Kategorie ‘Reisen’

München – auch im Herbst eine Reise wert

Viele meinen, das Oktoberfest sei der absolute Höhepunkt des Jahres in München. Aber das ist mitnichten so, jetzt gibt es beispielsweise den Kulturherbst in München. Denn die bayerische Landeshauptstadt ist reich an Geschichte, Kultur und Natur. Das meiste kann man sogar zu Fuß kennenlernen. Am besten, man sucht sich ein Hotel, macht einen Wunschplan und sieht, was kommt.

Es ist ganz einfach mit der Bus-Museenlinie 100. Sie verbindet vom Ostbahnhof bis zum Hauptbahnhof Nord 21 Münchner Museen. Man kann immer wieder unterbrechen, wenn was Interessantes kommt und fährt dann einfach weiter.

Da ist zum Beispiel das Lenbachhaus: Die Villa von Franz von Lenbach wurde 1887 erbaut und von Norman Foster 2009 eindrucksvoll mit einem Neubau verbunden. Im Foyer gibt es eine Skluptur von Olafur Eliasson zu sehen, ein Wirbel aus farbigem Glas. Das Haus hat eine herrliche Sammlung der Maler des legendären Blauen Reiters. Vom 31. Oktober ist speziell Gabriele Münter eine Sammlung gewidmet.

An der Busroute liegt auch die Neue Pinakothek, für Liebhaber zeitgenössischer Kunst sehr sehenswert. Es wird alles gezeigt von Goya bis Van Gogh. Im Restaurant im Souterrain gibt es übrigens einen köstlichen Mittagstisch und abends Fische aus Wildfang.

Bevor die Glyptothek in eine längere Restaurierungsphase geht, sollte man sich unbedingt noch mal die Büsten und Statuen der Antike anschauen. Das Haus sieht von außen griechisch aus und ähnelt drinnen der Architektur römischer Thermen.

Dann ist da noch, unter vielen anderen, das Antiquarium, in das man durch das Residenz-Museum gelangt. Es ist einer der prächtigsten Renaissancesäle nördlich der Alpen aus dem 16. Jahrhundert. Büsten und Skulpturen, Stadt- und Schlossansichten – es gibt viel zu sehen. Auch eine Schatzkammer ist sehr sehenswert.

Das ist nur eine kleine Auswahl, übrigens alles auch im Internet nachzusehen. Wer Lust hat, kann dazwischen mal über den Viktualienmarkt schlendern. Dieser startete 1807 als Kräutlmarkt und ist ein absolutes Muss.

Foto: Florian Schneider / pixelio.de

 

Tolle Kulisse – Die Deutsche Fachwerkstraße

Urlaub ist für viele noch immer in Deutschland am schönsten. Berge, Küsten, Seen und eben auch schöne Städte – die Vielfalt, die unsere Heimat bietet, macht individuelle Urlaube möglich. Was Spaß und Erholung für die ganze Familie bringt, ist eine Reise entlang der Deutschen Fachwerkstraße.

Wie man es möchte, kann man Rad- und Wanderausflüge in die Natur machen. Mit dem Floß kann man gemächlich auf dem Wasser dahingleiten und in Städten prächtige Fachwerkbauten bewundern. Es locken schöne Campingplätze und unterhaltsame Führungen.

Auf über 3.500 km führt die Kulturstraße von der Elbe im Norden über die Oberlausitz im östlichen Sachsen bis zum Bodensee im Süden. Und ebenso vielfältig wie die Fachwerkstile der mehr als 100 Mitgliedsstädte sind auch die Möglichkeiten, die man auf dieser Reise hat.

