Kategorie ‘Reisen’

40 Jahre schwäbische Bäderstraße -sehenswert…

Bad Saulgau, Bad Buchau, Schussenried, Bad Wurzach, um nur einige zu nennen, neun Kurorte gehören zu der Schwäbischen Bäderstraße, die ihren 40.Geburtstag feiert. Das geht von Überlingen am Bodensee bis nach Bad Wörishofen im Allgäu. Sehenswert und auch zur Erholung besuchenswert sind sie alle. (Das Foto zeigt den Federsee bei Bad Buchau). Von vielen Reisen dorthin der Verfasserin bestens vertraut, gab es bei der Lektüre der Reisetipps immer noch Neues, was zu entdecken wert ist. Von den neun Orten haben sieben eine Therme – Saunalandschaft inklusive – mit mineralhaltigem bis zu 40 Grad heißem Wasser, wobei jede Quelle eine andere Zusammensetzung hat. Die Preise sind mit 9,20 Euro für zwei Stunden moderat.

Vier Orte sind Kneipp-Bäder, drei sind Moorbäder. Vor allem widmet man sich hier auch dem Rheuma, aber auch gynäkologischen Problemen und dem Burn-out. 2009 kam noch der 150 km lange Radweg dazu. Es gibt in der schönen Landschaft viele Wohnmobil-Stellplätze. Was die Bäderstraße auch so attraktiv macht, sind Genuss, Kultur und Tradition – und rund ums Jahr viele Feste (Kann ich nur empfehlen!).

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Urwüchsig und schön – die Camargue

Ein Traumziel für die, die etwas Besonders suchen, ist diese ursprüngliche Landschaft im Süden Frankreichs – im Rhone-Delta. (Eine meiner schönsten Reise-Erinnerungen!) Die Landschaft ist flach und das Wasser ist nah. Südlich von Arles mit seinen antiken Sehenswürdigkeiten , deren Name sich von „Stadt im Sumpf“ herleitet, gibt es Kanäle, Wasserarme, Sümpfe und Seen, Salzfelder und Marschland. Mittendrin ein Biosphären-Reservat, in dem Hunderte Tierarten leben.

Berühmt ist die Camargue auch für seine Schwärme von rosa Flamingos. Und erst die typischen Pferde! Es gibt viele Manades, also eine Ranch. Und man kann noch Cowboys sehen, wie in einem Western. Hier heißen sie Gardians. Sie tragen die typische Westernkleidung, sie halten Stiere zusammen und kümmern sich um die Pferde. Sie sind sehr guter Reiter und zeigen ihre Künste gern in der Stierkampf-Arena.

Die Menschen, die hier leben, pflegen ihre eigene Kultur und eine spezielle Küche. Bei so einem Camargue-Tag auf einer Manade kann man all das kennenlernen. Schon am Morgen ziehen die Gardians zu Pferde zur Musik der Blaskapelle ein. An einem Jungstier zeigen sie, wie die Brandzeichen gesetzt werden. Am Nachmittag geht es zum Stierkampf.

Hier werden die Tiere aber nicht in einem Spektakel getötet. Die weiß gekleideten Raseteurs versuchen vielmehr wendig, ihnen kleine Bändchen zwischen den Hörnern zu stibitzen. Nur die Tiere, die nicht für den Kampf geeignet sind, werden geschlachtet. An so einem Tag ist Stierbraten der Höhepunkt, am Spieß wird er unter Applaus durch den Saal getragen, ehe er mit Gemüse und dem typischen Reis der Region verzehrt wird. Die regionale Küche wird verfeinert in den Restaurants angeboten. Es gibt sogar auch Sternerestaurants hier, die unbedingt besucht werden müssen.

An der Küste, nicht weit von den Naturstränden, wird in den rosa schimmernden Salinen Meersalz gewonnen und auch Reis angebaut. Eigentlich ist die Gegend für Weinanbau nicht geeignet. Aber eine Handvoll Winzer hat sich davon nicht abhalten lassen. Es wird außer den Klassikern Merlot, Chardonnay u.a. auch ein Caladoc, ein Roséwein angebaut sowie ein roter Marselan.

