Madame, Maestro, Monsignore…….

Interessantes und durchaus Wissenswertes (für alle Fälle, man weiß ja nie!) war zu lesen:

Akademische Grade und wissenschaftliche Titel bei der Anrede sind manchem Träger sehr wichtig. Eigentlich ist im Ausweis als Bestandteil allein der Doktortitel eingetragen, aber es gibt noch die unterschiedlichsten Anreden.

Wissenschaftler, die einen Ehrendoktor h.c. haben, dürfen diesen als Titel führen So dass man sie mit „Herr Doktor“ ansprechen sollte. Dann liegt es beim Gegenüber, ob er doch nur mit Namen angesprochen werden möchte.

Dann die kirchlichen Ehrentitel – sie haben oft eine lange Überlieferung. Die Zeiten, wo Bischöfe mit „Exzellenz“ und Kardinale mit „Eminenz“ angesprochen werden, sind eigentlich vorbei. Anders ist es bei den Ehrentiteln „Prälat“ und „Monsignore“. Der Titel wird zu alleinigen Anrede. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auch „Herr Pfarrer“ oder Herr „Domprobst“ sagen. Das hängt von der Situation ab.

Bei großen Künstlern – besonders Musikern – ist ein „Maestro“ angebracht. Ich habe das selbst schon bei einem berühmten Dirigenten – Lorin Maazel – nach einem Konzert praktiziert. Er nahm das als selbstverständlich hin, war aber angetan.

Dann die Flut der Adelstitel: Da ist es ratsam, sich zwei Grundregeln zu merken – der Adelstitel ist Teil des Namens und „Herr“ oder „Frau“ fallen dann weg. Also „Graf…“ oder „Freifrau von….“. Es ist kein Stilbruch, wenn man frägt, wie man das Gegenüber ansprechen soll. Es gibt nämlich auch Adlige, die diesen Dünkel nicht haben und einfach mit ihrem Familiennamen angesprochen werden wollen.

Das beste Beispiel für Schlichtheit ist ausgerechnet bei den britischen Royals festzustellen, jedenfalls bei der Queen. Da ist es üblich, diese einfach mit „Madame“, anzureden, was dann sehr langgezogen als „Maam“ ausgeprochen wird. Leider werden wir normalen Sterblichen der Queen nie persönlich begegnen!

Foto: Petra Bork / pixelio.de

Erdbeeren – wer könnte den süßen Früchtchen widerstehen?

Nun ist sie da –  die Erdbeerzeit. Sie sind der Inbegriff des Sommers und einfach unwiderstehlich. Es sind einfach „die Königinnen der Beerenfrüchte“, wie eine Zeitschrift schrieb. Vor allem haben sie sogar sieben hervorragende Eigenschaften: Sie sind rot, saftig, lecker, gesund, duftig, verführerisch und sinnlich!

Da war Interessantes über die süßen Früchtchen zu lesen: Botanisch gesehen ist die großfruchtige Gartenerdbeere, wie wir sie heute kennen und die erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland gezüchtet wurde, gar keine Beere. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse. Ihre eigentlichen Früchte sind die kleinen gelben Körner, die Nüsschen, an der Oberfläche der Beere.

Bis heute geht die Zahl der Erdbeersorten in die Tausende, und täglich kommen neue Züchtungen hinzu. Dadurch wird ermöglicht, diese Früchte weltweit unter unterschiedlichsten Klimabedingungen sowie in verschiedenen Höhenlagen anzubauen und transportfähig zu machen..

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verzehrt jeder Deutsche im Jahr mittlerweile 1,5 kg. Erdbeeren. Dabei kommt fast die Hälfte der insgesamt 187.000 Tonnen aus heimischer Erzeugung. Wie beliebt die Erdbeere ist, zeigt sich auch im Anstieg der Anbauflächen bei uns. Im Jahre 2003 waren es noch 10.000 Hektar, im nächsten Jahr bereits 13.400, Tendenz seitdem steigend.

Kein Wunder, denn was gibt es Besseres als frische Erdbeeren. Sie schmecken nicht nur gut, sondern auch ihr besonderes Aroma ist was Einzigartiges. Das Aroma der Gartenerdbeere setzt sich aus einem Dutzend verschiedener Geruchsstoffe zusammen, so erklären es die Landwirtschaftsexperten.

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Hausfrau wie in den 50ern….

Da war doch heute zu lesen, dass es im Internet eine Frauenbewegung gibt, die sog. Tradwives. Gegründet von einer englischen Bloggerin, Alena Kate Pettit. Sie feiern die klassische Hausfrauenrolle. Und was soll ich sagen – Mit ihrer Bewegung lösen sie ein großes Interesse aus, auch in Deutschland.

