Schon immer geliebt – Lampionblumen

Heute sah ich die ersten Lampionblumen. Das erinnert mich sehr an meine Kindheit, im Garten meiner Mutter gab es welche. Ich liebte sie sehr. Sie sind ja auch im Herbst ein echter Hingucker. Dann habe ich sie lange aus den Augen verloren, bis ich vor etlichen Jahren am Bodensee plötzlich einem großen Busch gegenüberstand. Es war um dieselbe Septemberzeit.

Sofort habe ich versucht, selbst eine Lampionblume zu ziehen. Ich erstand sie im Topf in einer Gärtnerei, habe sie aber wohl falsch eingepflanzt, wahrscheinlich zu trockener Boden und zu schattig. Leider ist es mir nicht gelungen, mich lange daran zu erfreuen.

Dazu passend fiel mir etwas vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in die Hand. Da wurden Tipps zur Bepflanzung dieser so schönen Blume gegeben. Aber erstmal paar Daten, die ich gesammelt habe: Die Lampionblume (botanisch: Physalis alkekengi), auch wilde Blasenkirsche genannt, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie blüht im Frühjahr (wussste ich gar nicht) und im Herbst. Anderswo habe ich gelesen, die Bllütezeit ist von Juli bis Oktober. Woher sie kommt, weiß man nicht genau, wahrscheinlich aus China, so einige Quellen.

Sie gedeiht in normalen, frischen, auch ewas kalkhaltigen Böden an sonnigen bis halbschattigen Plätzen und kann bis 70 Zentimeter hoch werden.  Allerdings beginnt sie schnell zu wuchern und treibt viele Ausläufer. Da raten die Experten vom BDG, Wurzelsperren in den Boden einzulassen. Noch einfacher ist es, die Blume gleich in einen Kübel zu pflanzen.

Soweit was zum Botanischen. Warum ich die Blume so gern habe und viele andere auch, ist, dass sie sich gut trocknen lässt unds dann so beliebt ist für Dekorationen und Gestecke. Es ist wunderschön anzusehen, was man alles damit machen kann. Für herbstliche Tischdekorationen streue ich einfach Blüten auf die Tafel. Dann kann man wunderbare Gestecke bis hin zum Adeventskranz basteln. Für einen herbstlichen Türkranz als Zutat ist sie gut zu verwenden und vieles, vieles mehr. Man kann die getrockneten Blüten auch im Bastel- oder Dekorationsgeschäft schon  fertig kaufen, meist zusammen mit anderen getrockneten Blumen für Dekorationszwecke.

Wer Blumen von eigenen Pflanzen trocknen will, sollte sie abschneiden, bevor sie verblühen und die orangeroten Beeren im Inneren sichtbar werden, raten die Experten. Aber Vorsicht: Die Pflanze ist giftig! Darauf weist auch der BDG hin. Da sind Handschuhe nötig, würde ich sagen. Bei Wikipedia heißt es, dass die grünen Pflanzenteile schwach giftig sind!

Übrigens heißt es über die Früchte der Lampionblume, beerenähnlich, in einer Quelle, dass sie essbar sind, andere Experten stufen sie auch als giftverdächtig ein. Also lieber nicht probieren. Übrigens ist die Kapstachelbeere verwandt mit ihr, diese Früchte sind ja sehr lecker und essbar. Aus dem Samen wird eine fetthaltiges Öl gewonnen.

Aber wie auch immer, schön  ist diese Blume, ich freue mich immer, wenn Lampionblumen blühen.

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