Fussball-Sommermärchen 2010 – wie am Kap gekocht wird

Nun ist es endlich so weit, alle Fußballfans haben ihre Kostüme hervorgeholt und sich mit Tröten versorgt zum hoffentlich langen Jubeln. Sie sind doch sicher auch dabei? Ich denke noch sehr an die tolle Zeit von 2006 und werde es jetzt auch genießen.

Da wäre es doch für uns Frauen ganz interessant, auch etwas über das Gastgeberland Südafrika  in kulinarischer Hinsicht zu wissen. Ich entdeckte einige Rezepte, die ich gern weitergeben möchte.

Die Küche am Kap ist sehr reich an Gewürzen, mit ganz bestimmten Eigenarten. Dazu kam es, wie ich erfuhr, durch die holländischen Siedler der Gründerzeit im 18.Jahrhundert, die ihre Hausangestellten aus den ehemaligen Kolonien in Indonesien mitbrachten. Viele Gerichte sind inzwischen voll in die Küche einbezogen, auch indische und Einflüsse aus den afrikanischen Nachbarländern sind mit dabei.

 

Da gibt es „Geelrijs“, gelber Reis, der zu den meisten Gerichten passt:

Für vier Portionen:

  • 225 g Langkornreis
  • 1 Stange Zimt
  • 1 EL Kurkuma
  • je 1 TL Salz und Zucker
  • 125 g Rosinen
  • 75 g brauner Zucker
  • 25 g Butter

 

Den Reis mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf geben, die Zimtstange mit Kümmel, Salz und Zucker dazugeben. Alles aufkochen und 12 Minuten garen lassen. Die Rosinen heiß abwaschen, abtropfen lassen und dazugeben. Alles 10 Minuten weiter garen, bis der Reis weich und das Wasser verdampft ist. Die Zimtstange rausnehmen und den braunen Zucker unterrühren. Die Butter in Flöckchen auf den Reis geben und mit der Gabel unterziehen.

 

 

Bobotie – eine rustikale kapmalaische Spezialität

Auch für vier Portionen:

  • 1 Stück Ingwerwurzel, 3 cm
  • 1 EL Curry
  • 2 EL brauner Zucker
  • Salz,Pfeffer, 5 Zwiebeln
  • 100 g Butter
  • 125 g Rosinen
  • 2 EL Aprikosenmarmelade
  • 2 EL Weinessig
  • 3-4 EL Chutney
  • 1-2 TL Worcestersauce
  • 1 ½ EL Tomatenmark
  • 300 g Hackfleisch
  • 300 g Rindertatar
  • 3 Scheiben Weißbrot
  • 300 ml Milch

 

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Den Ingwer schälen und fein reiben,mit Curry, Zucker, 2 TL Salz und ½ TL Pfeffer in einem heißen Topf unter Rühren vorsichtig bräunen. Die Zwiebeln schälen und fein hacken, mit der Butter zur Currymischung geben und glasig dünsten.

Die Rosinen mit der Marmelade, Essig, Chutney, Worcestersauce und Tomatenmark in einer Schüssel mit dem Hackfleisch und dem Tatar mischen. Weißbrot in Milch tauchen und zum Fleisch geben. Alles auch in den Topf geben und 30 Minuten köcheln lassen. Dann die Masse in eine Auflaufform geben. Milch mit den Eiern verquirlen und über die Hackfleischmischung gießen. 50 bis 60 Minuten backen lassen, vor dem Servieren mit Parmesan bestreuen.

Dazu passt natürlich auch der gelbe Reis.

 

 


Samosas mit Lammfleischfüllung

Sehr beliebt in Südafrika als Vorspeise – stammt aus Indien

Auch für vier Portionen:

  • 375 g Mehl
  • Salz, Kurkuma
  • 1 TLEssig
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • 4 getrocknete Chilis
  • 1 EL Öl
  • 500 g Lammhackfleisch
  • 1 TL gehackter Ingwer
  • 2 TL gehackte Korianderblätter
  • 1 TL Caram Masala
  • etwas Mehl zum Ausrollen, Öl zum Frittieren

Mehl mit je einer Prise Salz und Kurkuma, ¼ l Wasser und dem Essig zu einem Teig verarbeiten und beiseite stellen. Für die Füllung Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen, in feine Ringe schneiden. Die Chilis fein hacken.

Das Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten, das Hackfleisch dazu geben und unter ständigem Rühren anbraten. Ingwer mit Koriander, Caram Masala, Chilis und 1 TL Salz dazu geben und braten, bis alle Flüssigkeit verdunstet ist. Abkühlen lassen.

Den Teig auf etwas Mehl dünn ausrollen und Quadrate ausschneiden. Je 2 TL Füllung daraufgeben, Teig zu Dreiecken zusammenfalten und gut verschließen. Eine Viertelstunde ruhen lassen.

Öl in einer Fritteuse erhitzen, die Samosas portionsweise goldgelb ausbacken, auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm oder kalt mit einem Chutney servieren.

 

Lust bekommen aufs Ausprobieren? Ich werde es jedenfalls tun. Vor allem die Samosas können ja evtl. zum Fernsehen gereicht werden.  Egal wie, guten Appetitt!

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