in der Familie der Hülsenfrüchte zu erobern. In Mittelmeerländern liebt man längst eingelegte Lupinensamen als Snack in Bars zu Bier.

Lupinensamen enthalten viel hochwertiges pflanzliches Eiweiß, wenig, aber hochwertiges Fett und kaum Kohlenhydrate. Außerdem wirkt sich die Lupine sehr ballaststoffreich und damit positiv auf den Stoffwechsel aus, so wird erläutert. Vor allem Vegetarier und Veganer setzen auf die Eiweißlieferanten. Es gibt sogar Lupinenkochbücher – die Autorin schwört beispielsweise auf Lupinenfilet, das sie während einer Diät als Fleischersatz entdeckt hat.

Vorher kannte man meist Tofu, das aus Sojabohnen hergestellt wird, die teilweise rund um den Erdball erst hierhin kommen. So hat obige Autorin im Lupinensamen das „Soja des Nordens“ entdeckt. Obiges Lupinenfilet ist ein rein pflanzliches Produkt, das der Farbe und Konsistenz magerem Fleisch ähnelt. Es wird aus Süßlupinensamen, Weizeneiweiß und Gewürzen sowie Gemüsen und Kräutern hergestellt.

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Das Salzbergwerk Berchtesgaden wird 500 Jahre

Auf der Rutsche in die Grube, für unzählige Ausflügler und Ferienreisende gehörte und gehört es zur Reise in die Berge. Auch ich habe vor Jahrzehnten schon mit großem Spaß eine Fahrt untertage während eines Urlaubs in der wunderschönen Region gemacht.

Man bekommt einen schwarzen Schutzanzug mit weißen Warnstreifen und kommt sich vor wie ein Grubenarbeiter. Auf gehts zur Grubenbahn. „Glück auf“ bekommt man mit auf den Weg und die Ansage:“Aufsteigen im Reitersitz“. Die kleine grüne Elektrobahn fährt 650 Meter in den Berg hinein. Kurz geht es ein Stück zu Fuß, dann auf einer Holzrutsche weitere 34 Meter hinab.

Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist das älteste aktive Bergwerk Deutschlands – und bietet Einblick in 500 Jahre Geschichte! Im Jahre 1517 wurde der erste Stollen geschlagen. Heute noch arbeiten 50 aktive Begleute unter Tage, wie der Tourismus-Leiter erklärt. Aber das ist kein Vergleich zu den rund 360 000 Besuchern pro Jahr!

Die Zeitreise unter Tage geht zum Spiegelsee, der 30 % Salzgehalt hat. Zum Vergleich: Das Meer hat drei bis 4. Dann gibt es eine mystische Floßfahrt und später viel Wissenwertes zu Salzentstehung, großen Maschinen, endlose Pipelines und Wetterschächten. Dann noch eine Rutsche und ein Aufzug. Schon spuckt die Grubenbahn die Freizeitbergleute wieder aus. Was alle von den vielen Informationen ganz besonders behalten haben: Salz ist kostbar.

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Die gute alte Konservendose…

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie bereits erfunden, aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts zum Verkaufsschlager. Heute ist sie einfach nicht wegzudenken im Konsum für Nahrung. Fast 300 Milliarden Dosen werden Jahr für Jahr hergestellt. Sie konservieren Obst, Früchte, Gemüse oder Getränke. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass sie überhaupt erfunden wurden.

Man glaubt es nicht, wem das zu verdanken ist! Aber die Geschichte sagt, es ist Napoleon Bonaparte zu verdanken! Als kommandierender General der französischen Armee ließ er einen Preis von 12.000 Goldfranc für ein Verfahren aussetzen, mit dem man Nahrungsmittel haltbar machen konnte. Das brauchte er dringend für seine vielen Soldaten der immer größer werdenden Armee. Denn ein gut Teil seiner Mannen starben nicht auf dem Schlachtfeld, sondern an Unterernährung!

Das Preisgeld erhielt der Pariser Bäcker Nicolas Appert. Ihm gelang es, Lebensmittel haltbar zu machen, indem er sie in Gläser füllte, diese erhitzte und luftdicht verschloss. Somit war das Verfahren der Sterilisation erfunden!

Die Konservendose aus Metall ließ sich schließlich der Brite Peter Durand 1810 patentieren. Seine Erfindung fand natürlich vor allem bei der Armee und der Kriegsmarine Beifall. Der Dosenöffner wurde allerdings erst 50 Jahre später erfunden. Anfangs benutzte man Schneidewerkzeuge, wie – für Soldaten passend – das Bajonett, um die damals noch dickwandigen Metalldosen zu öffnen. Die ersten Dosendeckel wurden noch mit Blei verlötet – das hatte unwissentlich teils schwerwiegende Folgen. So scheiterte die Arktis-Expedition von Franklin Mitte des 19. Jahrhunderts daran, dass die Forscher an einer Bleivergiftung starben. weiter lesen »

Was Wolken verraten….

