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„Made in Germany“ – Kampf um das Gütesiegel

made in germanyDie Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ steht für Qualität und ist allgemein sehr anerkannt. Auch die deutsche Wirtschaft weiß das zu schätzen. 60 Prozent der Verbraucher bevorzugen die Erzeugnisse mit dem Gütesiegel. Auch international gilt „Made in Germany“ als Qualitätsgarant.

Das hat auch eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) ergeben. Nach ihren Schätzungen können deutsche Unternehmen mit diesem Gütesiegel Preisaufschläge vornehmen, die ihnen mehr als 100 Milliarden Euro pro Jahr einbringen. Denn nach der Umfrage sind ebenso viele, also 60 Prozent, bereit, höhere Preise für einheimische Waren zu zahlen.

Das Problem ist, dass das Gütesiegel bisher nicht gesetzlich geschützt ist. Es wird immer wieder von Herstellern  verwendet, die Qualität nur vortäuschen. Die EU-Kommission, die dafür zuständig ist, hat vor, die Herkunft von Konsumartikeln mittels einer Richtlinie europaweit an bestimmte Mindeststandards zu knüpfen.

Doch einige Verbände, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sind damit nicht einverstanden. Es diene nicht unbedingt der Produktsicherheit, sondern verursache nur Kosten. Es sei in der Praxis kaum zu realisieren. Die Sicherheitsrichtlinie, die kürzlich von den EU-Parlamentariern verabschiedet wurde, würde in der Konsequenz das Aus für „Made in Germany“ bedeuten. Aber in Brüssel soll eine Herkunftsbezeichnung zwingend vorgeschrieben werden. So würden, wie zu lesen war, die meisten Hersteller auf „Made in EU“ ausweichen.

Das würde nicht so einfach sein, das es auch zollrechtliche Bestimmungen zu beachten gäbe, von denen es Tausende zur Herkunft von Waren und Gütern gäbe, wie die Fachleute berichten. Man wird sehen, wir werden es erfahren.

Foto: Knipseline / pixelio.de

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