Heute ist Walpurgisnacht….

Nun kommt der Mai mit seinen vielfältigen alten Bräuchen. Da werden, besonders in Bayern, hohe geschmückte Maibäume in der Dorfmitte aufgestellt. Und ein alter Brauch, der immer noch weit verbreitet ist, besagt, dass man seiner Liebsten einen Maibaum am Haus aufstellt. In vielen Orten im Rheinland ist ein Brauch wieder aufgelebt, dass ein Maikönigspaar gewählt wird und am 1. Mai gekrönt und mit einem Fest geehrt wird.

Aber erst ist am 30.4. Walpurgisnacht. Glaubt man den alten Geschichten, dann treffen sich Hexen in der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai. In dieser Nacht sollen sie sich auf dem Blocksberg im Harz versammeln und ein wildes Fest feiern.

Erstmal – wie kam es zu dem Namen? Da stand zu lesen, dass der Name auf eine Nonne mit diesem Namen zurückgeht, die vor 1000 Jahren in einem englischen Kloster lebte. Ihr zu Ehren heißt auch die Nacht auf den 1. Mai Walpurgisnacht. Vor allem in England wird der Heiligen gedacht, denn an diesem Tag wurde sie, etwa 870, heiliggesprochen. Walpurga ist die Schutzpatronin der Bergleute.

Heute glaubt natürlich keiner mehr an Hexen. Im Harz wird mit verkleideten Hexen ein fröhliches Fest gefeiert, dass viele Besucher anzieht. Aber vor mehreren Hundert Jahren war der Hexenglauben allgegenwärtig. Viele Menschen, meist Frauen, wurden verfolgt und der Hexerei angeklagt. Viele Tausende starben auf den Scheiterhaufen.

Warum das so war, darüber rätseln heute die Forscher. Besonders schlimm war es, wie die Historiker berichten, im Jahre 1628. Damals gab es einen schlechten Sommer, es gab Überschwemmungen und Hungersnöte. Man brauchte wohl einen Sündenbock und verfolgte besonders viele Menschen als Hexen.

Häufig wurden Leute als Hexen bezeichnet und verfolgt, wenn jemand ihnen was Schlechtes wollte, etwa aus Neid. Oft waren die Frauen in der Heilkunde, auch mit Kräutern, bewandert, dass war vielen nicht geheuer. Gut, dass das vorbei und lange her ist!

Foto: Jörn / pixelio.de

 

Was übers Aprilwetter!

Der April macht, was er will. Das ist altbekannt – Erst scheint die Sonne, dann regnet es plötzlich. Es kühlt sich innerhalb von Minuten ab. Schuld daran ist die kalte, feuchte Polarluft, die jetzt über Mitteleuropa zieht. Die Erde ist jetzt schon warm, weil die Sonne in den letzten Wochen viel geschienen hat. Also ist die Luft unten wärmer als oben. Wenn die warme Luft aufsteigt, trifft sie oben auf die kalte. Der Wasserdampf verdunstet und kommt als Schauer, Hagel, Regen oder gar noch mal als Schnee herunter. Wo einfach erklären es die Wetterexperten.

Aber trotzdem nervt das Aprilwetter, für die Bauern kann es sogar wirtschaftlichen Schaden anrichten. Darum wird schon immer das Wetter beobachtet. Obwohl die Menschen früher keine modernen Messinstrumente hatten, konnten sie aus ihren Beobachtungen das Wetter voraussagen. Daher gibt es auch heute noch viele Bauernregeln zur Wetterlage im April: „Abendrot – Gutwetterbot, Morgenrot – Schlechtwetter droht“.  „Aprilflöckchen bringen Maiglöckchen'“, „Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch wehen“, „Hat der April mehr Regen als Sonnenschein, so wird´s im Juni trocken sein“.  Danach haben die Bauern sogar ihre Feldarbeit organisiert.

