Tag Archiv ‘Lachen’

90. Geburtagstag -Lilo Pulver

Es ist kaum zu glauben, Lilo Pulver, die unvergleichliche, wird 90 Jahre alt. Mit ihrem wunderbaren Lachen, das in dieser Art keine andere je gehabt hat, hat sie Generationen von Filmenthusiasten verzaubert. Sie war der Star des Wirtschaftswunderkinos. (Das ist lange her, darum werden sie die jungen Leute kaum noch kennen). Viele ihrer Filme werden ab und zu im Fernsehen wiederholt. Einige Remakes, die es gab, konnten natürlich nicht mithalten.

Ich bin mit ihr sozusagen groß geworden. Ihre Filme, allen voran „Ich denke oft an Piroschka“ von 1955, sind Kult. Dann „Das Wirtshaus im Spessart“,( wurde ganz kürzlich noch mal gezeigt ), „Die Zürcher Verlobung“, „Kohlhiesels Töchter“, „Heidelberger Romanze“, das sind die, die mir spontan einfallen. Immer war sie das frische und fröhliche Mädel.

Sie stand auf dem Sprung zur Weltkarriere, als sie Hollywood-Regisseur Billy Wilder für „Eins, Zwei, Drei“ engagierte. Da durfte sie auch sexy sein. Ihr Tanz im Blümchenkleid auf dem Tisch wurde legendär. Sie hätte mit Charlton Heston in „El Cid“ spielen können, war aber durch Dreharbeiten in Deutschland verhindert. Der Film wurde dann mit Sophia Loren ein Welterfolg. Der Film, der stattdessen  mit Lilo Pulver gedreht wurde, „Gustav Adolfs Page“, brachte ihr privates Glück. Sie lernte dabei Helmut Schmid kennen, ihre ganz große Liebe.

Mit dem Aufkommen der Neuen Deutschen Welle Ende der 60er Jahre war ihre Glanzzeit leider vorbei. Es wurde Gesellschaftskritisches gedreht, für Unterhaltung war da kein Platz. Erst 1977 sah man sie im Fernsehen, bis 1983 war sie die fröhliche „Lilo“ in der „Sesamstraße. Rollen bekam sie keine mehr im Film. Im Jahre 2018 bekam sie einen Bambi für ihr Lebenswerk.

Heute lebt sie zurückgezogen in einer Seniorenresidenz in Bern. Sie hat auch persönliche Tiefschläge einstecken müssen: Den Tod ihrer Tochter, 1989, und den Tod ihres Ehemannes, 1992. Ihr Sohn lebt mit seiner Familie am Genfer See. Sie selbst sei noch mit ihrem Mercedes-Coupé unterwegs, so schreibt sie in ihrem neuen Buch „Was vergeht, ist nicht verloren.“ Und was sehr positiv und auch berührend ist, sie lacht nach wie vor laut und gerne.

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Lachen macht froh….

Ein fröhliches Lachen kann Wunder bewirken. Es macht froh und befreit. Außerdem ist wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen mit Humor im Schnitt bis zu 20 % länger leben als Griesgrame. Das haben Forscher der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in einer Langzeitstudie mit 50.000 Probanden herausgefunden. Ferner wird einer, der Humor hat, angeblich seltener krank und kann durch seine positive Einstellung schwierige Situationen besser meistern. Um überhaupt etwas lustig zu finden, werden Sprachareale aktiviert und aus dem Gedächtnis wird Vorwissen abgerufen. Wissenschaftlich gesehen, werden Teile des limbischen Systems und das Belohnungssystem aktiv. Also braut Humor eine Brücke zwischen Verstand und Gefühl.

Es gibt auch schon lange Witze, der älteste dokumentierte ist 4000 Jahre alt. Die Scherzfrage stammt aus der sumerischen Kultur Mesopotamiens und ist für uns heute gar nicht witzig: Was ist seit Urzeiten noch nie geschehen? Eine Frau sitzt auf dem Schoß ihres Mannes und pupst nicht!! Wer heute darüber lachen kann, braucht vielleicht eine Zeitmaschine! Aber damals wie heute hat der Humor eines gemeinsam – den Bruch mit Tabus und etwas Rebellion.

Noch etwas: Frauen stehen auf Männer mit Humor. Das ist ein Klischee und genau genommen falsch. Denn es geht eigentlich weniger darum, Witze zu reißen oder über andere zu lachen. Wichtiger ist die Art von Humor, den die Partner gemeinsam entwickeln. Das gibt ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl. Auch das ist wissenschaftlich bewiesen – Der Forscher Jeffrey Hall aus den USA hat 39 entsprechende Studien mit rund 15.000 Teilnehmern ausgewertet.

Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Lachen ist gesund…..

Wie schön ist es doch, wenn man lachen kann. Es macht doch einfach Spass, mal herzhaft zu lachen, ist gesund, siehe oben. Warum, einfach, weil es vor allem, das ist erwiesen, auch die Lebensfreude erhöht.

