Wilde Blumen – selten geworden und geschützt

wilde blumenLeider gibt es nicht mehr viele Wiesen voller verschiedener Blumen oder Ackerränder mit Kamille und vielen anderen Pflanzen. Der Grund für den fortschreitenden Rückgang liegt in der intensiven Bewirtschaftung mit viel Dünger. Das Getreide steht so dicht, dass die Kornblumen, die es doch immer dazwischen gab, nicht mehr durchkommen. Manche der inzwischen besonders geschützten Arten sind so selten geworden, dass man sie kaum noch findet. Es ist aber nicht so, dass man garnichts mehr pflücken darf. Vom Landesumweltamt heißt es, dass maßvolles Pflücken  für zu Hause außer in Naturschutzgebieten durchaus erlaubt ist. Es gibt aber auch nichts Schöneres als einen bunten Wiesenblumenstrauß. Es sind meine persönlichen schönsten Kindheitserinnerungen, da ich auf dem Lande aufgewachsen bin.

Für den Schutz der heimischen Wildblumen fordert der Naturschutzbund Deutschland (NABU) auch politisches und privates Engagement, was vor allem schonendere Bewirtschaftung der Nutzflächen betrifft. Einige Blumen möchte ich auflisten, ob sie erlaubt sind zu Pflücken oder nicht. Es gibt natürlich viele, viele mehr. Dazu gibt es ein web-Portal, falls Sie interessiert sind: www.floraweb.de

Erlaubt sind: Klatschmohn, bis im Spätsommer an Feldrändern oder Böschungen. Ich sehe ihn auch wieder mehr zu meiner großen Freude.

Kornblumen sind leider sehr selten geworden. Sie gab es an allen Feldrändern von Juni bis Oktober. Trotz ihrer Seltenheit sind sie nicht geschützt.

Das Acker-Vergißmeinnicht wächst auf Schuttplätzen und Brachland, das Sumpf-Vergißmeinnicht an Ufern und in lichten Wäldern.

Die Margerite, wer hat nicht schon  mal Blätter gezupft und gefragt, er liebt mich, er liebt mich nicht….Auf Wiesen und Böschungen findet man sie noch.

Die Königskerze sehe ich auch noch öfter an Wegrändern. Nach der Blüte sterben sie ab.

Verboten: Als erstes der Fingerhut. So schön er ist, aber er ist bekanntlich hochgiftig!

Der Blaue Eisenhut ist ebenfalls hochgiftig! Er ist auch inzwischen streng geschützt.

Die Schwertlilie ist mit allen Arten geschützt. Sie stehen an Gewässern und Waldsümpfen.

Die Seerose ist einfach wunderschön mit ihren herrlichen Blüten. Sie wächst wild verbreitet in nährstoffreichen Gewässern.

Der Frauenschuh ist Orchidee des Jahres 2010. Ist einfach wunderbar anzusehen, aber stark gefährdet und mit allen Arten streng geschützt. Man findet ihn aber auch nur noch sehr selten, leider. Ich erinnere mich gut, in früheren Jahren in den Wäldern meiner Heimat noch häufig diese schöne Blume gesehen zu haben.

Ich wünsche Ihnen noch wunderschöne Spaziergänge bis in den Herbst durch die immer noch schöne Natur. Vielleicht entdecken Sie die eine der andere Blume und erfreuen sich daran.

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Ein Kommentar to “Wilde Blumen – selten geworden und geschützt”

  1. Blume sagt:

    Danke für deine ausführliche Auflistung der Blumen. Besonders die Hinweise auf die Giftigkeit finde ich sehr hilfreich. Bei meinen nächsten Spaziergängen werde ich an deinen Artikel denken. Viele Grüße

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