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Porto Santo – Madeiras schöne Schwester

Manchmal bringt sozusagen der Wind die Touristen nach Porto Santo,  denn die nur 42 Quadratkilometer kleine Atlantikinsel hat einen großen Vorteil gegenüber ihrer 40 km südwestlich gelegenen großen Schwester Madeira: Hier gibt es einen Flughafen mit einer langen, frei liegenden Landebahn. Dieser wurde ehemals von der Nato genutzt, und wenn starke Winde die Landung auf dem zwischen Felswänden und Meer gelegenen von Madeira verhindern, weichen sie auf Porto Santo aus.Allein im vergangenen Sommer seien es 15 bis 20 Flieger gewesen, so schätzt man.

Aber längst ist sowieso Porto Santo aus dem Schatten der großen Schwester herausgetreten, obwohl es hier nicht die üppige Pflanzenwelt wie auf der Blumeninsel Madeira gibt. Doch hat die eher karg wirkende vulkanische Landschaft hier ihre Reize. Zahlreiche Wanderwege überziehen die Insel, beispielsweise zum 300 m hohen Pico de Ana Ferreira, an dessen Südhang imposante Basaltformen sind.

Oder hinauf auf den kegelförmigen Pico de Castello, mit450 m eine der höchsten Erhebungen der Insel. Hier kann man die ganze Schönheit der Insel überblicken. Und so sieht man auch, dass Porto Santo etwas hat, was Madeira fehlt: einen Sandstrand! Neun km schlängelt sich der Campo de Baixo sanft an der Südküste entlang. Die Brandung ist hier nie zu stark, so dass er auch attraktiv für Familien ist, sowie für Surfer und Stand-Up-Paddler. Selbst im Sommer wirkt der Strand wirkt der Strand nicht überfüllt. Außerdem sind die Einheimischen stolz darauf, dass jetzt auch Studien belegt haben, was sie schon immer wussten, dass nämlich ihr Strand heilende Wirkung hat. Ein halbstündiges Bad in dem 40 Grad warmen Sand soll rheumatische Beschwerden, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Hauterkrankungen lindern. Eine Forschergruppe der Universitäten von Oslo und Aveiro fand heraus, dass der Sand über einen hohen Anteil an Kalzium, Magnesium, Strontium, Phosphor und Schwefel verfügt. Die Wärme des Sandes führe dazu, dass sich die Poren weiteten und so die Mineralien besonders gut aufgenommen werden, so erklären die Fachleute.

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Nah an der Erdgeschichte..

Wer wie die Autorin ein totaler Schottlandfan ist, ist hier richtig. Aber es ist schon sehr speziell und täglich muss man sich allen Gewalten zum Trotz erhalten. Die Rede ist von den äußeren Hebriden, jenen Inseln die Schottland vorgelagert sind. Die äußeren Hebriden und ihre unbeugsame Natur machen Erdgeschichte wahr.

Erst muss man sich mal daran gewöhnen, dass alles grau in grau ist, denn die Hebriden sind die Überreste eines alten Vulkanringes.  Hier kann man auch viele verschieden alte Gesteinsschichten, noch älter als der Vulkanring. Es gibt natürlich auch bunt gestrichene Häuser und der leuchtend gelbe Ginster am Straßenrand.

So sieht man auf Lewis dutzende herrliche Sandstrände. Im Sommer sind es stolze 17 Grad, manchmal sogar 20 Grad.

Am Leuchtturm vom Butt of Lewis blickt man wirklich auf ein Stück Erdgeschichte, Der einem ewig vorkommende Krieg zwischen Wasser und Gestein fasziniert trotz des anbrandenden Windes.

Berühmter sind auch hier die Steinkreise von Callanish. Einer ist wohl 5000 Jahre alt und damit älter als Stonehenge. Der Kultort besteht aus 13 Steinen, die in einem abgeflachten Kreis um einen größeren Monolithen angeordnet sind. (Da lachen allen Highlander-Geschichten-Fans doch das Herz!)  Ursprünglich soll die Anlage dem Mondkult gedient haben, Wikipedia schreibt darüber sehr interessant, einfach mal googeln. Interessant ist, dass es Hunderte dieser Steinkreise in Großbritannien gibt, alle an besonderen Stellen in der Landschaft.