Wer mehr Infos möchte: Mehrere Ranches veranstalten Camargue-Tage zwischen Frühjahr und Herbst an den Wochenenden. www.camargue.fr/activites-loisirs/visite-manade. Auch Hotels bis zum 5-Sterne-Hotel sind im Naturpark gelegen.

Fotos: Nemo Turek / pixelio.de-Pferde

Jürgen Nießen / pixelio.de-Flamingos

 

Am Ende der Welt…..

Wo sind eigentlich die abgelegensten und unzugänglichen Orte der Erde? Gibt es die überhaupt noch, oder ist die Zivilisation schon überall eingedrungen? Das frägt sich so mancher. Auch Wissenschaftler beschäftigen sich natürlich mit der Frage. Über ihre Studien war Interessantes zu lesen:

Nun ist es so, dass man sich auch einsam und allein fühlt, in den Bergen hoch oben, auf einer Tour auf schwedischen Seen oder weit nördlich in Finnland. (Nur nicht am Nordkap, da ist Rummel pur.) Doch selbst an diesen Orten ist die Zivilisation nicht weit entfernt.

Wie sehen das die Forscher? Sie nennen besonders abgelegene Orte „Pole der Unzugänglichkeit“. Also, die am weitesten von bestimmten Punkten auf der Landkarte entfernt sind. Beim Institut für Geografie der University of California in Santa Barbara werden diese Pole allgemein als kontinental oder ozeanisch bezeichnet. Demnach, so die Forscher, ist ein kontinentaler P0l der Unzugänglichkeit ein Punkt auf dem Festland, der maximal von einer Küste entfernt ist. Das ist nach den Angaben der Experten ein Punkt in einer Wüste im Nordwesten Chinas. Ein ozeanischer Pol liegt im Meer an der Stelle, die am weitesten vom Festland entfernt ist.

Das ist beispielsweise Point Nemo, ein Punkt mitten im Wasser des Südpazifiks. Fast 2 700 km sind es von hier zu den Pitcairn-Inseln, das nächste Land. Die abgelegenste Insel ist die unbewohnte Bouvetinsel im Südatlantik. Falls jemand mal den Aussteiger machen will, dafür ist diese Insel aber nicht geeignet. Wegen des rauen Klimas gibt es dort nur Albatrosse, Pinguine und andere Vögel, die Kälte vertragen. Sonst nur Flechten, Moose und Pilze – wenn nicht gerade alles vereist ist!

Da taucht die Frage auf, sind diese Orte wirklich so unberührt? Darauf antworten Wissenschaftler der FU Berlin ganz richtig, dass der Mensch die Erde so umgekrempelt hat, dass er überall seine Spuren hinterlassen hat! Etwas drei Viertel des eisfreien Festlands, erläutern die Experten, kann man nicht mehr als Urnatur bezeichnen. Im Meer sieht es genau so aus. Und leider, leider kann es so sein, das ist die Warnung, dass sogar am Point Nemo evtl. Zivilisations-Rückstände zu finden seien.

Wie traurig, aber wohl wahr.

Foto: Jochen Binikowski / pixelio.de

Jersey – Blumen und vieles mehr….

Jersey  ist die südlichste und sonnenreichste der fünf Kanalinseln zwischen England und Frankreich. Jersey ist wie die anderen Kanalinseln weder ein Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern gilt als Kronbesitz und ist unmittelbar der Krone unterstellt. Amtssprache ist Englisch und Französisch. Die Insel hat 102700 Einwohner, die Währung ist Britisches Pfund und Jersey Pfund. Sie vereint britische Lebensart sowie französisches Flair. Es gibt malerische Städte, wildromantische Steilklippen, viel Strand, alte Herrenhäuser und prächtige Gärten zu sehen.