Da gab es auch hierüber eine Umfrage des Meinunsforschungsinstitutes Forsa, und zwar im Auftrag von Coca-Cola. Es sollte herausgefunden werden, worüber wir Deutschen am meisten lachen.

Es ist auch hierbei interessant zu lesen, was dabei herausgekommen ist:

Den 1. Platz bei der Umfrage erhielt: Komische Situationen im Alltag, das ist uns allen auch schon oft vorgekommen, oder?

2. Platz: Bücher, Filme und TV-Sendungen, da gibt es manche richtig klassische Momente.

3. Platz: Über Witze. Das ist eine Gottesgabe, Witze gut zu erzählen!

4. Platz: Das Lachen anderer Menschen! Wie wahr, besonders Kinderlachen ist doch richtig ansteckend!

5. Platz: Über uns selbst! Wohl dem, der das kann. Aber ist es nicht manchmal richtig befreiend!

Und, habt Ihr Euch bei einer der ersten fünf Positionen wieder gefunden?

Foto: Dr. Stephan Barth / pixelio.de

Wer zuerst lacht……

Da gibt es eine Studie von Forschern der Universität Oxford, die herausgefunden hat, dass man, bevor man sich wehtut, gelacht haben sollte. Da tut es zehn Prozent weniger weh. Das  habe ich kürzlich in der Apotheken-Rundschau gelesen.

Und zwar hatte man bei diesem Experiment zwei Gruppen von Probanden gebildet. Denen wurden, so die Experten, „leichte Schmerzen zugefügt“. Das wurde gemacht, nachdem sie eine Viertelstunde lang entweder einen trockenen Dokumentarfilm gesehen hatten, oder die andere Gruppe etwas Lustiges, Comedie wie etwa Mr. Bean.

Und siehe da, die Schmerzempfindlichkeit derjenigen, die sich über Sketche amüsiert hatte, war um ein Zehntel geringer. Auffallend war, dass es besonders gut ausging, wenn die Probanden nicht allein, sondern in der Gruppe gelacht hatten.

Die Forscher wissen, dass Lachen im Gehirn Glücksbotenstoffe freisetzt, was die Schmerzschwelle erhöht.

Was ich mich nur frage, wie will man wissen, wann man sich irgendwo stößt oder so was? Da kann man ja vorher nicht erst lachen. Gut ist es allerdings, wenn man einen Zahnarzttermin vor sich hat oder so was in der Art. Also, eine Viertelstunde was Lustiges angucken oder sich Witze erzählen lassen.

Foto: Rike / pixelio.de

Wer zuletzt lacht…..

Wusstet Ihr, dass man an der Art, wie ein Mensch lacht, erkennen kann, woher er kommt, wie alt er ist, wieviel er verdient! Ich war total verblüfft, wusste es nartürlich nicht. Herausgekommen ist es durch eine, natürlich, Umfrage des Emnid-Instituts für den Sender Sky.

Also, erst mal, wenn Deutschland lacht, dann „Haha!“. Klar, nein nicht ganz klar, denn Lachen ist nicht gleich Lachen. Es gibt da feine und weniger feine Unterchiede: Da fand man das sogenannte „Wohlstands-Lachen“ heraus, Ihr habt richtig gehört: Jeder Dritte mit einem Haushaltseinkommen von über 2000 Euro pflegt zu lachen: „Hehe“! Bei einem Einkommen von unter 1000 Euro lachen nur 3,7 Prozent mit „Hehe“. Wenn sie überhaupt da noch lachen!

Dann die regionalen Unterschiede, wie man beim Lachen auch die Körpersprache einsetzt. Das kam mir schon bekannter vor. Nicht die Bayern sind die Schenkelklopfer, wie man allgemein meint. Da lassen sich nur ein Drittel zu sowas beim Lachen hinreißen.

Nein, die Berliner sind da an der Spitze: 61,1 Prozent schlagen beim Lachen entweder auf Schenkel, 32,6 Prozent), auf Gegenstände, 18,3 Prozent, oder gar auf andere Personen, 10,2 Prozent. Wer hätte das gedacht! In den andern Bundesländern würde eine „schlagfreie“ Lachzone vorherrschen, so die Ermittler.

Auch Generationsunterschiede gibt es beim Lachen, so lachen viele ältere Mitmenschen das Weihnachtsmannlachen, nämlich „Hoho“, das hat bei den über 50-jährigen noch jeder Zehnte drauf.

Einen guten Rat geben die Experten noch mit auf den Weg: Man sollte darauf achten, vor allem in froher Runde, einfach nur „Haha“ zu lachen. Dann verrät man wenigstens nicht zu viel über sich selbst. Und möglichst an den richtigen Stellen lachen!

Dabei frage ich mich, wer diese Umfrage nicht zufällig gelesen hat, weiß ja gar nicht, wie er die „Lach-Variante“deuten soll!

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