Jeder kennt das: Die Sonne scheint, blauer Himmel, nur ein paar Kondensstreifen sind zu sehen. Jeder weiss, dass sie von Flugzeugen kommen. Aber wie entstehen sie, und was sagen sie über das Wetter aus? Darüber hat man sich noch nie Gedanken gemacht.

Es ist so: Während des Fluges treten aus den Triebwerken der Maschinen Feuchtigkeit und Verbrennungspartikel aus. Bei feuchter Luft lagert sich Wasser an die Kerne an. Dieses Konstrukt wächst und wird von uns als Kondensstreifen wahrgenommen, so erläutert es der Metereologe. Die Streifen seien nichts anderes als normale Wolken.

Wer sie am Himmel beobachtet, kann Prognosen über das Wetter treffen. Wenn die Streifen sehr lang sind und nicht sofort wieder verschwinden, ist die Luft in Flughöhe besonders feucht. Also ist das ein Anzeichen für einen bevorstehenden Wetterwechsel, so der Experte.

Umgekehrt gilt: Kurze oder keine Kondensstreifen am Himmel deuten darauf hin, dass die Luft sehr trocken ist. Beobachter können davon ausgehen, dass das Wetter erstmal schön bleibt, wird erklärt.

Verzerrte oder ausgebreitete Kondensstreifen deuten auf starken Wind.

Foto: Hans-Peter Dehm / pixelio.de

 

 

Essbare Blüten – im Trend

Nicht nur bei den Sterneköchen, auch überhaupt sind essbare Blüten ein Genuss. Nicht nur die Naturküchenliebhaber schwören darauf, schon immer war das bekannt. Nun hat man diese Leckereien nicht nur zum Dekorieren entdeckt. Einige sind auch sehr gesund. Allerdings ist es besser, wenn man sich vorher schlau macht, ehe man welche pflückt – es könnten auch giftige dabei sein.

Manches essen wir schon längst, ohne zu wissen, dass es eigentlich Blüten sind -Kapern, Artischocken, Safran beispielsweise. Auch Brokkoli und Blumenkohl sind Blütenstände von Gemüsepflanzen. In der mediterranen Küche sind Zucchiniblüten, angebraten in Olivenöl, ein beliebter Augenschmaus.

Relativ neu ist der Trend, mit bunten Blüten Suppen, Salate und Smoothies zu dekorieren und sie roh mitzuverzehren. Eine Fachfrau definiert es so, dass die Menschen Abwechslung in der Ernährung suchen.

Außerdem bringen Blumen die Natur und unverfälschte Inhaltsstoffe auf den Teller. Und sehen noch hübsch aus. Die Naturheilkunde nutzt Blüten schon lange für Heilzwecke. In Holunderblüten etwa kommt das Flavonoid Rutin vor, dass bei Husten hilfreich sein soll. Malvenblüten enthalten den Anthocyan-Farbstoff Malvidin sowie Schleimstoffe, die Halsweh und Reizhusten heilen können. Die Kapuzinerkresse ist reich an antibakteriell wirkenden Inhaltsstoffen. Blühende Kresse wird gern zum Dekorieren von Speisen genommen, sie hat ein dezent scharfes Aroma, wenn man sie isst.

Gerbstoffe, die aus vielen Gemüsesorten herausgezüchtet wurden, sind ein Plus der bunten Blüten. Sie stecken z. B. in Rosen. Biogärtner haben große Auswahl an essbaren Blüten sowie Wildkräutern. Beliebt ist auch der Phlox, seine Blüten haben schöne Farben und zarte Blätter, die wunderbar aromatisch süß schmecken. Die Liste der essbaren Blüten ist lang. Es gibt Gärtnereien, die bis zu 300 verschiedene Essblüten anbieten.

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Pfingsten – Bräuche -Pfingstrosen ….

Zum schönen Pfingstfest ein paar Gedanken. Gerade sehe ich die herrlichen Pfingstrosen, die ich sehr liebe, blühen. Zur Pfingstrose habe ich einiges aufgestöbert, davon später.

Außerdem gibt es ja viele Pfingstbräuche, gerade hier, wo ich lebe, sind einige sehr beliebt. Auch davon gleich.

Erst dachte ich, sollte man an den eigentlichen Ursprung und Sinn des Pfingstfestes denken. Was ja allen bekannt ist, Pfingsten wird am 50.Tag nach Ostern begangen. Es ist ein christliches Fest, das zum Andenken an die Entsendung des Hl. Geistes gefeiert wird und wird als die Gründung der christlichen Kirche verstanden. Nach der Apostelgeschichte soll auf die Jünger Jesu der Hl. Geist herabgekommen sein und sie bekamen die Fähigkeit, in fremden Sprachen zu sprechen und sie zu verstehen, um die Lehre Christi verbreiten zu können. Damit wurde aus christlicher Sicht die „Babylonische Sprachverwirrung“ beendet.

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