Darüber gab es Interessantes zu lesen:

Viele Gärten mit reicher Blütenpracht sind auch zu besichtigen. Beispielsweise das 20 Hektar große Anwesen der Eheleute Binney in Domaine des Vaux in St. Lawrence, dem Zentrum der Insel. Auch einen Gemüsegarten gibt es, aber vor allem die prächtigen Blumen und Pflanzen. Manchmal kommen sogar die Royals zu Besuch, mit Prinz Charles ist der Hausherr bekannt. In einem noch von der Mutter des Hausherrn angelegten Amphitheater findet heute jedes Jahr ein kleines Opernfestival statt. Die Domaine des Vaux ist von Gruppen zu besichtigen oder im Rahmen des Opernfestivals. Information: www.facebook.com/DomaineDesVauxOperaFestival.
Ein anderer sehenswerter Garten besteht schon seit dem Jahre 1680. Ein ganz anderer Charakter, „Botanischer Garten“ mit Kräutergarten. Hier gibt es auch viele Äpfel, die die Leidenschaft des Hausherrn Vincent Obbard sind, 20 alte Jersey-Sorten und 30 englische zieht er selber. Auch hier waren schon Charles und Camilla. Samarés Manor umfasst einen Wassergarten, einen exotischen Bereich sowie ein Museum und Ferienwohnungen. www.samaresmanor.com.

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Was uns den Urlaub vermiesen kann!

Es gab eine repräsentative Umfrage eines deutschen Urlaubsportals, die eine Menge Faktoren zu Tage gebracht hat, mit denen sich und anderen, sprich auch dem Partner der Urlaub vermiest wird.

Gute Laune, knappe Outfits, gerade im Urlaub ist die Flirt-Versuchung groß. Egal, wer es ist, der attraktive Animateur am Pool oder das knackige Girl vom Zimmer nebenan – Für 36 % der Deutschen zählt Fremdflirten zu den größtmöglichen Fehltritten des Partners. Es hat sich dabei herausgestellt, dass Männer in diesem Fall leicht entspannter sind als ihre besseren Hälften!

Dann kommt mit 35 %, sehr zu Recht, die ständige Nutzung des Smartphones. Über einen „Digital Detox“ würden sich besonders die Männer freuen.

Zu den Top-3-Fehltritten zählt das, was ja leider zum Klischee des deutschen Urlaubers zählt: Weiße Tennissocken in Sandalen! Knapp jeder vierte Deutsche findet das schrecklich.

Allerdings scheint die schreckliche Unsitte, am Morgen zu den Liegestühlen zu rasen und diese mit Handtüchern zu belegen, weniger abschreckend. Nur 12 % sehen das als No-Go an.

Aber 25 % finden zu Recht die alte Unsitte, das Hotelbuffett zu stürmen, als unmöglich. Jeder zehnte zählt zu voll geladene Teller dazu. Insbesondere Männer regen sich andererseits darüber auf, wenn die Urlaubsbegleitung ständig  Kalorien zählt.

Jeder fünfte Deutsche findet es unverzeihlich, wenn der Partner kein Interesse für die Kultur des Urlaubslandes zeigt. (Das findet der Autor auch!!)

Ebensoviele Deutsche finden furchtbar, wenn der Partner geizig mit dem Trinkgeld ist oder im Urlaub jeden Cent dreimal umdreht.

Dann doch lieber, auch das ist eine Erkenntnis der Umfrage – ein zu knappes Badeoutfit!

Foto: Maria Lanznaster /pixelio.de

 

Etwas über Südkorea…..

Heute nachmittag wird ganz Fussball-Deutschland vor den Bildschirmen sitzen, oder die Großleinwände aufsuchen. Wer da noch nicht Zeit hat, wird sicher per Radio oder Smartphone mitfiebern.

Aber viele werden gar nichts oder nicht viel über dieses asiatische Land wissen. Da kam ein Bericht in den Printmedien gerade richtig.

