Stolz der Hausfrau – Marmelade selbst gemacht

marmeladeEs gibt sehr und weniger gute Marmeladen, Gelees oder Konfitüren im Handel, aber was ist das gegen selbst gemachte!! Es macht außerdem Spaß, natürlich, besonders der Gelee, schon Arbeit. Vor allem, wenn man das Glück hat, die Früchte im Garten zu haben. Es ist auch wieder sehr modern, wie ich feststelle. Ich bekam letztes Jahr des öfteren Selbstgemachtes geschenkt.

Übrigens, was ist der Unterschied zwischen Marmeladen, Gelees und Konfitüren?
Der besteht in ihrer jeweiligen Konsistenz: Konfitüren enthalten noch kleine Fruchstückchen, Marmeladen sind sämiger, Gelees werden aus Fruchtsaft hergestellt und sind durchsichtig.

Man kann, wie ich das selbst jahrelang gemacht habe, die Früchte, z.B. Johannesbeeren (entstielt), Himbeeren usw. erstmal einfrieren, und zu späterer Zeit verarbeiten. Meine Freundinnen und ich sammeln das ganze Jahr über kleine Gläser, die wir zum Einkochen verwenden. Sie müssen allerdings ganz makellos sauber gespült sein, damit sie geruchsneutral sind. Gläser mit Schraubverschluss und mit Twist-Off-Deckeln sind ideal, der Deckel darf aber nicht beschädigt sein. Zum Entsaften für Gelee (Johannisbeer, Apfel, Brombeer z.B.) gebraucht man einen Dampfentsafter. Für kleinere Mengen ist ein Tipp, den Schnellkochtopf zu nehmen. Hierzu einen gelochten Siebeinsatz auf einen ungelochten stellen. Durch Wasserdampf zerkocht das Obst, der Saft wird vom unteren Einsatz aufgefangen.

Wenn Sie sich genau nach den Angaben auf dem Gelierzucker, den Sie brauchen, richten, kann nichts schiefgehen. Ein paar Tipps: Wenn Sie 1:1 oder 1 plus 1 auf der Packung wählen, wird die Konfitüre sehr süß, 2 .1 oder 2 plus 1 schmeckt süß, mit 3 :1 weniger süß.

Die Haltbarkeit hängt auch vom Gelierzucker ab: 1 :1 konserviert am besten, richtig verschlossen, hält sich die Konfitüre mindestens 1 Jahr, Bei 2 :1 oder 3  :1 reduziert sich die Haltbarkeit auf ca. ½ Jahr. Man kann, was sehr gut schmeckt, die Konfitüren mit Alkohol aufpeppen, ich nehme gern Sherry, manche Sekt oder Grappa. Diese Mengen müssen aber für die Gelierzuckermenge mitgerechnet werden. Zironensäure macht die Konfitüren fester, entweder Zitronensaft oder Zitronensäurekonzentrat kann man verwenden. Nach dem Kochen, das weiß die Hausfrau, evtl. abschäumen und sofort in die heiß ausgespülten Gläser füllen, verschließen und umgedreht 5 Minuten auf ein Küchentuch stellen.

Inzwischen gibt es eine Unzahl toller Rezepte.Viele spezielle Kochbücher machen die Auswahl schwer. Hier einige ausgefallene, die ich aus der Fülle herauspickte: (Gelten für ca. 6 Gläser).

Konfitüre mit Aprikose und Zitronenmelisse
Die von mir sehr geliebte Zitronenmelisse, die sehr gut zu Desserts, Bowlen, Salaten passt, ist auch für Konfitüren eine tolle Ergänzung.
Also: 1 kg reife Aprikosen, 1 Packung Gelierzucker, 1 :1 oder 2 :1, 50 g Zitronenmelisse.
Aprikosen waschen, entsteinen, dann mit dem Gelierzucker mischen und 2 bis 3 Stunden Saft ziehen lassen. Den Ansatz zum Kochen bringen  und rund 5 Minuten sprudelnd kochen  lassen.Danach werden die fein gehackten Melisseblätter untergehoben und die Masse nochmal kurz aufgekocht. Schnell in Gläser füllen und verschließen.

Erdbeer-Prosecco-Konfitüre
500 g Erdbeeren, 2 Päckchen Zitronensäurepulver, 200ml Orangensaft, 1 kg Gelierzucker 1 :1, 1 Piccolo Prosecco oder Sekt (0,2 l), 2 EL Rosenwasser (aus der Apotheke).

Erdbeeren, putzen, waschen und entstielen (in dieser Reihenfolge), Früchte, Zitronensäure,  Orangensaft und Gelierzucker  in einen Topf geben, Prosecco unterrühren. Unter Rührung erhitzen, je nach Packungsangabe 3 bis 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Topf vom Herd nehmen, Rosenwasser zugeben, in Gläser füllen, verschließen, s. Oben

Johannisbeer-Limetten-Gelee
1 ½ kg rote Johannisbeeren (für etwa 900 ml Saft), 1-2 Limetten, 4 EL Honig (z.B.Akazienhonig), 2 Zweige frischer Thymian, 500 g Extra Gelierzucker (2 :1). Johannisbeeren kalt waschen, von den Rispen streifen, entsaften. Die Limetten auspressen und den Saft durch ein feines Haarsieb geben. Beide Säfte mischen, Honig einrühren, alles aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, den Thymian zufügen, 1 Stunde ziehen lassen, wieder rausnehmen.
Gelierzucker zum Saft geben und aufkochen lassen. Alles unter Rühren je nach Packungsangabe 3 – 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann wieder wie oben evtl. abschäumen, gut verschließen, auf den Kopf stellen. Ein Tipp: Wer intensiven Tymiangeschmack mag, kann einen frischen Zweig kurz abkochen und vor dem Verschließen ins Glas geben.

Lust bekommen? Viel Spaß und gutes Gelingen!

Übrigens, ein guter Tipp zum Verschenken, kommt immer gut an. Glas vielleicht mit buntem Stoff hübsch zubinden und schön beschriften.

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