Nach Wienern und Kochen usw. sieht man Alena Prewitt bei Instagram im geblümten 50er-Jahre Kleid fragen:“Was hast Du schon im Haus geschafft heute?“ Vor allem in den USA und in Großbritannien ist es kein neues Phänomen, dass Frauen sich den Lebensstil aneignen, zu dem unsere Urgroßmütter einst gezwungen waren. So etwa – der Mann gibt den Versorger, die Frau behütet Haus und Kinder. Mit einem Hashtag, #Tradwives, mit Kitschbildern von Petticoat-Kleidern, selbst gebackenem Brot usw. sind diese neuerdings auch zu einer Selbstdarstellungs-Spielfläche (wie zu lesen war) bei Facebook und Instagram geworden.

Alena Petitt geht sogar so weit, dass sie schreibt, der Ehemann hat an erster Stelle zu stehen und er muss wissen, dass es so ist. Es gelte zuallererst, ihn zu verwöhnen und zu umsorgen. Wissenschaftliche Studien gibt es dazu allerdings noch nicht, Gottlob. Geld verdienen mit dem Hausfrauen-Habitus, das ist so widersprüchlich wie geschickt. Alena Prewitt macht das vor: Sie schreibt gerade an ihrem dritten Buch. Inzwischen hetzt sie zwischen Fotosessions, Interview-Terminen und Schreib-Aktivitäten her. Wie sie noch dazu kommt, das propagierte Hausfrauenbild mit Putzen, Haushüten usw. zu leben, bleibt ein Rätsel.

Eine Soziologin vergleicht die Vernetzungs-Aktivitäten der Tradwives mit den Tupper-Parties der 60er Jahre. Ich habe das noch mitgemacht, allerdings habe ich immer gearbeitet. Ich erinnere mich aber, das bei uns bis 1970 die Ehefrau nicht ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten durfte! Das ist wieder ein anderer Trend, der auf Instagram propagiert wird, die Tradwives leben angeblich ganz freiwillig in diesen Mustern. Es sei die natürliche Ordnung, so die These.

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Wonnemonat – Wonniges Gemüse…..

Der Mai ist nicht nur der Liebes- und Wonnemonat. Darüber hinaus ist er der unangefochtene Hedonist unter den Monaten, denn er bietet explosive Natur in saftigem Grün.

Auch kulinarisch hat er einiges zu bieten – und bereichert unseren Speiseplan mit jungem Gemüse. Zwei Sorten tragen sogar seinen Namen: Mairübchen und Maiwirsing. Beide zählen zur Kohl-Familie.

Der Maiwirsing ist zum Unterschied zum bekannteren Winterwirsing lockerblättrig und hat keinen festen, geschlossenen Kopf. Seine Blätter sind milder und feiner und können auf die unterschiedlichsten Arten gegessen werden. So etwa sautiert mit etwas Butter und Schalotte, untereinander, wie der Rheinländer es gerne mag, mit Kartoffeln und frischer Bratwurst, zu Pastagerichten, indischenCurrys oder auch im Wok.
Leider ist er etwas in Vergessenheit geraten, da er durch seinen unregelmäßigen Wuchs nicht in die genormten Kisten der Supermärkte passt. Der Maiwirsing war sogar lange fast ausgestorben, sodass er sogar in die Liste der bedrohten Arten von Slow Food aufgenommen wurde. Inzwischen wird er wieder angebaut und ist beispielsweise auf Wochenmärkten zu haben.

Auch die Mairübchen waren fast verschwunden. Dabei zählten sie früher zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Aber als die Kartoffel nach Europa kam, wurde sie vergessen. Auch diese gibt es auf Wochenmärkten, evtl. auch in Geschäften. Beim Kauf sollte unbedingt das Blattgrün noch dran sein, das sollte dunkelgrün und saftig sein. Die Mairübchen sind nicht nur lecker, sondern auch sie kann man auf vielerlei Arten zubereiten, roh als Salat oder sanft gedünstet. Sie schmecken nicht nur als Einlage in der Gemüsesuppe wie auch in Butter gedünstet auf ihrem eigenen Grün mit Frühlingszwiebeln. Das sind nur einige der vielen Rezepte, die es für beide Gemüse gibt.

Da es für diese Gemüse nur ein kleines Zeitfenster gibt, eben den Mai, lohnt sich bestimmt ein Besuch auf dem Wochenmarkt.

Foto: w.r.wagner / pixelio.de

Wunderbare Rhododendronblüten – Frühlingspracht pur

Lieben Sie auch die wunderbare Blütezeit der Rhododendren (Plural von Rhododendron- habe ich nachgelesen!) so sehr? Ich warte schon immer im Frühling, bis es endlich soweit ist. Es ist jedesmal eine wunderbare Zeit. Für mich fast so wie die Sommer-Rosenzeit. Es ist besonders in diesem Jahr etwas fürs Gemüt. Die große Zahl von blühenden Sträuchern zeugt von der Beliebtheit dieser herrlichen Staude. Es geht also auch vielen anderen so! Da hatte ich große Lust, darüber meine Gedanken nieder zu schreiben. Rhododendren sind dabei, in herrlichen lila, orange und pink Farben zu erstrahlen. Besonders schön sind die purpur und weiß geflammten Sorten.