Heute nutzen die Meteorologen moderne Programme und Wettermessgeräte, um das Wetter zu bestimmen und vorauszusagen. Es gibt Wetterstationen und sogar Wettersatelliten. Das ist schon ein wichtiger Fortschritt: Vor Jahrhunderten konnten die Bauern das Wetter nur kurzfristig bestimmen, heute ist man in der Lage, Wetteränderungen Wochen vorauszusagen.

 

 

Was übers Küssen!

Menschen sind Weltmeister im Küssen, so las ich kürzlich! Außerdem ist Küssen nicht nur die emotionalste Berührungsform, sondern, man stelle sich vor, auch noch gut für die Gesundheit. Also, auf zum Küssen!

Warum  küssen wir uns eigentlich? Woher kommt es? Forscher rätseln noch – Kommt es vom „Sich-
Beschnüffeln“ der Tiere, oder basiert es auf einem Fütterungsritual aus grauer Vorzeit. Da haben die Weibchen die vorgekaute Nahrung aus ihrem Mund an die Babys weitergegeben. Was auch immer, Wissenschaftler bestätigen jedenfalls, dass Küssen Spaß macht und gesund ist!

„Küssen kann man nicht alleine“ so stellte Max Raabe in einem seiner Songs fest. Damit hat er bereits das Grundlegende dieser zärtlichen Geste erfasst! Es gehören immer zwei dazu – Eltern küssen ihre Kinder, Männer küssen ihre Frau, Fußballer küssen ihre Mitspieler. Wir alle bussen aus Liebe und Freude, um Trost zu spenden oder uns versöhnen.

In fast jedem Liebesfilm wird innig geküsst. Doch interessanterweise ist der Kuss weniger häufig, als man denkt: Geküsst wird nur in der Hälfte der Kulturen, hättet Ihr das gewusst? In Europa und in den meisten Ländern Nordamerika ist es völlig normal, auch sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Aber in Japan, Indien und den streng islamischen Staaten ist es anstößig oder sogar absolut undenkbar. Auch das Küssen auf den Mund ist nicht überall üblich- Chinesen atmen lieber mit der Nase an der Wange des Partners tief ein. Bei den Maoris in Neuseeland und den Inuit in der Arktis werden die Nasen aneinander gerieben – um die Geister im Lebensatem auszutauschen. In Mittelamerika und Afrika küsst man sich hingegen kaum oder gar nicht.

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Valetta – Europäische Kulturhauptstadt 2018

Malta, die kosmopolitische Insel im Mittelmeer stellt mit ihrer Hauptstadt Valetta die Europäische Kulturhauptstadt 2018. Seit fast zehn Jahren bereitet man sich hier auf das große Ereignis vor. 2017 arbeiteten bis zu 50 Menschen am Programm.

Da das Wasser zu Malta gehört, heißt auch die Eröffnungsausstellung „Malta. Land des Meeres“. Das Motto der Kulturhauptstadt ist „Festa“ – Feier. Das ist, weil die Malteser gern feiern mit Familie und Freunden, dazu lieben sie Musik, Theater und Fußball. Für eine „Festa“ wird die Hauptstraße, die zum Palast führt, mit Girlanden, Lampen und Fahnen geschmückt.

Malta ist überhaupt zu jeder Zeit sehenswert! Es soll im katholischen Malta 365 Kirchen geben. Am schönsten ist die Johannes-Kathedrale von 1573. Auf dem Castille-Platz wurden zu Feiertagen und auch für Schiffe und prominente Besucher Salutschüsse abgegeben.

Dann darf man nicht vergessen, die Festung zu besuchen. Sie hat eine lange Geschichte: In den vergangenen Jahren herrschten erst die Römer, dann die Araber und schließlich der Malteserorden. Viele Straßennamen und Begriffe stammen aus dem Arabischen.

Hier gibt es auch das neue nationale Museum für „Fine Arts“, genannt „Muza“ – Inspiration. Die Sammlung enthält italienische und maltesische Kunst. Es hat sich hier eine eigene Kunstszene entwickelt, junge Menschen, die mutige Ideen verfolgen.

