Napoleon – verehrt und gefürchtet….

Am 5. Mai 1821, also vor 200 Jahren, starb Napoleon Bonaparte auf St. Helena, er wurde 51 Jahre alt. St.Helena gehört zu Großbritannien und liegt 1860 km vor Afrika (Angola) im Atlantik. Dorthin wurde er sechs Jahre vorher verbannt. Damals dauerte die Schiffspassage 2 Monate nach Europa. Warum St.Helena? Das sagen die Geschichtsbücher ganz deutlich, denn es sollte weit weg sein. Denn die erste Verbannung nach Elba hatte ihn nicht daran gehindert, nach 100 Tagen wieder 1815 auf den Kaiserthron zurückzukehren. Erst die nochmalige Großanstrengung Englands, Österreichs, Russland und Preußens, die in die Schlacht von Waterloo mündete, um ihn sozusagen loszuwerden. Also nach St. Helena zu deportieren.

Es ging im auf St. Helena nicht gut, er wurde sehr scharf bewacht. Es ging ihm auch mit der Zeit immer schlechter, gesundheitlich. Dann das Nichtstun nach dem bisherigen stressigen Leben, der fehlende Komfort, sogar der kleine Hofstaat, den er mitbringen durfte, 20 bis 30 Menschen, behagte ihm nicht. Zumal der Hofstaat unter internen Eifersüchteleien geschüttelt wurde. Es gelang ihm einigen seiner Begleiter die eigene Sicht der Dinge nahezubringen und dass er doch sehr bedeutend war seiner Meinung nach. Daraus ist ein fünfbändiges Werk geworden, das 1823 erschien.

Sogar Goethe und Heinrich Heine gehörten zu den vielen Napoleon-Verehrern, neben italienischen und französischen Schriftstellern und Gelehrten. Warum das so war, angesichts des unsagbaren Leides, dass er über Europa gebracht hatte, ist vielen unverständlich. Es war zu lesen, dass es so sein könnte, nämlich das die politische Gegenwart von Bourbonenkönigtum und Heiliger Allianz so grau und mittelmäßig war, dass man sich nach den großen Zeiten dieses Charismatikers sehnte.

Ein paar Schlaglichter auf den sehr komplexen Lebenslauf, aus der reichhaltigen Literatur, die es über ihn gibt: Napoleon Bonaparte wurde am 15.8.1769 in Ajaccio auf Korsika geboren. Er stieg während der Französischen Revolution in der Armee auf und hat viele Feldzüge, in Italien und Ägypten beispielsweise, angeführt. Dann ist er mit einem Staatsstreich an die Macht in Frankreich gekommen, zuerst als Erster Konsul, dann als Kaiser. Als Gutes kann man sagen, dass er viele Reformen durchgesetzt hat, zu allem Schlechten. Er herrschte über fast ganz Europa. Erst der schlimme Ausgang des Russland-Feldzuges 1812 führt zu seinem ersten Sturz und der Verbannung nach Elba. Wie gesagt, schaffte er es zurückzukommen, um dann in Waterloo endgültig zu scheitern. Was ein anderes großes Kapitel wäre, sind seine Frauengeschichten und sein Größenwahn. Da gäbe es noch viel zu lesen, Interessierte können ja mal googeln.

Foto: Gabriele Planthaber / pixelio.de

 

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