Ich esse gerne Sauerkraut…….

sauerkrautWer kennt nicht den unsterblichen Schlager von Gus Backus, dem eigentlich ameríkanischen GI. Es ist ja auch für alle Welt typisch deutsch, aber irgendwie auch nicht, wie zu lesen war. Ein Begriff für alle ist jedenfalls seit 60 Jahren die Firma Hengstenberg  mit der Marke Mildessa als der erfolgreichste Anbieter.

Das ist ein Grund, mal in der Firmengeschichte nachzulesen. Da gab es einen sehr interessanten Bericht über den Firmengründer. Richard Alfried Hengstenberg beteiligte sich 1876 an einer Essigfabrik in Esslingen. Auch eingelegte Gurken und Senf wurden hier produziert. Hengstenberg war sehr weitschauend, er prägte im selben Jahr ein Reinheitsgebot für diese Lebensmittel und wirkte so am deutschen Lebensmittelgesetz mit. Nach zwei Jahren bekam er die Möglichkeit, das Unternehmen allein zu führen.

Bald expandierte man und 1899 wurde sogar das Wappen der Familie als Warenzeichen beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin registriert. Der Nachfolger Carl Hengstenberg ersetzte dieses 1926 durch einen modernen Schriftzug. Er war sehr clever, denn er sagte sich zu Recht, man müsste neben hoher Qualität auch ein unverwechselbares Logo haben.

1932 dann gab es das weltweit erste pasteurisierte Sauerkraut. (Man erinnere sich, wie es früher und mancherorts auch heute noch üblich ist, Sauerkraut herzustellen. Sehr mühsam, in Tontöpfen eingelagert.) Dr. Richard Hengstenberg, der Enkel des Gründers, hatte es fertig gebracht, den Geschmack und die Vitamine zu erhalten, auch in der Dose. Seit 1953 gibt es Mildessa und seit 1964 den Rotkohl Rotessa

Man brachte auch im Laufe der  Jahre viele neue Produkte auf den Markt, aber mit Mildessa ist die Firma einfach ein Begriff. Mildessa ist seit 60 Jahren auf dem Markt und mit einem Anteil von über 40 Prozent Deutschlands erfolgreichstes Sauerkraut. 1990 brachte man neue Rezepturen auf den Markt um Mildessa, das Mildessa-Champagner-Kraut, auch ein Ananas-Weinkraut. 2002 folgte ein fertig gekochtes Sauerkraut: „Mildessa 3 Minuten“ und 2006 ein umfangreiches Bio-Sortiment.

Übrigens bezieht sich der Name mit der italienisch klingenden Endung „essa“ auf den besonders milden und saftigen Geschmack.

– Übrigens fand ich noch eine passende Glosse dazu: Die britischen und amerikanischen Soldaten benutzten den Stereotyp „Krauts“ für die Deutschen. Eben weil sie dachten, dass es sich beim Sauerkraut um d a s typisch deutsche Nationalgericht handele. Das stimmt nicht, denn eigentlich ist es das elsässische Nationalgericht. Und der Elsass gehörte ja nur zeitweilig zu Deutschland. Aber dieses Immage  haben die Deutschen nun mal weg.

Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

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