Die Hebriden sind nichts für Sonnenhungrige und Warmwasserliebende. Aber beispielweise auf www.visitscotland.de kann man alles erfahren über Camping wie über Fünf-Sterne-Hotels, über Wanderwege, Führungen und Festivals.

Wer Interesse hat, er wird es nicht bereuen: Die britische Fluggesellschaft Flybe liegt die Äußeren Hebriden an, der Hauptort ist Stornoway. DieInseln sind zweigeteilt, der nördliche Teil ist Lewis, der südwestliche Harris.

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

 

 

 

Zauberhafte Amalfitana – einer der schönsten Küstenstraßen

Jeder, der schon auf der Amalfitana unterwegs war, wird mir zustimmen, dass es eine der schönsten und aufregendsten Küstenstraßen der Welt ist. Auch wenn es manchmal ein schmaler Weg ist und jede Kurve eine Warnung. Aber auch das Versprechen, es wird noch schöner! Das Meer noch blauer wie der Himmel noch höher.

Es gibt so viele Gründe, um an die Küste von Amalfi zu reisen: die unvergleichliche italienische Meeresküche der Region Kampanien, die romantischen Sonnenuntergänge, die wunderbaren Orte. Hier, 70 km südlich von Neapel, wirkt alles so bella, wie es in Italien einmal war.

Der nüchterne Name der rund 50 km langen Amalfitana ist Strada Statale 163. Sie verbindet Vietri Sul Mare bei Salerno mit Positano und führt weiter nach Sorrent. Der Bau der Strße wurde erst 1832 begonnen und 1850 vollendet. Bis dahin waren die Dörfer und Städtchen Amalfi, Atrani, Positano und Ravello nur über Bergpfade zu Fuß oder mit Muli erreichbar, und natürlich übers Meer. Die SS 163 wurde in Felsen gesprengt, führt auf Viadukten über Dörfer hinweg und versteckt sich gern in kleinen Tunneln. Und das oft 100 m über dem Meer mit steil abfallender Küste – und oft nur fünf Meter Breite.

Und trotzdem  oder gerade deswegen, wer einmal dort war, träumt davon (wie die Autorin!). Wer möchte: Anreise: Von Köln/Bonn nach Neapel. Dann weiter nach Sorrent. Reisezeit ist Mai bis September. Im Winterhalbjahr sind viele Hotels und Restaurants geschlossen.

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Schweden: Stockholm – buntes Inselreich – und Mittsommer…

Schweden ist absolut eine Reise wert! Sei es die wunderbare Hauptstadt Stockholm – mit vielen einzelnen Inseln. Besonders jetzt um die Mittsommerzeit ist Schweden so schön! Mittsommerfeste allenthalben. Besonders bekannt ist die Provinz Dalarna für ihre manchmal eine Woche dauernden Feste.

Fangen wir mit Stockholm an: Wer durch Stockholm spaziert, überquert oft mehr Brücken als in Venedig – und erlebt eine facettenreiche Stadt mit viel Kultur und Stil. Die schönsten Brücken stammen aus dem 19. Jahrhundert – so wie die 165 Meter lange Skeppsholmsbron. Das Stadtgebiet erstreckt sich nämlich über 14 „Schären“ genannte Felseninseln, die durch mehr als 50 Brücken miteinander verbunden sind.

Es ist das skandinavische Lebensgefühl, das jeden Stockholmbesucher begeistert, eine gastfreundliche Metropole. Romantik trifft hier auf Moderne. Alles sehr entspannt.

In Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm, schlägt das Herz der Stadt. Einheimische und Besucher schlendern hier vorbei an kleinen Geschäften, Restaurants und Cafés. Rund um den Stortorget, Stockholms einstigen Marktplatz, gibt es sehenswerte Adelspaläste, Kirchen und Bürgerhäuser. Wer durch die verwinkelten Seitengassen des Viertels streift, kann urige Innenhöfe, Ornamente und immer wieder auch fantasievolle Hausgiebel sehen, die Jahrhunderte alt sind.

