Tag Archiv ‘Weihnachten’

Weihnachten – kulinarisch in aller Welt

203169_web_R_K_B_by_Michael-Franke_pixelio_de_-150x112Nicht nur die Weihnachtsbräuche sind sehr verschieden in der Welt, auch die kulinarischen Gepflogenheiten. Hier ein paar Auszüge, alles aufzuschreiben, wäre zu viel:

In Deutschland gibt es traditionell Gänsebraten oder auch Wild und Karpfen. Da ist interessant zu wissen, warum Gänsebraten und nicht Lamm oder Rind? Dies geht bis ins Mittelalter zurück, da wurde die Adventszeit sehr streng eingehalten, wie eine Fastenzeit. Ohne Butter, Eier, Fleisch. Am Weihnachtsabend wurde das Fasten „gebrochen“ und man aß in vollen Zügen, natürlich nahrhafte und fette Speisen, wie eben Gänsebraten. Das Weihnachtsgebäck hat übrigens auch mit dieser Zeit zu tun, denn es war auch verboten. Aber man kam auf einen Trick – Lebkuchen und Honigbrote waren erlaubt, sie galten wegen ihrer Gewürze als Heilmittel!

Was bei uns die Gans ist, ist in vielen Ländern der Truthahn, der „Turkey“. Beispielsweise in: England, Irland, USA, Australien. Aber auch in Malta, das ja lange englisch war, wird gefüllter Truthahn gegessen., dazu der Christmas-Pudding nach englischer Art. Aber auch Timpara, ein maltesisches Nudelgericht und maltesisch-typisches Gebäck. Aber auch in Frankreich wird „Dinde aux marrons“ – Truthahn mit Maronen, gegessen. Zum Nachtisch gibt es nach altem Brauch „Búche de Noel“, der wie ein Baumstamm aussieht. Früher verbrannte man ein Holzscheit im Kamin und streute die Asche auf die Felder, das sollte Glück für eine gute Ernte im nächsten Jahr bringen.

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Gibt es einen Weihnachtsmann?

Diese Geschichte, die längst einen Kultstatus hat, ist es wert, nochmal erzählt zu werden:

Sie spielt  Jahre 1897 und handelt von der kleinen Virginia aus New York, damals acht Jahre alt.  Sie glaubte zwar an den Weihnachtsmann, aber als andere Kinder sagten, es gäbe ihn nicht, bekam sie Zweifel. Sie fragte ihren Vater, der sich etwas überfragt fühlte. In der Familie war es üblich, bei Unsicherheiten bezüglich Begriffen oder historischen Fakten an die „Frage und Antwort“ – Kolumne der „New York-Sun“ zu schreiben. Das riet der Vater der kleinen Virginia, er meinte, die würden ihr schon die richtige Antwort geben.

Ihr Brief wurde an den Redakteur Francis P.Church weitergeleitet, der schon 20 Jahre bei der Zeitung war. Er war sich sicher, dass es keinen Ausweg gab, der Frage auszuweichen. So kam es, dass er einen der bis heute bemerkenswerten Kommentare der Zeitungsgeschichte schrieb. Er wurde über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der „New York-Sun“ im Jahre 1949 alle Jahre wieder auf der Titelseite zu Weihnachten abgedruckt.

Was schrieb er? Sinngemäß erklärte er Virginia, dass ihre Freunde nicht recht hätten. Dass es sehr wohl einen Weihnachtsmann gibt, so wie die Liebe und Treue. Wie dunkel wäre die Welt, so schrieb er, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Dann gäbe es auch keinen Glauben – nichts, was das Leben schön machte.

Man könnte am Heiligen Abend versuchen, den Weihnachtsmann zu fangen. Das wird nicht gelingen. Die wichtigsten Dinge bleiben sowieso unsichtbar. Aber es ist wahr, der Weihnachtsmann lebt, er wird noch zehnmal zehntausend Jahre zu den Kindern kommen, um ihre Herzen mit Freude zu erfüllen.

Der Brief Virginias und die Antwort von Francis P. Church waren und sind noch heute sehr bekannt. An der Alma mater von Francis P.Church, der Columbia University, werden sie heute noch zu Weihnachten gelesen. Es gab eine Fernsehfassung 1974, Liedfassungen und vieles mehr.

Virginia wurde später Lehrerin und Rektorin an einer New Yorker Schule. Sie erhielt während ihres ganzen Lebens ständig Post wegen ihres Briefes, ob es den Weihnachtsmann gäbe. Sie starb 1971 mit 81 Jahren.

Ich entdeckte im Internet bei Wikipedia auch die vollständige Fassung des Briefes und eine lange Abhandlung. Auch andere Foren befassen sich mit diesem Thema. Wer will, kann einfach mal über Google reingehen.

Es ist wirklich sagenhaft, wie diese wunderbare Geschichte noch heute bewegt.

Foto: Karl Michael Soemer / pixelio.de

Weihnachten am anderen Ende der Welt….