Im Kiosk Camiliieri kann man die typisch maltesischen Pasticci kaufen oder auch die süßen Cannoli. Im ältesten Café Valettas „Eddies“ gibt es beispielsweise mit Datteln gefülltes Gebäck. Dort erfährt man, dass im vergangenen Jahr sogar Angela Merkel hier gewesen wäre und hat gefüllten maltesischen Hasen gegessen.

Noch was zur Geschichte: Seit dem Pariser Vertrag von 1814 gehörte Malta zum Britischen Reich. Erst 1964 wurde es selbstständig. Aber man konnte bis 1979 noch viele Briten treffen, vor allem Soldaten, bis der Militärstützpunkt aufgelöst wurde. Aber interessanterweise blieb Englisch die offizielle Landessprache.

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Nun ist wieder „oben ohne “ gefragt!

Hurra, die warme Jahreszeit ist endlich da, zumindest vorübergehend. Schon beim ersten Sonnenstrahl sieht man wieder strahlende Cabriobesitzer „oben ohne“ fahren. Cabriofahren kann sogar eine Lebenseinstellung sein – man hat so ein Gefühl der Freiheit, das nicht zu toppen ist.

Da macht es auch nichts aus, dass so ein Fahrzeug intensiver gepflegt werden muss als ein normales Auto. Außerdem muss man sich damit befassen, dass bei Cabrios auch im Hinblick auf Versicherungsschutz einige Besonderheiten zu beachten sind.

Das Problem, wenn man das Cabrio parkt. Muss man dann für nur eine kurze Abwesenheit das Verdeck schließen? Da erklärt ein Versicherungsexperte: Man darf sein Cabrio bei kurzen Abwesenheiten mit offenem Verdeck und abgesenkten Scheiben stehen lassen. Aber der Wagen müsse vollständig verschlossen sein, also auch Handschuhfach und Kofferraum. Sonst gebe es keinen Versicherungsschutz durch die Kasko-Versicherung. Auch lose Gegenstände auf keinen Fall im Auto liegen lassen! Dennoch, so der Experte sollten Cabrio-Fahrer immer, also auch bei kurzer Abwesenheit das Verdeck schließen. Die Gefahr von Diebstahl und Vandalismus ist einfach größer, wenn das Auto offen ist.

Was manche nicht wissen, neue Modelle sind wesentlich sicherer als alte. Bei neuen Fahrzeuge wurde die A-Säule verstärkt und ein Überrollbügel eingebaut,sie haben auch moderne Gutstraffer und optimal eingestellte Kopfstützen, so erklärt der Fachmann. Was auch noch wichtig ist: Wenn das Cabrio ein Stoffverdeck hat, sollte man auf jeden Fall eine Vollkasko-Versicherung abschließen. Eben wegen dem Vandalismus, oder wenn das Verdeck aufgeschlitzt wird, um etwas daraus zu stehlen.

Im großen und ganzen ist den Versicherungsfachleuten aufgefallen, dass sich Schäden an Cabrios in Grenzen halten. Da merkt man schon, dass diese von Liebhabern gefahren werden und gut behandelt werden. Cabrio-Fahrer rasen auch meist nicht, sondern genießen die Fahrt!

Foto: Stefan Bayer / pixelio.de

 

Flugreisen – kostenlos speisen an Bord?

Den Luxus der tollen Verpflegung mit Menue, Snack usw. gibt es leider nicht mehr so oft. Seit Fliegen ein Massengeschäft geworden ist, ist es vorbei damit. Da ist es interessant zu wissen, was die Airlines noch so bieten, natürlich in der Economy, was wohl für die meisten in Frage kommt.

Da kommt eine Aufstellung gerade recht, die zu lesen war:

Lufthansa – Auf nahezu allen Routen gibt es kostenlose Getränke und Speisen. Auf Kurz- oder Mittelstrecken kleine Snacks oder warme Mahlzeiten. Auf der Langstrecke wird es luxuirös: Ein Drei-Gänge-Menue, später ein zweites Essen. Und für Kinder gibt es eigenes Essen.

