Schönste Zeit – Urlaubszeit

Gerne schreibe ich ja übers Reisen, da ich selbst immer viel gereist bin mit großem Vergnügen. Und außerdem sind die Deutschen ja Weltmeister im Reisen, wie immer wieder betont wird.

Auch da gab es mal wieder eine Umfrage, die mir in die Hände fiel. Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen hat eine aktutelle „Reise-Analyse“ zusammengestellt. Dabei wurden 7500 Bundesbürger befragt. Bekannt ist laut Statistik, dass rund 54 Millionen Deutsche über 14 Jahre dieses Jahr für mindestens fünf Tage verreisen wollen.

Die Buchungszahlen sind seit den 90er Jahren gleich geblieben, wie auch die Reiseziele. Nur der Abschluss übers Internet hat sich in den vergangenen Jahren von sieben auf 15 Prozent mehr als verdoppelt. Da sind Befürchtungen von Reisemedizinern laut geworden, die die Gefahr sehen, dass man sich dann ein Reiseprogramm zusammenklickt, wo eine persönliche Beratung besser gewesen wäre. Vor allem in Hinsicht auf die Gesundheit. Aber andere Wissenschaftler halten dem entgegen, dass es nicht allein am Internet liegt, die Tendenz ist sodass man gerade für eine Urlaubsreise nicht so sehr auf die Gesundheit achtet.

Aber eine positive Entwicklung ist trotzdem, so die Experten, zu sehen. Nämlich, dass viele Leute verreisen, gerade, um etwas für die Gesundheit zu tun. Es bieten inzwischen nicht nur Spezialisten, sondern auch große Veranstalter sogar ärztlich begleitete Reisen an. (Das war mir ganz neu, aber finde ich gut!).

Erst mal muss ich doch die beliebtesten Urlaubsziele laut Umfrage aufzählen(in 2011): Ein Drittel der Deutschen macht am liebsten Urlaub im eigenen Land, 6,4 Prozent in Bayern, 6,1 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern, 3,9 Prozent in Schleswig-Holstein, 3,6 Prozent in Niedersachsen, 2,9 Prozent in Baden-Württemberg.

Ins Ausland zieht es nach Spanien 12,3 Prozent, nach Italien fahren immer noch 8,2 Prozent, Türkei ist mit 7,4 Prozent vertreten, Österreich lieben 5,2 Prozent und Frankreich wollen 3,0 Prozent sehen.

Da gibt es schon einiges zu bedenken, wenn man eine Erkrankung hat, sollte man auf jeden Fall mit dem Arzt absprechen, ob überhaupt und gerade dorthin, wo man möchte, gefahren werden sollte. Auch beispielsweise, was das Essen betrifft, sollte man vorher abklären, am besten mit Büfett buchen. Da kann man sich das aussuchen, was einem bekommt. Da las ich einen Tipp, wo ich nie dran gedacht habe: Das Essen im Flugzeug zurück kommt aujs dem Urlaubsland. Wenn man beispielsweise zwei Wochen auf Ungegartes, wie Salat, verzichtet hat, kann man sich zu guter Letzt doch noch eine Durchfallerkrankung zuziehen.

Für weitere Reisen, in die Tropen usw., sollte man rechtzeitig mit den erforderlichen Impfungen beginnen. Seit 2007 dürden die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Reiseimpfungen übernehmen, war mir neu, finde ich gut! Auch die vielfach geforderte Impfung gegen Zecken ist wichtig. Aber dagegen sollte man sich auch sowieso schützen, indem man abends im Freien helle Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen anzieht. In Hotelzimmern ohne Klimanlage sind meist Moskitonetze aufgespannt. Aber man sollte nicht mit dem Körper an das Gewebe kommen, so die Experten!

Dann im Flieger (ich kann da auf langen Flügen, beispielsweise nach und von Australien ein Lied von singen!) Wegen der Thrombosegefahr (ich habe extra Strümpfe dafür mir zugelegt) sollte man ab und zu aufstehen und etwas auf und ab gehen. Ich las, dass man sich auch Thrombosespritzen besorgen kann. Wegen der trockenen Luft soll man an Bord viel trinken, aber keinen Alkohol!

Übrigens gilt das mit Thrombosegefahr nicht nur für Flugreisen, auch bei langen Auto-, Bus- oder Bahnfahrten kann sich das Blut in den Venen stauen. Also auch auf Bewegung achten!

Wie sieht es mit Medikamenten aus, da sollte man sich schon um einen ausreichenden Vorrat kümmern. Es ist allerdings auch so, dass man im Ausland grundsätzlich Anspruch darauf hat, weiterversorgt zu werden. Am besten die Krankenkasse fragen. Man sollte, so wird geraten, die Medikamente mit ins Handgepäck nehmen, damit sie etwa bei Gepäckverlust zur Hand sind. (Meiner Freundin Julia ist es so gegangen, sie brauchte ein lebensnotwendiges Medikament in Schweden, hat gerade noch gutgegangen!). Da stieß ich in dem Zusammenhang auf etwas Wichtiges: Bei der Kontrolle kann es vielleicht Schwierigkeiten geben, bei Spritzen oder Flüssigkeiten über 100 ml, da hilft es, eine Kopie des Rezeptes zur Hand zu haben.

Dann der Jetlag, manche leiden sehr darunter, mir hat es nie etwas ausgemacht! Man sollte sich dann nicht verkriechen, sondern einfach rausgehen und den neuen Tagesrhytmus mitmachen. Achtung, bei manchen Medikamenten muss man die Dosis und Einnahmezeit an die Zeitverschiebung anpassen.

Da gäbe es noch vieles, Vorsicht bei Leitungswasser in manchen Ländern, für Städtetrips oder Trekkingtouren bequeme Schuhe mitnehmen! Unbekannte Pflanzen besser nicht anfassen, ebenso keine unbekannten Früchte essen, wenn man unterwegs in der Natur ist. Ebenso Vorsicht bei Tieren, so süß sie einem erscheinen! Dann sich nicht gleich zuviel zumuten bei sportlichen Aktivitäten. Vielleicht ist es gut, daheim schon zu trainieren.

Noch nach dem Urlaub, so warnen die Mediziner, können Krankheiten auftreten, wo man erst nicht weiß, woher sie kommen. Da ist es gut, dem Arzt genau zu berichten, wo man war und was man gemacht hat. Beispielsweise Malaria hat eine Inkubationszeit von vier Wochen, manchmal tritt sie erst nach einigen Jahren auf!

Aber trotz oder gerade wegen der Tipps, die ich aufgestöbert habe, wünsche ich allen, die verreisen, eine schöne Zeit!

Foto: Wolfgang Derscherl / pixelio.de

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