Es war im Fernsehen zu sehen und wurde auch, gerade jetzt zur dunklen Jahreszeit, wieder in den Printmedien behandelt – Gaunerzinken. Es ist sehr interessant, was zu lesen war:
Es sind oft völlig unauffällige Zeichen an der Fassade, Haustür oder am Briefkasten – mal ein Kreuz oder eine gezackte Linie. Diese Gaunerzinken stechen gar nicht sehr ins Auge, dienen aber organisierten Einbrecherbanden als Geheimcodes. Eine Vorhut späht das Haus und dessen Bewohner aus und hinterlässt dann vor Ort diese Symbole, um Komplizen zu informieren, ob es was zu holen gibt und wie.
Also sollte man, wenn man sowas entdeckt, alarmiert sein: Womöglich handelt es sich nicht um harmlose Schmierereien von Nachbarskindern, sondern um diese Geheimzeichen.
Die Gaunerzinken sind schon seit dem Mittelalter als geheime Codes bekannt. In der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Standesgesellschaft wurde das nicht nur von Gaunerbanden, sondern auch von Bettlern, Hausierern und Tagelöhnen benutzt. Da ging es darum, ob sich ein Vorsprechen lohne.
Heute werden diese Symbole fast nur noch von organisierten Banden benutzt. Sie werden so an die Komplizen übermittelt, während die Kundschafter längst weiter gezogen sind.
Die Gaunerzinken werden von den Bewohnern leicht übersehen oder auch verkannt. Ein kleines mit Kreide gezeichnetes Kreuz (Fromm stellen) oder eine oberflächlich in die Haustür geritzte, dünne Linie (Bissiger Hund) sind solche Zeichen, die meist normalerweise gar nicht mal auffallen.
Gaunerzinken sind keineswegs auf eine bestimmte Region begrenzt. Sie tauchen überall in Deutschland immer wieder auf. Von den Experten bei der Polizei wird geraten, sie sofort bei Entdeckung zu entfernen. Darüber hinaus wird empfohlen, die Nachbarschaft über die Gaunerzinken zu informieren. Ein gehäuftes Auftreten sollte natürlich der Polizei gemeldet werden.
Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de

Geschrieben von Eva
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