Schon mal was von Capsicum gehört?

Meine liebe Freundin Roxi schickte mir aus Australien, wo sie lebt, zwei wunderschöne Gläser mit was Leckerem als Beigabe zu kräftigem Essen, nämlich „Tomato Basil Oregano-Chutney“ und „Roasted Capsicum-Mustard“. Das erstere ist ja einfach zu übersetzen: Tomaten-Chutney mit Basilikum und Oregano, ganz köstlich. Aber das zweite? Geröstet und Senf, war mir klar, es handelte sich ja auch um Senfkörner in einer Soße, auch sehr, sehr gut.

Es ließ mir keine Ruhe, da mein Englisch leider auch etwas „roasted“ ist, ich griff zum Wörterbuch. Der Begriff Capsicum war nicht zu finden! Da blieb nur noch das allwissende Internet. Und siehe da, schon hatte ich jede Menge! Es ist wirklich erstaunlich mit díesem Medium.

Also Capsicum, genau Capsicum annuum, auch spanischer Peffer oder Paprika! und auch Chili ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. (Aber komisch, als ich gleich noch mal zum Wörterbuch griff und „Paprika“ nachschlug, sagte es mir als Übersetzung auch Paprika.) Am weitesten verbreitet sind also Paprika und Chili.

Die meisten Sorten werden einjährig gezüchtet. Also alle Sorten vom  mildem Gemüsepaprika, die scharfen Sorten von Peperoni, aber auch die scharfen bis höllisch scharfen Chilisorten. (Ich habe mal in eine frische Schote gebissen, das war heftig.)

Da hat mich auch interessiert, woher die Pflanzen kommen. Als ursprüngliche Heimat ist Mexiko bis Kolumbien bekannt. Und wie so vieles, sind die Pflanzen, mit wem wohl, richtig, mit den Schiffen von Christoph Kolumbus nach Europa gekommen. Von dort sind sie, vor allem durch die damals großen portugiesischen Kolonien, in alle Welt gebracht worden.

Erst waren sie in Europa nur als Zierpflanze bekannt, so habe ich gelesen, ab dem 18. Jahrhundert wurden die Früchte auch verarbeitet. (Ich erinnere mich, als Kind, als in den 1950er Jahren, waren diese Gemüse hier nicht bekannt. Mein Mann, dessen Mutter Bulgarin war, hat bei ihm zuhause überhaupt die ersten Paprika zubereitet. Sie kannte sie aus ihrer Heimat). Inzwischen werden viele verschiedene Sorten dieser Pflanzen gezüchtet.

Auf der Suche nach einem Rezept mit Senfkörnern bin ich auf Anhieb nicht fündig geworden. Senfkörner kann man massenhaft kaufen, wird sogar von Sterneköchen angeboten (Schuhbeck), die diese gerne verwenden. Senf, ein uraltes Gewürz, mit gelben und braunen Körnern, wird sehr viel in Kanada und Osteuropa angebaut. Da gibt es viele Spezialitäten aus Senfmühlen, eine bekannte ist in Monschau in der Eifel. Senfkörner an sich nehme ich zum Einlegen von Gurken und Mixed Pickles, ganz traditionell, von meiner Mutter übernommen.

Aber die Kombination, wie ich sie aus Australien bekommen habe, kannte ich noch nicht. Was man alles mit Senf und Senfkörnern machen kann, wäre dann aber eine andere Geschichte!

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