Der etwas andere Karneval – in Venedig –

Während bei uns überall die närrische Zeit auf Hochtouren läuft, wird in Venedig der berühmte Karneval zelebriert. Aber ganz anders als bei uns üblich ist. Es ist eine ganz alte Tradition mit prachtvollen Festen und atemberaubenden Masken und Kostümen.

Es ist ein einzigartiges Erlebnis: Zehn Tage lang beherrschen geheimnisvolle Gestalten die italienische Stadt. Die Gesichter hinter kunstvoll verzierten Masken versteckt. Es war nicht immer so. Die großen Feste und Bälle wurden im Laufe der Jahrhunderte immer glanzvoller. Aber als auch diese Stadt von Napoleon im 18. Jahrhundert besetzt wurde, verbot er das närrische Treiben. Erst um 1980 wurde die alte Tradition wiederbelebt.

Nun bestimmen wieder die prächtigen Kostüme das Stadtbild. Inzwischen ist es auch längst ein Touristenmagnet. Sie kommen aus aller Welt, um dieses prunkvolle Bild zu sehen. Auf dem Markusplatz und in den Gondeln sind verkleidete Menschen unterwegs, oft mit turmhohen Hüten. Sogar die Haustiere werden kunstvoll kostümiert.

Abends finden überall prächtige Bälle statt, die an die alten Zeiten erinnern. Zu den Höhepunkten der Karnevalsveranstaltungen gehören der Engelsflug, bei dem eine Engelsfigur über den Markusplatz schwebt, und der prächtige Umzug am Faschingssonntag.

Aber es lohnt sich auch, außer den Kostümen, die Stadt an sich anzuschauen. Stilecht natürlich am besten bei einer Gondelfahrt auf dem Canale Grande. Es ist vor allem abends sehr romantisch, leider nicht gerade preiswert. Da sind die Gondelfähren (Traghetti) günstiger, oder der Wasserbus.

Nicht versäumen darf man natürlich die Rialtobrücke. Es ist eines der bekanntesten Bauwerke und bedeutet: Hohes Ufer. Früher war hier das Handelszentrum der Stadt, heute sind auf der Marmorbrücke viele Souvenirläden. Fast genauso berühmt ist die Seufzerbrücke zwischen Dogenpalast und Gefängnis. Ihr Name geht darauf zurück, dass die Ganoven auf dem Weg ins Gefängnis hier seufzend einen letzten Blick in die Freiheit warfen.

Burano, die kleine Fischerinsel, ist für seine bunten Fischerhäuser bekannt. Aber das Herz der Stadt ist natürlich der Markusplatz mit dem Markusdom. Entsprechend viele Menschen sind dann auch hier unterwegs. Schön ist ein Blick vom Glockenturm (Campanile) auf die Stadt. Oder man beobachtet bei einem Espresso in einem der vielen bekannten Cafès in aller Ruhe das Treiben.

Außerdem ist Venedig ja auch als Einkaufsstadt ein Paradies. Lederwaren vor allem sind sehr begehrt, sie sind billiger beispielsweise als bei uns. Boutiquen mit nicht nur italienischer Mode, Schmuck und vor allem Schuhen finden sich zwischen Rialto-Brücke und Markusplatz, im Mercerie-Viertel. Übrigens kann man natürlich auch die typischen Karnevalsmasken kaufen, zwischen 15 und 300 Euro kosten sie.

Also, auf nach Venezia, es ist natürlich immer schön dort. Ich kenne es im Sommer (mit Touristenströmen und natürlich ohne Masken).

Foto: Peter-Bast / pixelio.de

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