Was Erfreuliches – Fairer Handel im Aufwind

Schon vor einem Jahr hatte ich auf die sehr schöne Tatsache hingewiesen, dass Transfair – der Verein, der sich um Handel mit Produkten aus der dritten Welt kümmert – wachsende Umsatzzahlen verzeichnet. (Artikel: Fair gehandelte Waren  – erfreulich beliebt).

Nun erfuhr ich aus den Medien, dass Transfair seinen Jahresbericht in Bonn vorgelegt hat und erfreuliche 27 Prozent im Umsatz gegenüber 2009 zugelegt hat. Das heißt in Zahlen, dass im vergangenen Jahr Fair-gesiegelte Produkte für rund 340 Millionen Euro verkauft wurden. Selbst der Vorsitzende sagte, dass ihn dieses angesichts der vielen Krisen in der Welt überrascht habe. So wurde er zitiert, wörtlich “ Gerade in Krisenzeiten wird das Bewusstsein dafür gestärkt, dass viele Bereiche unseres Konsumverhaltens nicht stimmen.“ Das kommt mir doch so bekannt vor, siehe meinen vorigen Artikel!

Erstmal will ich erklären, was ich über den Verein Transfair las: Es ist ein gemeinnütziger Verein, der von zahlreichen Institutionen getragen wird. Er betreibt selbst keinen Handel, sondern vergibt ein Siegel für fair gehandelte Produkte.( Vor allem die Kleinbauern und Händler in der dritten Welt haben davon einen Nutzen.) In Deutschland bieten derzeit 180 Partnerfirmen rund 1000 Fairtrade-gesiegelte Produkte an. Es gibt sie in über 30 000 Geschäften, Eine-Welt- und Bio-Läden. Auch über 18 000 gastronomische Betriebe schließen sich an. Ganz toll!!

Meistens bringt man dieses mit Kaffee in Verbindung. Das sei auch nach wie vor das wichtigste Produkt; der Umsatz stieg 2010 um 26 Prozent auf 7200 Tonnen.

Das zweite Produkt – noch ziemlich neu – war mir bisher auch nicht bekannt, sind Rosen. Der Umsatz hierfür wuchs in 2010 um zehn Prozent auf 72 Millionen Stiele! Sehr löblich, Handelsketten wie Rewe und Penny hätten ihr Angebot komplett auf Faitrade umgestellt, so der Vorstand. Sie haben doch sicher auch öfter, besonders am Wochenende, einen 10-er Bund mitgenommen für zuhause?

Dann erzielten an fair-trade Waren noch Fruchtsäfte (plus 18 Prozent), Textilien (plus 29 Prozent), Wein (plus 61 Prozent!) hohe Zuwächse. Was ich nicht gedacht hätte, für Bananen gab es einen Rückgang von 27 Prozent auf 7500 Tonnen. Das läge an den niedrigen Marktpreisen für konventionell gehandelte Früchte und an Ernteausfällen.

Sogar Aldi-Süd biete inzwischen Fairtrade-Kaffee an, so wurde von den Verantwortlichen bei Transfair mitgeteilt, bisher sei Aldi der letzte „weiße Fleck“ gewesen. DM verkaufe fair gehandelte Schokolade, auch Rossmann bietet sieben, Lidl bereits 15 Produkte an.

Das ist aber mal wirklich eine erfreuliche Nachricht! Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Laut dem Vorsitzenden Overath ist der Umsatz in Großbritannien bereits auf eine Milliarde Euro angestiegen. Cadbury, der Süßwaren-Riese habe sein gesamtes Sortiment umgestellt, Supermärkte böten 150o fair gehandelte Produkten. Selbst Marks & Spencer, d a s britische Warenhaus, hat beispielsweise fast nur noch fair gehandelten Tee! Und das in England! Da kann man noch nachlegen!

In Deutschland werden laut den Experten neue Produktgruppen auf den Markt kommen. So Holz und Möbel mit Siegel. Geprüft würde auch, ob es Marktchancen für fair gehandeltes Gold gibt.

Wer möchte, kann viel Interessantes erfahren auf der website von „Transfair e.v.“: www.fairtrade-deutschland.de und vor allem auch sehr informativ über wikipedia. Ich habe über google: Transfair eingegeben und erhielt u.a. den Hinweis auf wikipedia. Einfach anklicken.

Ich habe mich richtig gefreut, nun auch einen für mich und hoffentlich für alle erfreulichen Artikel schreiben zu können.

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