Ein Geburtstag – Die Waldorfschule wird 100 Jahre alt

Vor hundert Jahren gründete Rudolf  Steiner zusammen mit Emil Molt die erste Waldorfschule in Stuttgart. Da Emil Molt eine Zigarettenfabrik besaß, war die Schule erst nur für die Kinder der Arbeiter gedacht. Aber eigentlich war es auf der neuen Schule egal, woher die Kinder kamen. Die Hauptsache war: Sie lernten zusammen.

Die Idee war und ist, dass hier nicht das Prinzip der Auslese herrscht, also gute Schule werden versetzt und schlechter bleiben sitzen. Aber hier bleibt niemand sitzen! Hier wird jeder Schüler und jede Schülerin gefördert, bis das Fach sitzt. Denn es geht hier nicht darum, was die Gesellschaft will, sondern was gut für das Kind ist. Je besser hier das Kind ist, kann es auf der Waldorfschule bis zum Abitur jeden Abschluss schaffen.

Auf Waldorfschulen werden nicht nur die üblichen Fächer unterrichtet, sondern, was die Schule auch besonders ausmacht, es wird großer Wert auf Kunst und Handwerken gelegt. Da gibt es dann auch Gartenbau, Schreinern oder Steinmetzen. Es gibt große Gärten für Gemüse und Zierpflanzen. Auch werden Insektenhotels angefertigt.

Ein außergewöhnliches Schulfach gibt es noch: Eurythmie. Das ist eine Bewegungskunst, die Musik mit Sprache und Bewegung verbindet. Buchstaben werden mit Bewegung verbunden. So können die Kinder, das ist aber freiwillig, oft ihren Namen tanzen.

Dann ist außerdem etwas anders – Lernen in Epochen. Drei bis vier Wochen beschäftigt sich beispielsweise eine Klasse jeden Morgen intensiv mit einem Thema, etwa Mathe. Diese Stunden in wenigen Wochen entsprechen den Stunden, die sonst über ein ganzes Jahr verteilt sind.

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

 

Die lebenswertesten Städte der Welt

Wie jedes Jahr wurde auch diesmal wieder ein Ranking erstellt, welche Städte die meiste Lebensqualität bieten.

Dafür wurden 140 Städte ausgewählt und nach bestimmten Kriterien begutachtet. Das waren Lebensqualität, Kriminalitätsrate, Gesundheitsversorgung, Kulturangebote, Umweltsituation, Schulsystem und Infrastruktur. Erstmals wurden in diesem Jahr auch die Folgen des Klimawandels berücksichtigt.

Das Ranking für die ersten 10 Städte: 1. Platz – Wien mit 99,1 von 100 Punkten. 2. Melbourne, 3. Sydney, 4. Osaka, 5. Calgary, 6.Vancouver, 7. Toronto, 8. Tokio, 9. Kopenhagen, 10. Aidelaide.

Deutschlands lebenswerteste Stadt ist München. Auf den letzten Platz im Ranking kam Damaskus.

Foto: Cornerstone / pixelio.de

 

 

Fast ein Weltkulturerbe – 70 Jahre Currywurst

Sie ist trotz ihres Namens eine rein deutsche Erfindung. Vor 70 Jahren, genau am 4. September 1949 soll die Ostpreußin Herta Heuwer in Berlin das erste Mal die bekannte Soße aus Tomatenmark, Currypulver, Worcestersoße und anderen Gewürzen (die natürlich geheim bleiben) zusammengerührt und über eine klein geschnittene Brühwurst gegossen haben. Angeblich hat sie das aus Langeweile erfunden.

Zehn Jahre später ließ sie sich die Currywurst-Soße patentieren. Sie verteidigte ihr Patent bis zu ihrem Tode im Jahre 1999. Denn die Legende hat Konkurrenz! Da wird die Hamburgerin Lena Brückner aufgeführt. Neuerdings wird sogar behauptet, dass es eine Erfindung aus Niedersachsen ist. Sogar vom Fürsten zu Schaumburg-Lippe. In seiner Schloßküche soll dort nach dem Krieg ein Küchenmeister für britische Offfiziere so eine Soße zubereitet haben, sogar schon 1946. Auch im Ruhrgebiet glauben Leute, die die Currywurst erfunden haben wollen.