Von Mitte Dezember 2000 bis Mitte Januar 2001 bereiste ich mit meinem Mann den australischen Kontinent, davon den größten Teil im Campervan. Wir besuchten auch Freunde in verschiedenen Städten. Am 23. Dezember waren wir in Adelaide in Südaustralien. Es war dort wie überall im Land eine unwahrscheinlich fröhliche Stimmung, für uns völlig fremd. Dazu trug aber auch die hochsommerliche Temperatur bei. Selbst bei Rieseneinkäufen gab es keine Spur von Hektik. (Wenn ich da an die Hetzerei bei uns denke!). Überall waren Straßenmusikanten unterwegs, Kinderchöre, auch Jazzer. Der Schmuck allenthalben war sehr bunt und kitschig, nach amerikanischem Muster, aber das störte nicht. Nikolausmützen und Rentierkopfschmuck gab es natürlich auch, witzig bei Sonnenschein. Es swingte und wogte in der ganzen Stadt. Es ist auch am Strand üblich, die bekannten Barbecue-Parties an Christmas Eve (Heiligabend) mit Nikolausmütze und Badehose zu feiern.

Der 1. Feiertag ist aber, wie unsere Freunde berichteten, mit festlichem Essen der Familie vorbehalten.  Es ist auch bei ihnen, wie in Amerika, üblich, den Weihnachtsbaum (meist künstlich!), schon lange vor den Feiertagen aufzustellen und zu schmücken. Tannen und Fichten gibt es nicht, vereinzelt werden Zypressen und Koniferen angeboten.

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Advent -Die Geschichte des Adventskranzes

Nun ist es wieder soweit, das Jahr ist wie im Flug vergangen und die Adventszeit ist da. Es ist schon ein Heidenbetrieb überall, die Weihnachtsmärkte sind vielerorts geöffnet und die Vorfreude aufs Fest ergreift allmählich nicht nur die Kinder. Überall werden Adventskränze und Gestecke angeboten, kommerziell oder auch liebevoll handgemacht auf den Märkten. Es gibt sie in allen Variationen, elegant, rustikal, klassisch, modern, wie man möchte.

Am schönsten sind immer noch die wie früher selbstgemachten, klassisch aus Tannengrün mit vier roten Kerzen, mit Tannenzapfen, Äpfeln aus Holz, schön bemalt. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jetzt sind alle unterwegs, um rechtzeitig zum ersten Adventssonntag dieses unentbehrliche Symbol der vierwöchigen Adventszeit zu erstehen.

Da liegt es nahe, mal nachzuschauen, wie der Adventskranz überhaupt entstanden ist. Wie hier in Deutschland verbürgt ist, wurde der Adventskranz 1839 von dem evangelischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern eingeführt. Er kümmerte sich um arme Kinder und betreute sie in einem alten Bauernhaus. Da sie in der Adventszeit immer fragten, wann endlich Weihnachten ist, baute er aus einem Wagenrad einen Holzkranz mit 20 kleinen roten Kerzen für jeden Werktag der Adventszeit und vier großen weißen für die Adventssonntage. So verging die Zeit mit täglichem Kerzenanzünden viel besser. So ein Kranz, jetzt mit Tannengrün, aber mit der gleichen Kerzendekoration, hängt noch heute im Advent in der bekannten Hamburger Stadtkirche St. Michael.

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Weihnachten – aber es gibt noch andere Feiertage..

Weihnachten steht vor der Tür – für viele ist Weihnachten das höchste der Feiertagsgefühle.  drei Tage Völlerei, Geschenke ohne Ende, Zeit mal für die Familie.

Und dann? Zwölf Monate warten, die Weihnachtsplätzchen von den Hüften abtrainieren und hoffen, dass das nächste Weihnachtsfest noch größer und schöner wird. Dabei gibt es noch viel mehr Feiertage im Jahr, die man begehen sollte. Es gibt genug Alternativen zum Schlemmen unter dem Baum. Außerdem gibt es genug Menschen, die andere Feste bevorzugen.

Hier einige Beispiele: Thanksgiving  – Die Amerikaner hatten da schon die richtige Idee: Einfach ein anderes Fest in die Wochen davor legen, um die Wartezeit zu verkürzen. Das ist natürlich nicht der Grund, warum in den USA und Kanada Thanksgiving gefeiert wird, aber es ist ein netter Nebeneffekt. Erntedank ist aber auch bei uns bekannt. Warum dann nicht auch hier mal den Truthahn auf die Speisekarte setzen?

Fastenzeit – Zahlreiche Mitbürger begehen den Ramadan, den Fastenmonat der Muslime, der mit dem großen Fastenbrechen endet. Verzicht hat in so ziemlich allen Religionen dieser Welt seinen festen Platz. Wer weder Muslim ist noch sich mit dem Fasten anfreunden kann, kann in diesen Brauch trotzdem mal reinschnuppern. Viele muslimische Gemeinden laden zum Fest des Fastenbrechens, auch Zuckerfest genannt, ein. Der nächste Ramadan beginnt übrigens im Mai. Viele nehmen auch die christliche Fastenzeit, beginnend mit dem Aschermittwoch, zum Anlass, etwas zu reduzieren, seien es Süssigkeiten, Alkohol, oder auch Fernsehen usw.