Condor – Hier ist die Bordverpflegung innerhalb Europas und Nordafrika nicht enthalten, Getränke und Snacks sind zu kaufen. Ein Menue kann kostenpflichtig vorbestellt werden. Auf der Langstrecke gibt es auch hier zwei kostenlose Mahlzeiten und gratis Softdrinks.

Eurowings – hier geht es nach Tarif, Best, Smart, Basic. Je niedriger, desto weniger ist inbegriffen, im Basic-Tarif gibt es gar nichts.

Easyjet – Auch hier ist keine Verpflegung vorgesehen, Passagiere können Getränke und Snacks kaufen. Ab 30 Tage vor Abflug lassen sich auch hier Mahlzeiten zu günstigen Preisen vorbestellen.

Ryanair – Die Passagiere können Speisen und Getränke kaufen. Beispielsweise kosten ein Croissant mit Kaffee fünf Euro, ein Panini mit Getränk und Chips zehn Euro.

Tuifly – Da geht es auch nach Tarifen: Im Perfect-Tarif sind ein kleiner Snack und ein Softdrink enthalten, in anderen Tarifen können die Passagiere Snacks und Getränke kaufen. Auch hier kann man Speisen vorbestellen, bis 48 Stunden vor Abflug.

Na denn, guten Flug!

Foto: Ingo Büsing / pixelio.de

Die Geschichte von „Karlchen Glücksklee“

Was viele nicht wissen, ist dass die Geschichte der Firma „Glücksklee“ nicht nur mit der altbekannten Dosenmilch zu tun hat – Der Modeschöpfer Karl Lagerfeld stammt aus dieser Dynastie in Hamburg. Er wurde in seiner Kindheit „Karlchen Glücksklee“ gerufen. Das passt heute natürlich gar nicht mehr zu dem weltbekannten exzentrischen Modeschöpfer.

Im Jahre 1919 gründete sein Vater Otto Lagerfeld die Firma Lagerfeld & Co., die die US-Dosenmilch importierte, die bei einem langen Amerika-Aufenthalt als Angestellter bei einem führenden Dosenmilch-Hersteller kennen gelernt hatte. Weil es sich besser hier verkaufte, erfand Otto Lagerfeld 1923 einen deutschen Markennamen, der ein positives Image haben sollte: Glücksklee.

Zwei Jahre später erfolgte die Gründung eines eigenen Unternehmens für Kondensmilch in Deutschland. Nach Hamburg gab es ein zweites Werk in Neustadt/Holstein. Schutzzölle, die Lagerfeld für die Importe zahlen musste, gaben den Ausschlag, dass er fortan – in Lizenz – produzierte. Zusätzliche Standorte folgten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion dadurch beeinträchtigt, dass es kein Blech und keinen Lötzinn gab, um die 130.000  Liter Milch in die Dosen zu verpacken.

Nach dem Krieg gab es auch für dieses Unternehmen einen Wiederaufstieg, und es blieb führender deutscher Hersteller von Dosenmilch. In Spitzenzeiten wurden 570.000 Liter Milch verarbeitet.

1985 wurde der amerikanische Glücksklee-Lizenzgeber von der Fa. Nestlé übernommen, diese veräußerte seine gesamte Kondensmilchsparte 2003 an die Hochwald-Nahrungsmittelwerke. Seit 2008 ist diese Firma alleiniger Hersteller von Dosenmilch in Deutschland.

Übrigens hatten Glücksklee-Kondensmilchdosen genau wie die weltbekannten grünen Bierflaschen von Beck´s einen prominenten Auftritt in dem Kultfilm „Das Boot“. Dort mixte ein Wachoffizier aus Zitronensaft und Glücksklee-Milch einen „U-Boot-Spezialcocktail.

Foto: Kurt F.Domnik /pixelio.de

 

 

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