Aber die echten Berliner lassen natürlich nichts auf ihre Monopolstellung kommen. Da gibt es sogar Kultimbisse, wie „Curry 36“, die sehr beliebt sind. Da kommen Menschen aller Klientel, sogar Busse mit Touristen hin.

Auch in Zeiten, wo Bio, Öko, vegane Wurst in Mode sind, wird der Currywurst gehuldigt. Nach Schätzungen sollen die Deutschen jedes Jahr 800 Millionen! Currywürste verputzen. 80€ mögen lieber Brötchen statt Pommes dazu. Regelmäßig wird die Currywurst zum beliebtesten Kantinenessen gekürt. In Neuwied in Rheinland-Pfalz gibt es sogar ein eigenes Festival (War ich selbst schon mal). Auch im Kölner Tatort kehren die Kommissare immer wieder an die „Wurstbraterei“ am Rhein zurück.

Fotos: Currywurst: Tim Reckmann, Imbiss: M.E. / pixelio.de.

 

Herbst – Kirmeszeit

Besonders jetzt im Spätsommer und dann im Herbst ist die Zeit der Volksfest und Kirmesveranstaltungen. Viele dieser Feste haben Kult, wie die Granger Kirmes, natürlich das Oktoberfest, oder im Rheinland Pützchens Markt, um nur einige zu  nennen, die mir gerade einfallen.

Darüber hinaus hat fast jeder Ort, ob groß oder klein, seine Herbstkirmes oder sein Volksfest. In den verschiedenen Regionen gibt es auch eigene Begriffe im jeweiligen Dialekt dazu, wie beispielsweise Kerwe.

Da habe zu diesem Thema einige interessante Fakten gelesen: Was viele nicht wissen, das Lullusfest in Bad Hersfeld gilt als das älteste Volksfest Deutschlands. Erstmals wurde im Jahre 852 zu Ehren des Mainzer Erzbischofs ein Kirchenfest gefeiert. Das gibt es noch heute.

Das Münchner Oktoberfest ist natürlich das bekannteste. Es wird inzwischen auf der ganzen Welt imitiert – so in Kanada (habe ich selbst mitgemacht), Brasilien oder Namibia. Meines Wissens leben in diesen Ländern viele Deutsche oder Nachkommen von Auswanderern. Und Namibia war ja mal deutsche Kolonie. Eine der beeindruckensten Kopien findet man im chinesischen Quingdao, dort wird schon im August gefeiert. Der Unterschied ist, dass hier vier statt der sechs Millionen Gäste wie in München kommen. Das ist doch aber schon eine ganze Menge!

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Sylt – auch im Spätsommer eine Reise wert…

Es ist ja nicht so, dass nur die Reichen und Schönen in Sylt Urlaub machen können. Auch für Otto Normalverbraucher ist Sylt eine Reise wert. Beispielsweise ist die Zeit für ein Spätsommer-Wochenende oder auch länger wunderschön.

Das Meer ist noch angenehm warm, die Sonnenuntergänge sind atemberaubend, dazu Natur und viel Genuss. Überhaupt ist der Himmel über Sylt unvergleichlich, die Luft ist belebend wie Champagner.

Wer über den Hindenburgdamm nach Sylt kommt, erreicht zuerst Morsum. Hier ist Sylt noch bemerkenswert ursprünglich. Hier gibt es die sündhaft sahniger Friesentorte. Man kann hier durch die Heidelandschaft zum Morsum-Kliff wandern. Dazu gibt es Salzwiesen und das Blau des Wattenmeers. Ansonsten ist hier wohltuende Stille, selbst in der Saison.

Über das malerische Keitum, wo es reetgedeckte Kapitänshäuser gibt. Hier war der Walfang noch vor langer Zeit die Haupterwerbsquelle der Insel. Wenn man an die Westküste kommt, sieht man das pulsierende Leben, besonders in Westerland. Da ist es immer laut und voll von bis spät und das ganze Jahr über.

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Pflaumenzeit – da lacht das Herz………

Nun ist sie da -die Pflaumenzeit – und mit ihr die vielen guten Sachen, die man aus Pflaumen machen kann. Essen natürlich auch, einfach vom Baum weg.

Da bis in den Oktober hinein die Pflaumenernte in Deutschland läuft und sowieso Pflaumen das ganze Jahr zu bekommen sind, kann ich noch etwas über diese alte und allseits sehr beliebte Frucht schreiben.

