Tag Archiv ‘Märchen’

Geburtstag – 200 Jahre Bremer Stadtmusikanten

Das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ der Gebrüder Grimm wird 200 Jahre alt. Wenn man fragt, wer sind die berühmtesten Leute in Bremen, werden viele sagen: Esel, Katze, Hund und Hahn.

Jeder kennt die Geschichte von den vier Tieren, die einem bösen Halter weggelaufen sind, um in Bremen Musiker zu werden. Doch die vier Musikanten haben es gar nicht bis Bremen geschafft. In einem Räuberhaus im Wald vertreiben sie die Räuberbande durch ihre Musik – Der Esel schrie, der Hund bellte, die Katue miaute und der Hahn krähte. Die Vier fanden in dem Räuberhaus ein neues, schönes Zuhause.

Wie oft haben wir das Märchen vorgelesen, selbst gelesen usw.! Dieses und viele andere Märchen haben wir den Gebrüdern Grimm zu verdanken. Jacob und Wilhelm Grimm, sie schrieben die Geschichte auf und veröffentlichten sie vor 200 Jahren in einem Buch. Vorher wurden die Märchen mündlich weiter erzählt. Die Brüder waren Sprachwissenschaftler. Sie sammelten viele Märchen von der Landbevölkerung und veröffentlichten sie in dem Buch:“Kinder- und Hausmärchen“. Anfangs wollte leider kaum einer das Buch kaufen, so erklärt ein Experte.

Das änderte sich, als ein dritter Bruder Bilder zu einigen Geschichten malte. Seitdem sind auch Esel, Hund, Katze und Hahn auf der ganzen Welt berühmt geworden. Im Laufe der Zeit wurden die Märchen der Brüder Grimm in 180 verschiedene Sprachen übersetzt! In Bremen sind die vier Stadtmusikanten zum Wahrzeichen geworden. Die Stadt feiert den 200. Geburststag des Märchens mit vielen Veranstaltungen, wie Konzerte und Ausstellungen.

Foto: mein-dsl-anbieter.net / pixelio.de

Warmes Kerzenlicht – gerade jetzt so schön…

725227_web_R_K_B_by_Yvonne Voigt_pixelio.deWie wunderbar ist es, gerade jetzt bei früher Dunkelheit und in Weihnachtserwartung den Raum mit Kerzenlicht gemütlich zu machen! Zur tea time, am Adventskranz, zum Feierabend, sogar im Bad kann Kerzenlicht eine besinnliche und ruhige Stimmung herbei zaubern.

Da ist es interessant zu lesen, dass jeder Deutsche 2,6 Kilo Kerzen im Jahr abbrennt. Das ist doppelt so viel wie der durchschnittliche Verbrauch in der EU. Also lassen wir es uns gutgehen bei Kerzenschein!

In der Vorweihnachtszeit spielt die Kerze sowieso eine große Rolle. Traditionell stehen vier Kerzen auf dem Adventskranz. Das war nicht immer so, auf dem ersten waren es 24. Entzündet wurden sie von dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern in Hamburg. Der Kranz bestand aus einem Wagenrad, 20 kleinen und vier großen weißen Kerzen. Wichert wollte so den von ihm betreuten Waisenkindern die Wartezeit auf Heiligabend verkürzen.

Jeder kennt die Märchen von Hans Christian Andersen, so „Das hässliche Entlein“ oder “ Die kleine Meerjungfrau“ . Vor drei Jahren wurde ein neues Märchen von ihm entdeckt. Es heißt  „Die Talgkerze“. Historiker fanden es in einem 190 Jahre alten Schreibheft. Vermutlich ist es Andersens erstes Werk, entstanden vermutlich in der Schulzeit des Dichters.

Manchmal, wenn einem alles egal ist, sagt man: „Das ist mir schnuppe.“ Gemeint ist damit nicht etwa die Sternschnuppe, sondern das abgeschnittene Ende des Kerzendochts. Damit dieser nicht rußte, musste man ihn früher öfter „schneuzen“, also kürzen.

Kann man in einem Raumschiff eine Candle-light-Dinner machen? Diese Frage trieb manche klugen Leute um. Die Antwort ist „Ja“. Ja, das geht, doch nur bei schwachen, runden Kerzen, die noch dazu blau leuchten. Das kommt daher, dass die Stoffe, die bei der Verbrennung entstehen, heiß sind und damit leichter. Sie steigen auf und formen die Flamme. Dabei leuchtet der Ruß rötlich. Wie aber jeder weiß, es gibt in der Schwerelosigkeit kein Leicht und Schwer. Darum sieht die Flamme anders aus. (Wer hätte das so gewusst? Wieder was gelernt.)

Allen Kerzenlichtfreunden eine gemütliche Zeit!

Foto: Yvonne Voigt / pixelio.de

 

 

 

Es war einmal….vor 200 Jahren erschien der erste Märchenband der Brüder Grimm

Auch heute können Kinder und Erwachsene aus dem Stegreif die Märchen der Gebrüder Grimm nennen: Rotkäppchen, Dornröschen, Aschenputtel, Hänsel und Gretel, Schneewittchen und viele, viele mehr.

Weihnachten vor 200 Jahren veröffentlichten die Brüder Grimm ihren ersten Band“ Kinder- und Hausmärchen“. Wer kennt sie nicht, die Märchen der Gebrüder Grimm. Wieviel Generationen sind mit ihnen aufgewachsen!. Sie haben auch heute nichts von ihrem Zauber eingebüsst. In fast allen Ländern der Welt kennen Kinder und Erwachsene ihre Märchen.

Die Brüder, Wilhelm und Jacob, wurden in Hanau geboren, Jacob 1785, Wilhelm ein Jahr später. Der Vater war Amtmann im ländlichen Steinau, dass die Kinder schon früh geprägt hat. Sie spielten, es waren noch drei Brüder und eine Schwester, im einsam gelegenen Wald mit seinen Eiben- und Eichenbeständen. Als Spielkameraden dienten ihnen Schmetterlinge, Käfer, Ameisen und was man mit Phantasie sonst noch alles entdecken kann.

In vielen ihrer Märchen können die Menschen mit Tieren sprechen. Das hatten sie aus ihrer Kindheit mitgenommen, die Melodie der Wälder kannten sie ja. Da hat sogar der Komponist Sergej Prokofieff, dessen Aschenputtel-Ballett zu den großen Glanzstücken zählt, seine Bewunderung für die Erzähler ausgedrückt. Er meinte: „Das ist der lebendige Atem der Natur.“

Sie waren in den hessischen Wäldern und Dörfern unterwegs, um alte Sagen, die mündlich überliefert waren, zu sammeln. Vieles fanden sie auch in Bibliotheken und alten Schriften. Eine Freundin, Dorothea Viehmann, konnte ihnen da manches zu beisteuern.

Die Brüder Grimm blieben immer zusammen. Am Ende ihres Lebens waren sie beide in Berlin. Wilhelm starb dort mit 73 Jahren, Jacob vier Jahre später. Aber ihre Geschichten sind einfach unsterblich.

Foto: Frank Güllmeister / pixelio.de

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