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„Batalla de las flores“ – sehenswert in Córdoba

Am 29. April ist es wieder soweit: Dann startet in Córdoba die „Batalla de las flores“, die Blumenschlacht. Diese ist der Höhepunkt der traditionellen Maifeste, die mit den „Cruces de Mayo“ in der letzten Aprilwoche beginnen. Dazu werden rund 80 Blütenkreuze in der Stadt aufgestellt. Das ist ein Wettbewerb um den Titel des schönsten Blumenschmucks in Verbindung mit Bauwerken und nächtlicher Beleuchtung. Oft stehen in der Nähe „Tablos“, Tanzpodeste. Das ist für die „Cordobeses“ der Start in den Frühling. Man geht aus und tanzt zur Straßenmusik.

Die „Batalla de las flores“ ist für die Stadt wie für Köln der Karneval, es fliegen aber Nelken in allen Farben. Warum Nelken, weil sie nicht so schnell verwelken. Durch die Boulevards rollen dann zwanzig aufwändig mit Papierblumen geschmückte Wagen. Auf den Wagen befinden sich ebenso prächtig kostümierte Menschen, die die Blumen werfen, die Zuschauer werfen sie unter großem Hallo zurück. Für den Umzug werden extra 10 000 Blumen angepflanzt.

Noch farbenfroher ist das anschließende Festival „Festival de los Patios“, vom 1. bis 13. Mai. Dazu werden in mehr als 50 Häusern die Innenhöfe, die Patios, für Besucher geöffnet. Normalerweise sind diese mit schmiedeeisernen Toren verschlossen. Herrschaftliche Häuser sind dabei, aber auch die traditionellen Wohnanlagen. Dort tun sich die Leute zusammen, denn alle wollen den Wettbewerb für das schönste Patio gewinnen. Blumentöpfe werden bis an die Dächer aufgehängt und jeder Zentimeter wird mit Blumen bepflanzt. Das ist dann ein einziges Blumenmeer! Es gibt sogar einen Verein der Freunde des Patios, er wurde 1977 mit 17 Teilnehmern gegründet. Heute sind es dreimal so viele in sechs Bezirken.

Cordóba ist aber nicht nur deswegen eine Reise wert, aber es ist jetzt die schönste Zeit. Die Stadt hat 350 000 Einwohner und ist Weltkulturerbe. Das weltweit einzigartige Monument, die Mezquita, ist besonders sehenswert, es ist eine Moscheekathedrale. Das Bauwerk ist deswegen so besonders, weil ein maurischer Herrscher im achten Jahrhundert auf den Resten einer westgotischen Basilika eine Moschee errichten ließ. Im 12. Jahrhundert eroberten die Christen die Stadt zurück und bauten wieder eine Kathedrale hinein.

Das alte arabische Minarett kann man über 203 Treppenstufen besteigen. Dann kann man von dem 54 m hohen Glockenturm die ganze Stadt in ihrer Pracht überblicken.

Wer Interesse hat, für den waren Möglichkeiten zu lesen: Flug gibt es mit Ryanair hin und zurück für 100 Euro, www.ryanair.com. Wer eine Busrundreise machen will, beispielsweise „Andalusien entdecken“, 7 Nächte im DZ/HP p.P. ab 711 Euro. www.spain.info, www.andalusia.org.

Foto: Karin Jung / pixelio.de

 

Salzburg – immer wieder wunderschön!

Salzburg im Winter – es ist so zauberhaft wie sowieso das ganze Jahr über. Eine meiner absoluten Lieblingsstädte! Auch jetzt gibt es viele Touristen in der Stadt, die die vielen Sehenswürdigkeiten ansehen möchten.

Mozarts Geburtshaus erlebt durchschnittlich 1000 Besucher pro Tag! Salzburg und Musik sind durch Mozart fast Synomine geworden. Bis heute strahlt Mozarts Musik über allem, beispielsweise die hochkarätigen Festspiele bringen jeden Sommer die große Welt in die kleine Stadt.

Selbst profane Dinge werden durch Mozarts Namen ungemein bedeutungsvoll. So waren die „Echten Salzburger Mozartkugeln“ nicht nur Gastgeschenk bei den Verhandlungen in Brüssel über den Beitritt Österreichs zur EU. Auch der erste Astronaut des Landes hat sie mit ins Weltall genommen. Da ist es schön, dass die Hersteller der süßen Botschaften seit Langem die Internationale Stiftung Mozarteum fördert, die das Erbe Mozarts bewahrt.

Seit Jahrzehnten widmet die Stiftung dem größten Sohn der Stadt in den Tagen um seinen Geburtstag ein Festival. In der Mozartwoche vom 26. Januar bis zum 5. Februar. Es gibt Orchester-, Kammer- und Solistenkonzerte und vieles mehr. Gestartet wird mit einem außergewöhnlichen Programm in der Felsenreitschule. Mit einer  speziell konzipierten Choreografie wird hier Mozarts Requiem mit Pferden, Reitern und Musikern aufgeführt.

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Kastanien – Boten des Herbstes

Kastanien, schöne glänzende Früchte des Herbstes, jetzt erfreuen sie uns wieder wie im Frühling die herrlichen Blüten der Kastanienbäume. Man denkt dann gern an die Kinderzeit zurück: Was konnte man alles damit basteln, heute machen es die Kleinen genau so. Als Dekoration sind sie unentbehrlich zum Herbst. Natürlich muss man in den Parks auch aufpassen, dass man nicht ausrutscht.

Dann natürlich vor allem die Esskastanien! Deren große Zeit kommt spätestens zu den Weihnachtsmärkten, gehört einfach dazu als leckere Spezialität. Übrigens waren sie im Mittelalter lange Zeit sogar Hauptnahrungsmittel der Menschen, vor allem in Südeuropa.

Es gibt verschiedene Arten von Kastanien, da wäre die „gewöhnliche“ Kastanie, auch Rosskastanie genannt. Die, die jetzt überall von den Bäumen plumpst. Den Namen hat sie daher, dass man sie früher als Heilmittel an hustende Pferde verfüttert hat. Wer hätte es gewusst?

Es gibt aber auch Pferde betreffend noch eine andere „Kastanie“. Gemeint ist damit der Hornknubbel an der Innenseite des Pferdebeines. Diese Kastanie ist ein Überrest des Fußwurzelballens, der sich im Laufe der Evolution fast komplett zurückgebildet hat.

Die Wasserkastanie ist eigentlich mit unseren Kastanien gar nicht verwandt. Sie ist eine Wasserpflanze, die nur so heißt, weil sie einer Kastanie ähnlich sieht. Die Wasserkastanie wächst in Asien, beispielsweise in Thailand, China und Japan, und wird oft in der asiatischen Küche verwendet.

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