Pflaumen gehören zur Familie des Steinobstes. Sie werden in allen Erdteilen angebaut, wobei China mit Abstand der größte Produzent ist, dann kommt Deutschland, Serbien, Rumänien, Chile und Frankreich. Im Sommer werden auch neben der deutschen Ernte Pflaumen aus Spanien, Italien und Ungarn importiert, im Winter kommen japanische Pflaumen aus Südafrika, Chile und Argentinien.
Die Reifezeiten liegen aufgrund der verschiedenen Sorten und Standorte relativ weit auseinander. Die Hauptanbaugebiete in Deutschland sind Baden-Württemberg (41 Prozent), Rheinland-Pfalz (23 Prozent), Bayern (12 Prozent). In NRW gibt es etwa 50 Anbaugebiete mit rund 160 Hektar, ein großer Teil kommt aus Ostwestfalen-Lippe. Nun aber ins Detail, wie schon angekündigt, Pflaume ist schon Pflaume, es gibt aber eine ganze Anzahl verschiedener Sorten. Die Deutschen essen pro Jahr und pro Kopf etwa ein Kilo Pflaumen, so sagt die Statistik (die es für alles gibt).

Hier die gebräuchlichsten Sorten, die ich fand:
Die wirklich Pflaume genannte Frucht hat die typisch blau-violette Färbung, es gibt auch rote und gelbe. Das Fruchtfleisch ist gelb, weich, sehr süß und saftig. Sie werden in erster Linie als Frischobst verzehrt. Ein wichtiges Produkt sind auch die Trockenpflaumen, meist als Kurpflaumen, in Mischobst oder in Armagnac eingelegt. Das habe ich selbst schon ausprobiert, sehr lecker!

Die Zwetschge, auch Zwetsche oder Quetsche genannt, ist im Gegensatz zu der Pflaume länglich-oval, etwas platt mit spitzem Ende. Vor allem die späten Zwetschgensorten sind mit ihrem festen, süßen Fruchtfleisch die Favoriten fürs Kochen und Backen. Außer Knödeln, Mus, Kompott, Kuchen kann man Nektar, Wein, Branntwein, Geist und Likör herstellen.
Übrigens geht der Name „Zwetschge“ auf das romanische Wort „damascena“ zurück; „Frucht aus Damaskus“, wie ich las. Das Obst gelangte vermutlich bereits um 100 vor Christus nach Europa.

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Uluru – Heiligtum der Aborigines in Australien

Meine schönste Reise führte mich vor Jahren nach Australien. Natürlich durfte ein Besuch des Uluru – damals noch auch Ayers Rock genannt – fehlen.

Was mich damals schon sehr gestört hat, ist die Vermarktung dieses einzigartigen Felsen. Das erfolgte auch beileibe nicht mit der Einwilligung der Ureinwohner, der Aborigines. Es ist nämlich eines ihrer größten Heiligtümer. Am schlimmsten fand ich, dass man sogar für Touristen die Besteigung erlaubte, wobei auch viele Unfälle passierten. Nun habe ich gelesen, dass die Aborigines einen späten Sieg nach jahrzehntelangem Kampf errungen haben – ab Ende Oktober dürfen Touristen nicht mehr den Uluru betreten. Damit erhält er seine Würde zurück.

Da ist es mir ein Bedürfnis, etwas mehr über dieses wunderbare Reiseziel zu erzählen. Der Uluru ist drei km lang, bis zu zwei km breit und hat einen Umfang von neun km. Er ist 348 m hoch. In einer vierstündigen Wanderung kann man ihn umrunden. Das gehört zu meinen schönsten Eindrücken. Flora und Fauna und auch einige Höhlenzeichnungen zu den alten Begebenheiten haben unvergessliche Eindrücke hinterlassen.

Für die Ureinwohner ist er verbunden mit der „Traumzeit“, eine ganz eigene Vorstellungswelt. In den Erzählungen gibt es viele besondere Menschen. Die Sage berichtet, dass es in grauer Vorzeit zu Kämpfen kam, auch mit Feuer und Erdbeben. Aus der Asche erhob sich dann der Uluru und damit wurde der Geist der Mala und Kunia zu Stein.

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