Fast den gesamten nördlichen Teil des Gamla Stan nimmt das mächtige Stadtschloss ein. Die königliche Familie nutzt es aber nur selten. Einige der historischen Prunksäle können besichtigt werden. Prächtig wirkt auch das Riksdagshuset, das schwedische Parlament. Der Gebäudekomplex beansprucht eine eigene kleine Insel fast ganz für sich.

Im zentralen Stadtteil Norrmalm haben sich allerlei schicke Läden angesiedelt rund um das Edelkaufhaus NK. Auch auf den Inseln Östermalm und Södermalm gibt es exklusive Geschäfte. Södermalm ist außerdem das angesagte Ausgehviertel.

Grüne Oasen sind stets nur eine Insel entfernt – wie Djurgarden. Dort gibt es einen Park mit einer einzigartigen Gartenarchitektur und dem Dreimaster Vasa:

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Sehenswert – Hameln – die Rattenfängerstadt

Eine meiner Lieblingsstädte ist Hameln. Durch verwandtschaftliche Bande war ich schon öfter dort, und es gefällt mir jedesmal aufs Neue. Natürlich wird man sofort den Namen der Stadt mit der unsterblichen Sage vom Rattenfänger verbinden.

Und das ist auch allgegenwärtig. Sogar für einen Stadtrundgang hat man zur Orientierung kleine Ratten auf dem Pflaster angebracht. Sie weisen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der wunderschönen Altstadt. Sie dienen im knallroten Street Art-Format als Werbeträger für Geschäfte oder versüßen die Auslagen beim Bäcker. Touristen, die für die alte Sage nach Hameln gekommen sind, freut das sehr.

Es gibt sogar einen hauptamlichen Rattenfänger von Hameln, der im historischen Gewand im Auftrag der Touristen-Zentrale die wahre Geschichte erzählt. Bei einem einstündigen Rundgang erklärt er erstmal, dass es eigentlich nicht um Ratten, sondern um die Kinder ging. Die Spurensuche startet an der Marktkirche und seinem romanischen Rundfenster, das den Rattenfänger und die Kinder zeigt. Dazu habe es früher eine lange Inschrift gegeben, die endete: „Folge dem Pfeifer nicht, das führt ins Verderben.“ Gehasst habe man ihn, den Rattenfänger, weil er in den Augen der Mächtigen den leibhaftigen Teufel verkörperte. Dabei sei er nichts weiter gewesen als ein musizierender Fremder mit dem Zeug zum Jugendidol.

Die Führung geht bis zur Bungelosenstraße, einer Gasse, über die im Jahre 1284 die Kinder die Stadtgrenze in Richtung Osten ein für alle Mal überschritten haben. Das bezeugt eine historische Inschrift am gegenüberliegenden Rattenfängerhaus. Zum Zeichen der Trauer darf in der Straße ohne Trommel seitdem nicht getanzt und auch nicht musiziert werden. Das respektieren die Hameler bis heute, so der Guide.

Aber Hameln hat noch viel mehr zu bieten, die wunderschönen Fachwerkhäuser, Wälder, Sonnenuntergang am Schiffsanleger und eine Insel, um die herum Wasser anstelle Verkehr rauscht.

Drei R bietet Hameln an: Ratten: jeden Sonntag von Mai bis September beginnt in der Hameler Altstadt ein Rattenfänger-Freilichtspiel. Renaissance: Sieben Schlösser rund um Hameln. Radfahren: Weser-Radweg von Hann.-Münden bis zur Nordsee, gut 500 Kilometer. Besonders die Benediktinerabtei Corvey ist absolut sehenswert. An der Weser gibt es viele Möglichkeiten, mal zu pausieren.

Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de

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