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Salbei – schmeckt und heilt

Die meisten denken an Hustenbonbons oder Halstee, wenn sie den Namen Salbei hören. Dabei ist diese Pflanze überaus vielfältig, da gibt es die schöne Mehlsalbei mit leuchtend blauen Blüten, die duftende Muskateller-Salbei oder die Salvia. Von ihr gibt es über 400 Wildarten. Aber für den Küchengarten wird vorzugsweise die Salvia officinalis angebaut.

Der Name Salbei stammt vom lateinischen salvare- heilen. Die Pflanze hat ihren Ursprung in Südeuropa, wo sie bis zu 40 bis 50 cm hoch wird in Strauchform. Die aromatischen Blätter sind unverzichtbar für die Küche, besonders zu Leber, Gnocchi und ganz klassisch zu dem berühmten Saltimbocca alla Romana.

Der herbwürzige Geschmack der Blätter beruht auf dem Salbeiöl. Bei den blühenden Sorten sollte man die Blätter mit Beginn der Blüte ernten, denn nach der Blüte geht die Pflanze in eine Ruhepause. Damit verringert sich das Aroma in den Blättern, und es wird insgesamt weniger Grün gebildet.

Es gibt aber auch Köche, die besonders von den aus den Suptropen stammenden Arten nicht die Blätter, sondern die Blüten verwenden. Arten wie Ananas- oder Pfingstrosensalbei haben im Schlund ihrer Blüten einen fetten Tropfen Nektar, der sehr aromatisch schmeckt. Das passt gut zu Salaten. Die meist prächtig gefärbten Blüten in rot und rosa sehen sehr dekorativ auf Speisen aus.

Diese Arten vertragen bei Kälte nur Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Daher lässt man sie lieber im Topf wachsen, damit man sie im Winter reinholen kann. Aber nur so lange wie nötig, dann sollten sie wieder nach draußen. Viele andere Arten, wie die Salvia werden gern im Kräutergarten gepflanzt.

Schon früh wurde auch die medizinische Wirkung von Salbei geschätzt. Die Ägypter behandelten damit Unfruchtbarkeit. Die keltischen Druiden meinten, mit Salbei sogar Tote wieder zum Leben erwecken zu können. Indianer nutzten das Heilkraut zum Räuchern, wenn besondere Orte gereinigt und geweiht werden sollen.

Foto: Freya K. / pixelio.de

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