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Stockholm – die verzauberte Stadt

Stockholm ist in der Weihnachtszeit eine verzauberte Stadt. Wer das einmal erleben will, sollte in der Vorweihnachtszeit einen Trip dorthin machen. Wenn man zum ersten Mal in der Adventszeit dorthin kommt, hat man den Eindruck, dass alle Einwohner sich auf die gleiche Dekoration geeinigt haben. In fast allen Fenstern sehen Kerzenleuchter mit weißem Licht. Das und hier und da weiße Sterne, die Wirkung ist überwältigend.

Man muss früh raus, um alles zu sehen, denn im Norden ist es jetzt nur von 9 – 15 Uhr hell. Wenn man in einem der vielen  Cafes ein paar Zimtschnecken oder ein Stück warmen Apfelkuchen vertilgt hat, ist man schon richtig in Pfefferkuchenlaune. Dann geht es am besten zum Weihnachtsmarkt auf dem Storget, einem kleinen Marktplatz in der Mitte der Altstadt. Es waren Hanse-Kaufleute, die hier im 16.Jahrhundert die schönen Bauten errichtet haben.

Vor allem, gibt es hier einen wesentlichen Unterschied zu Deutschland: Es ist still, kein Gedudel aus Lautsprechern mit Weinachtsliedern. An den Ständen ist es ein Muss, den schwedischen Glühwein, den Glögg, zu probieren. Durch die strengen schwedischen Vorschriften hat er gerade mal zwei Prozent Alkohol. Eine Besonderheit sind die eingestreuten Mandeln und Rosinen.

In der deutschen Kirche am höchsten Punkt der Altstadt wird nachmittags das Krippenspiel geprobt. In den fünf Kirchenchören der Gemeinde singen außer Protestanten auch Katholiken, Juden, Muslime und Atheisten. Es gibt 15 Konzerte in der Adventszeit, die immer schnell ausverkauft sind. Um 15.30 klingt das älteste Glockenspiel von Skandinavien.  Ein Tradition wird in der deutschen Kirche gepflegt – Am Heiligabend besucht Königin Silvia den Gottesdienst. Sie sitzt nie in der ersten Reihe, sondern will als Privatperson teilnehmen. In Schweden ist an sich traditionell der Frühgottesdienst am Ersten Weihnachtstag von Bedeutung.

Deutsche Touristen können eine Führung mitmachen, um die Weihnachtsbräuche in Schweden kennen zu lernen. Weihnachten ist hier viel fröhlicher, so erfährt man. Es gibt auch hier einen lebenden Adventskalender: Jeden Tag öffnet sich ein anderes Fenster der Altstadt zu einer kurzen musikalischen Darbietung oder Lesung.

Wer interessiert ist: Nonstop-Flüge gibt es beispielsweise ab Düsseldorf, man braucht nur einen gültigen Personalausweis. Infos unter: www.visitsweden.com.

Foto: flori/silvia / pixelio.de

 

Es weihnachtet – überall

47484_web_r_by_manfred_pixelio-deWeihnachten ist eigentlich ein Fest der Besinnung, ein Familienfest. Man umgibt sich mit den Menschen, die man liebt, zum Feiern. Aber da kann es durchaus sein, dass es auch lustige und nicht nur besinnliche Traditionen gibt. Da lohnt es sich richtig, mal diese Seite des Weihnachtsfestes zu beleuchten.

Hier einige witzige Weihnachtsbräuche: In Dänemark, Finnland, Norwegen und Island gibt es die Sage, dass die Wichtel die Geschenke bringen, darum muss man sie bei Laune halten. Wütende Wichtel sollen nämlich Unglück für das ganze Haus bringen. Darum stellt man in Skandinavien am Heiligabend eine Schüssel Reisbrei mit ordentlich Zimt in den Stall oder auf die Fensterbank – um die Wichtel gewogen zu halten.

In Großbritannien wird Weihnachten ziemlich fröhlich gefeiert, wie eine Party. Da knallt es auch! Denn bei den Feiern zum Fest gibt es die „Christmas Crackers“, große Knallbonbons. Zwei Leute müssen jeder an einem Ende ziehen. Wer nach dem Knall das größere Stück in der Hand hält, darf den Inhalt – eine kleine Überraschung – behalten. Dann die alte Tradition: Es werden zur Weihnachtszeit über jeder Tür Mistelzweige aufgehängt. Stehen zwei Personen gemeinsam darunter, darf die eine Person die andere ungefragt küssen – so sagt es der Brauch. Dieser führt auf den heidnischen Glauben zurück, der dem Mistelzweig besondere Kräfte zuschreibt.

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