Wer hat am meisten Urlaub?

Da fiel mir eine Notiz in die Hand, die auch bestätigt, was eigentlich alle wissen: Die Deutschen sind nicht nur Weltmeister im Reisen, sondern auch Meister in Urlaubstagen. Alleine schon die ganzen Angebote an Pauschalreisen zu Schnäppchenpreisen sorgen dafür, dass die Zahl der Urlauber von Jahr zu Jahr steigt. Da soll von politischer Seite gesagt worden sein, dass die Deutschen viel arbeiten und die Menschen in den Ländern, die uns zur Zeit Sorgen machen, viel Urlaub machen und mehr arbeiten sollten.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofonds) besagt das Gegenteil: Den meisten Urlaub in der EU bekommen die Deutschen und die Dänen. Hier gibt es 30 bezahlte Urlaubstage pro Jahr, die Griechen beispielsweise haben nur 23 Tage. Dazu gibt es in beiden Ländern zehn bezahlte Feiertage. Im Schnitt hätten die Arbeitnehmer 35,3 bezahlte freie Tage, da liegen die Deutschen deutlich drüber.

Auch die Portugiesen, die bei der politischen Aussage gemeint waren, haben mit 33 Tagen weniger frei als der Durchschnitt. Auch mit der wöchentlichen Arbeitszeit liegen die Deutschen mit einem Schnitt von 37,7 Wochenstunden unter dem europäischen Durchschnitt von 38 Stunden. Es ist aber weitgehend so bei uns, dass mit 2,8 Arbeitsstunden als Überstunden die tatsächliche Arbeitszeit pro Woche 40,5 Stunden beträgt! Nur die Rumänen (41,3) und die Luxemburger (40,8) arbeiten mehr.

Dann ging es auch um den Ruhestand. Laut der Studie trifft es nicht zu, wenn verlautet, dass die Arbeiter in den südeuropäischen Ländern früher in den Ruhestand gehen. Die Griechen setzen sich demnach mit 61,9 Jahren zur Ruhe, während die Deutschen und Spanier mit 61,8 Jahren in Rente gehen.

Aber entscheidend  für die Volkswirtschaft ist, was in einer Arbeitsstunde geleistet wird! Da sind wir auch Meister. Während das Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2009 pro Arbeitsstunde bei 53,5 Dollar lag, erreichten die Griechen nur 34,8 Dollar. Das ergaben Berechnungen der Conference Board, einer internationalen Businessorganisation. So ist erwiesen, dass die Deutschen in einer Stunde 53 Prozent mehr Wert erzeugten.

Ein Ökonom, also ein Fachmann, sagte dazu, dass es unwichtig sei, wie jedes Land seine Produktivität nutze, ob für höhere Löhne, mehr Urlaubstage, für besseren Umweltschutz oder auch für mehr soziale Absicherung.

 Hauptsache, es wird gut genutzt!

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