Erstmal die Geschichte: Da gibt es einen sehr traurigen Teil – Früher lag Korea über die ganze koranische Halbinsel verteilt. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es leider aufgeteilt in Nord- und Südkorea. Die beiden Länder waren sehr verschieden in ihrer Politik, so wurden sie schnell zu Feinden. Die Grenze wurde streng bewacht. Das wurde so schlimm, dass nicht einmal Verwandte sich besuchen durften. Gerade sieht es aber so aus, dass man aufeinander zugeht, so dass immerhin die Situation verbessert werden könnte.

In Südkorea leben 50 Millionen Menschen. Die meisten, 90 %, wohnen in Städten. Die größte Stadt ist auch die Hauptstadt, Seoul, mit 10 Millionen Einwohnern. Noch vor 50 Jahren war Südkorea eines der ärmsten Länder der Welt. Aber seit 1948 ist das Land unabhängig und eine Republik. Die Wirtschaft hat sich so gut entwickelt mit harter Arbeit, dass Südkorea jetzt zu den wirtschaftlich am erfolgreichsten Ländern gehört. Wer kennt nicht die Samsung-Handys? Aber auch viele andere technischen Geräte, Autos und Schiffe werden gebaut.

Die meisten Menschen arbeiten immer noch hart. Die Kinder haben es sehr streng in den Schulen und auch zuhause müssen sie viel lernen. Die erste Fremdsprache ist auch hier Englisch. Aber die Menschen haben natürlich auch mal frei. Was machen sie da am liebsten? Karaoke singen!!

Um die modernen Städte bauen zu können, ist leider viel Wald abgeholzt und dadurch sind viele wilde Tiere vertrieben worden. Aber noch gibt es viel auch unberührte Natur mit sehr vielen unterschiedlichen Pflanzen. Weil das Land von drei Seiten mit Meer umgeben ist, ist die Küste 2500 km lang. Es gibt aber auch Gebirge hier, denn fast 70 % des Landes sind gebirgig.

Das wäre auch – abseits vom Fußball- mal eine Reise wert!

Fot0: Reto Fetz (swisscan) / pixelio.de

 

Azoren – Europas Außenposten mit großartiger Natur

Wenn man von den Azoren spricht, ist das meist verbunden mit dem Wetterbericht – Azoren – Hoch -. Dabei ist dieses Inselreich, bestehend aus neun Inseln, zu Portugal gehörend, nur zwei Flugstunden von Europa weg. Vor allem die Ruhe und die wunderbare Natur sind eine Reise wert.

Wer auf die Azoren reist, kann mal so richtig Abstand nehmen. Urlaub mitten im Meer, eine Kombination der außergewöhnlichen Lage dieses Archipels – weit draußen im Atlantik – und der durch das feuchte Klima entstandenen außergewöhnlichen Botanik. Die unvergleichlichen Eindrücke locken immer mehr Touristen an. Während  noch vor einigen Jahren hauptsächlich Portugiesen vom Festland oder azorianische Auswanderer aus den USA kamen, sind es inzwischen Reisende aus aller Welt. Mehr als 620 000 Touristen besuchten die Azoren in 2016.

Viele davon haben Wanderschuhe im Gepäck, denn mit individuellen Wanderreisen locken Reiseveranstalter inzwischen Touristen jeglichen Alters auf die Inseln. Endlose Streifzüge durch die Natur gehören zu den Highlights jedes Azoren-Trips. Tropische Vegetation und vor allem auch der Kratersee Lagoa do Fogo sind ein Muss.

Genauso ans Herz gehen die Begegnungen mit denjenigen, die die Inselwelt hinter den Wolken ihr Zuhause nennen. So märchenhaft die Azoren wirken, gibt es auch hier nicht nur die heile Welt. Während der portugiesischen Diktatur, bis 1974 dauernd, wanderten viele in die USA aus. Danach wurde es in der Region besser  und viele Bewohner kamen wieder zurück. Bis heute gehören EU-Fördergelder neben Landwirtschaft und Tourismus zu den Haupteinnahmequellen. Und immer noch auch das Geld, das ausgewanderte Verwandte geschickt bekommen. Viele Bewohner sind auch so verwurzelt, dass sie nicht die Heimat verlassen wollten.

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