Ich habe mich deshalb auch etwas mit der Pflanze an sich befasst. Falls es Sie auch interessiert, hier meine Ausbeute: Der Rhododendron ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericceae). Hätten Sie das gewusst, ich  nicht. Der Name Rhododendron (griechisch für „Rosenbaum“) wurde bis ins 17.Jahrhundert für Oleander verwendet. Es gibt 1000 Arten, eine Vielzahl von Sondergattungen und eine fast unübersehbare Zahl von Sorten. Zu finden ist diese Pflanze von der Meeresküste bis ins Hochgebirge (in Tibet bis 5000 m). Ich sah im vor einigen Jahren um diese Zeit in Schotttland eine Menge davon. Nur in Südamerika und Afrika fehlen sie, in Nordaustralien gibt es welche. Die Blütezeit reicht von Januar bis August, die meisten blühen im April und Mai.

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Vor 50 Jahren – die erste Stewardess der Welt…

Wer so gerne und viel geflogen ist wie ich, den interessierte natürlich, was in den Printmedien zu lesen war! Am 15. Mai 1930 trat die erste Stewardess der Welt , Ellen Church, ihren Dienst an! Und zwar, wie zu lesen war, in einer Boeing 80A der amerikanischen Fluggesellschaft Boeing Air Transport. Damals war es eigentlich noch recht mühsam. Für den Flug von Oakland (Kalifornien) nach Chicago (Illionois) benötigte man 20! Stunden mit 13 Stopps. 14 Passagiere gab es, es war eine ruckelige Angelegenheit, unter 3000 m Flughöhe, keine Heizung, kein Luftdruckausgleich.

Sie ist die erste Stewardess auf einem Passierflug. Vorher hat man ausschließlich „Sky Boys“ gekannt. Den Frauen traute man den damals harten Job nicht zu, sie seien zu schwach. Ellen Church kam aus dem ländlichen Iowa. Aber statt wie vorbestimmt, den Betrieb ihrer Eltern zu übernehmen und einen Bauern zu heiraten, wollte sie ein anderes Leben haben. Sie lässt sich zur Krankenschwester ausbilden. Aber trotz des anstengenden Berufes träumt sie vom Fliegen und nimmt Flugunterricht. Sie erlangte die Privatpiloten-Lizenz. Aber damals akzeptierte man noch keine Frau im Cockpit. Als die BAT, die Verläuferin der United Airlines, „Sky Boys“ suchte, hat sie den Boss überzeugt mit den Argumenten, als Krankenschwester könnte sie sich sowohl physisch als auch psychisch um die Passagiere kümmern. Damals hat man dann später sieben Frauen rekrutiert, sie mussten ausgebildete Krankenschwester sein, nicht älter als 25 Jahre, nicht schwerer als 52 kg und unverheiratet.

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Alte Bauernregeln – nun sind die Eisheiligen da….

539556_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deDie guten alten Bauernregel bestimmten über Jahrhunderte lang den Alltag der Bauern. Anders als heute hatten sie weder Wetterkarten und Apps, wie heute üblich. Bauernregeln spiegeln meteorologische Wahrscheinlichkeiten wider, sagen die modernen Meteorologen. Sie sind aus Erfahrungsberichten  entstanden, die heute noch zum Teil gelten.

Die Bauernregeln sollen schon in der Antike entstanden sein. Grundlage waren immer wiederkehrende Naturphänomene. Diese Regeln haben unsere Vorfahren dann in Reimform weitergegeben. Das war, weil man sich das besser merken konnte, denn lesen und schreiben konnten die Landwirte in alter Zeit nicht.

Die wohl bekanntesten Bauernregeln nehmen Gedenktage von Heiligen zum Ausgangspunkt. Bekannt sind „Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia vom 11. bis 15. Mai, die Eisheiligen. Die „kalte Sophie“ spielt auf die Nachtfröste an, die zu dieser Zeit noch kommen können. „Die kalte Sophie macht alles hie“,, sagt man beispielsweise.

Durch die Verbesserungen der Wettervoraussagen im 20. und 21. Jahrhundert brachten mit sich, dass die Bauernregel ihre wahre Bedeutung eingebüßt haben. Auch die Einführung des gregorianischen Kalenders, Ende des 16.Jahrhunderts, trug dazu bei. Es verschoben sich dadurch die Gedenktage und damit die Fixpunkte für viele Bauernregel. Auch der Klimawandel hat Auswirkungen, beispielsweise ist die Jahresdurchschnitts-Temperatur um 1,4 Grad gestiegen, so der Fachmann.mehr Dinge dazu, wie die Wetterfrösche erklären. Die Vegetationsperiode sei länger als noch vor 50 Jahren. weiter lesen »

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