Tag Archiv ‘Quitte’

Quitten – eine schmackhafte Alternative…

Wer sich nicht entscheiden kann, ob Apfel oder Birne, der sollte zur Quitte greifen. Die gelbe Frucht liegt optisch genau zwischen den beiden. Und obwohl die Quitte viel Vitamine und Mineralstoffe enthält, wird sie weit seltener verwandt als eben Apfel und Birne.

Damit wird man einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt nicht ganz gerecht. Etwas zur Geschichte – Botanisch gesehen, gehört die Quitte übrigens zu den Rosengewächsen. Schon im antiken Griechenland war sie bekannt. Sie kam über den Kaukasus, Iran und Armenien dorthin. Weltweit werden heute rund 200, in Deutschland dagegen nur noch ca. sechs Quittensorten angebaut.

Zwar ist sie im rohen Zustand kaum genießbar, aber als Geliermittel für Marmeladen und Gelees ist die Quitte unschlagbar und vor allem gesund. Dafür sorgt der hohe Anteil an Pektin. Das natürliche Geliermittel wirkt entgiftend und senkt den Blutzuckerspiegel. Auch Saft, Kompott und Likör lassen sich gut herstellen. Zudem eignet sich etwas Quitte, um Suppen, Soßen, Chutneys oder Backwaren mit einem fruchtigen Kick zu verfeinern.

Foto: schemmi / pixelio.de

Fast vergessene (quitte-)gelbe Herbstfrucht

Eine der ältesten Obstsorten, die vom allgemeinen Vergessen bedroht ist, hat jetzt bis Ende November ihre kurze Saison – die Quitte – . Ursprünglich stammt sie aus Asien und war bereits in der Antike häufig Basis für süße Musgerichte. Als Symbol für Glück, Liebe und Fruchtbarkeit wurde sie ab dem Mittelalter auch in Süd- und Mitteleuropa angebaut und kultiviert. Aber mit Beginn des 20. Jahrhunderts verdrängten Apfel und Birne die Quitte immer mehr aus der Küche. Diese lassen sich einfacher schneiden und verarbeiten.

Dabei ist die Quitte sehr vielseitig, sehr lecker und auch sehr gesund. Aber für die Massen taugt ihre etwas arbeitsintensive Verarbeitung einfach nicht mehr. Die Quitte mit ihrer leuchtend gelben Farbe (daher der Ausdruck: quittegelb) sieht aus wie eine Mischung aus Apfel und Birne, sie gehört auch zur selben Familie. Früher gab es viele Sorten, heute findet man meist nur die rundliche Apfel- und die längliche Birnenquitte.

Roh ist die Quitte meist nicht genießbar, sie ist sauer, hart und holzig. Erst beim Kochen und Braten entfaltet sie ihr feines Aroma. Eine Ausnahme ist die Shirin-Quitte. Beim Kauf sollten Quitten  weich und gelb sein, aromatisch duften und einen schwachen Flaum auf der Schale haben. Diesen sollte man vor der Verarbeitung mit einem Tuch abreiben, da er Bitterstoffe enthält. Dann kann man die Quitten schälen oder auch ungeschält verwenden. Am besten mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

(mehr …)

Copyright © 2013 Allerlei Frauerlei – Gesundheit, Garten und Genuss