Tag Archiv ‘Mittsommer’

Mittsommer -Bräuche und Feste

Nun ist es wieder so weit: Es ist der längste Tag des Jahres und Sommersonnenwende. Zur Sommersonnenwende steht die Sonne so hoch über der Nordhalbkugel der Erde, wie es nur geht. Am Nordpol scheint sie sogar die Nacht über. Das Gegenstück ist die Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres. Wie man weiß, ist es auf der Südhalbkugel genau anders herum! Die Jahreszeiten sind quasi vertauscht. (Ich erinnere mich gerne an eine Reise dorthin über Weihnachten, es war bis 40 Grad heiß und man machte Barbeque am Strand in Badehose und Nikolausmützen!)

Mit der Sommersonnenwende beginnt bei uns der Sommer, für die Meterologen fängt er schon am 1. Juni an, weil sie so ihre Messwerte am besten vergleichen können. Da es im Norden so lange hell bleibt, spricht man beispielsweise in Island von den weißen Nächten.

Um die Sommersonnenwende ranken sich viele Legenden: Früher glaubten viele, dass an diesem Tag Hexen und Dämonen ihr Unwesen treiben und so manches mehr. Sie Sommersonnenwende gilt auch als Fest der Fruchtbarkeit. Für viele Bauern war sie eine wichtige Orientierung zum Aussäen und Ernten. Darüber hinaus wurden viele Feuer entzündet – Sie sollten das Böse fernhalten und ein Sprung über das Feuer sollte Glück und Gesundheit bringen. Dieser Brauch wird auch heute noch mancherorts gepflegt.

Es finden überall Feste statt, leider in diesem Jahr nicht so ausgeprägt! Das liegt an der Corona-Krise, die uns dazu bringt, vorsichtiger mit großen Feiern zu sein. Auch in Schweden, so war den Medien zu entnehmen, wird mit Feiern zurückgesteckt. Darum will ich aber doch die Gelegenheit nutzen, zu schildern, wie sonst gefeiert wird:

Besonders schön feiern die Schweden „Mittsommar“ mit einem großen Fest in allen Orten. Am Mittsommertag wird viel gesungen, man tanzt um eine mit Blüten und Birkenzweigen geschmückte Stange und die Frauen tragen Blütenkränze auf dem Kopf. Ein alter Brauch, den es auch heute noch gibt, ist, dass die jungen Mädchen über die Wiesen gehen und sieben verschiedene Blumen und Kräuter pflücken. Die legen sie dann am Abend unter ihr Kopfkissen und träumen dann von ihrem zukünftigen Bräutigam.

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Schweden: Stockholm – buntes Inselreich – und Mittsommer…

Schweden ist absolut eine Reise wert! Sei es die wunderbare Hauptstadt Stockholm – mit vielen einzelnen Inseln. Besonders jetzt um die Mittsommerzeit ist Schweden so schön! Mittsommerfeste allenthalben. Besonders bekannt ist die Provinz Dalarna für ihre manchmal eine Woche dauernden Feste.

Fangen wir mit Stockholm an: Wer durch Stockholm spaziert, überquert oft mehr Brücken als in Venedig – und erlebt eine facettenreiche Stadt mit viel Kultur und Stil. Die schönsten Brücken stammen aus dem 19. Jahrhundert – so wie die 165 Meter lange Skeppsholmsbron. Das Stadtgebiet erstreckt sich nämlich über 14 „Schären“ genannte Felseninseln, die durch mehr als 50 Brücken miteinander verbunden sind.

Es ist das skandinavische Lebensgefühl, das jeden Stockholmbesucher begeistert, eine gastfreundliche Metropole. Romantik trifft hier auf Moderne. Alles sehr entspannt.

In Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm, schlägt das Herz der Stadt. Einheimische und Besucher schlendern hier vorbei an kleinen Geschäften, Restaurants und Cafés. Rund um den Stortorget, Stockholms einstigen Marktplatz, gibt es sehenswerte Adelspaläste, Kirchen und Bürgerhäuser. Wer durch die verwinkelten Seitengassen des Viertels streift, kann urige Innenhöfe, Ornamente und immer wieder auch fantasievolle Hausgiebel sehen, die Jahrhunderte alt sind.

Fast den gesamten nördlichen Teil des Gamla Stan nimmt das mächtige Stadtschloss ein. Die königliche Familie nutzt es aber nur selten. Einige der historischen Prunksäle können besichtigt werden. Prächtig wirkt auch das Riksdagshuset, das schwedische Parlament. Der Gebäudekomplex beansprucht eine eigene kleine Insel fast ganz für sich.

Im zentralen Stadtteil Norrmalm haben sich allerlei schicke Läden angesiedelt rund um das Edelkaufhaus NK. Auch auf den Inseln Östermalm und Södermalm gibt es exklusive Geschäfte. Södermalm ist außerdem das angesagte Ausgehviertel.

Grüne Oasen sind stets nur eine Insel entfernt – wie Djurgarden. Dort gibt es einen Park mit einer einzigartigen Gartenarchitektur und dem Dreimaster Vasa:

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Sommer-Sonnenwende

Nun haben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht erreicht. Gerade jetzt ist der Sternenhimmel besonders schön. Gerne bleibt man ja auch jetzt an den milden schönen Sommerabenden auf der Terrasse mit kühlem Wein oder Bier oder im Park sitzen und genießt, dass man draußen sein kann. Aber auch am Tage gibt es etwas Besonderes: Die Sonne erklimmt den Zenit ihrer Jahreslaufbahn. Genau um 13.28 Uhr Sommerzeit passiert sie am 21. Juni den Sommerpunkt, der ihren Eintritt in das Tierkreiszeichen Krebs markiert. Darum heißt es auch: der Wendekreis des Krebses. Noch am 21. Juni abends wechselt die Sonne in das Sternbild Zwillinge.

Interessant zu wissen ist, wie in Deutschland der längste Tag ist. Ich habe nachgelesen: in Hamburg dauert der längste Tag 17 Stunden und drei Minuten, in Leipzig 16 Stunden und 37 Minuten, in München 16 Stunden und fünf Minuten. Da sich unsere  Zeitrechnung nach einer fiktiven mittleren Sonne richtet, erfolgt der früheste Aufgang der wahren Sonne bereits am 16. und ihr spätester Untergang erst am 25.Juni. Das wird Zeitgleichung genannt.

Mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlt im Juni Venus als Abendstern am Westhimmel. Auch Mars, allerdings nicht so auffällig wie Venus, kann in der ersten Nachthälfte beobachtet werden. Der dritte Planet ist Saturn, auch in der ersten Nachthälfte zusehen. Für Fachleute und Hobby-Astronomen gäbe es sicher noch viel mehr Interessantes am Sternenhimmel zu sehen.

Es gibt auch natürlich viele Bräuche zur Sommersonnenwende oder auch am 24.Juni, Johannnisnacht.

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