Traditionen rund um Tee und Kaffee…..

Kaffee oder Tee? Diese Frage kam am Ende des 17. Jahrhunderts auf. Zunächst beim Adel und später auch bei den „niederen“ Ständen. Deutschlandweit gibt es Museen, Cafés und Spezialitätenläden, die sich mit der heimischen Kaffee- und Teekultur befassen. Wegen der Corona-Pandemie geht es leider nicht, sie zu besuchen. Sie sind auch jetzt geschlossen. Doch wenn der Besuch wieder möglich ist, lohnt es sich, hier in alte Traditionen einzutauchen.

Da ich diese gut kenne, fange ich mit der Bergischen Kaffeetafel in Nümbrecht an. Das ist schon ein Erlebnis! Früher kam im Bergischen Land bei Feiern alles auf den Tisch, was man hatte. Daraus entwickelte sich im 18. Jahrhundert die Bergische Kaffeetafel. Das ist etwas für ein geselliges Beisammensein für Gruppen. Sowas kann Stunden dauern. Man fängt mti Süßem an, geht über das Deftige und endet für die Erwachsenen meist einem Schnaps. Dazu gehören Rosinenstuten, Waffeln, Zimtreis und die legendäre Dröppelminna. Die bauchige Kranenkanne aus Zinn hält den Kaffee warm.

Schon ab 1900 lockten die Landgasthäuser die Städter sonntags aufs Land zur Bergischen Kaffeetafel. Das traditionelle Pfannkuchenhaus in Nümbrecht ist eines der wenigen Häuser, die den Aufwand auch schon für zwei Personen anbieten. Auf Voranmeldung, sagt der Wirt. Die Waffeln sind kein Problem, aber Rosinenstuten ist nicht immer vorrätig. Einfach googeln: www.nuembrechter-pfannkuchenhaus.de. Nicht zu vergessen ist hier die wunderbare Umgebung, vor allem das Barockschloss Homburg.

Britischer Afternoon Tea in Wiesbaden – Teatime und Cream Tea gehören in England einfach dazu. Diese spezielle Tradition entwickelte sich im 19. Jahrhundert, als eine Hofdame von Queen Victoria es nicht bis zum 20-Uhr-Supper aushalten konnte. Noch heute isst man, was die Etagere präsentiert, von unten nach oben wohlgemerkt. Also zuerst Sandwich, mit Gurke, dann Scones, ein Hefegebäck mit dem Streichrahm Clotted Cream und Erbeermarmelade. Zum Schluss sind Cupcakes dran. Auch einige Luxushotels in Deutschland zelebrieren den Afternoon tea. In einem kleinen britischen Spezialgeschäft in Wiesbaden ist man bemüht, die besten Zutaten zu servieren. Damit Qualität und Frische auch wirklich stimmen, gibt den Afternoon tea nur auf Vorbestellung freitags und samstags. Bei Interesse:xxxsexmoviesfree.comxxxsexmoviesfree.comxxxsexmoviesfree www.britmania.de

Asiatische Teezeremonie in Düsseldorf – Die Wiege des Tees liegt in China. Buddhistische Mönche brachten das Getränk im 6. Jahrhundert nach Japan, wo es bald im Mittelpunkt einer achtsamen Teezeremonie stand. In Düsseldorf wird der grüne Matcha-Tee im EKO-Haus der japanischen Kultur in Düsseldorf-Niederkassel einmal im Monat nach einem festgelegten Ritus serviert. Dieser geht auf einen Teemeister des 16. Jahrhunderts zurück. Solche Traditionen sind das Herzstücks des Teeweges, eine buddhistische geprägte Lebenseinstellung, so die Teeexpertin. Sie hat mitten im größten japanischen Viertel Europas einen Teeladen und eine Galerie. Dazu muss gesagt werden, warum gerade Düsseldorf. Hier gibt es eine sehr große Anzahl von japanischen Bürgern. Sie bietet Verkostungen und Teezeremonien an. Die Gäste erfahren auch noch dabei etwas über Kultur, Anbau und Herkunft. (https://anmoart-cha.com)

Jetzt geht es in den Norden, wo auch eine alte Teetradition gepflegt wird: Teetied in Ostfriesland, also Teezeit, die zwischen 10 und 11 sowie zwischen 15 und 17 Uhr stattdfindet. Das ist im Leben eines Ostfriesen eine feste Zeit. Es gibt sogar das Bünting Teemuseum in Leer. Seit 1806 wird im Hause Bünting der typische Ostfriesentee gemischt. Es waren die wohlhabenden Bauern, die im späten 18. Jahrhundert aus der einfachen Teepause eine Zeremonie machten. Da gibt es Regeln zu beachten, die die Besucher des Museums erklärt bekommen – Warm man den Tee nicht umrührt, was es mit Kluntje (Kandis), Rohm-Lepel (Rahmlöffel) und Wulkje (Wolke) auf sich hat, erfährt man im Museum. Es gibt auch eine Teestunde mit drei Tassen Tee. (www.buenting-teemuseum.de

Pharisäer in Nordstrand: Hat wohl jeder schon mal als Getränk gehört, aber die meisten wissen nicht genau, was das ist (außer den Friesen natürlich!). Der Ursprung des Ausdrucks soll eine Tauffeier  auf der Insel Nordstrand bei Husum sein. „Ihr Pharisäer“ soll der Pastor gerufen haben, weil er entdeckt hatte, dass im süßen, starken Kaffee unter der Sahnehaube eine gehörige Portion Rum versteckt war. Der Bauernhof, wo das gewesen sein soll, ist heute das Hotel „Pharisäerhof“ . Der Rumkaffee hat die ganze nord- und ostfriesische Küste sowie die Inseln erobert. Im „Pharisäerhof“ wird der Rumkaffee in original Tassen des Kaffeegeschirrs Indischblau serviert. Es sind auch jetzt vier cm eines eigens angewärmten traditionellen Flensburger Rums drin. Im Winter ist das ideal, nachdem man sich auf dem Deich so richtig hat durchpusten lassen, ist die Empfehlung. Im „Café Schwips“ gibt es auch ein Stück hausgemachte Pharisäertorte-rumgetränkt, versteht sich. (www.pharisäerhof.de

Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de

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