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Alte Bauernregeln – einige gelten immer noch

539556_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deDie guten alten Bauernregel bestimmten über Jahrhunderte lang den Alltag der Bauern. Anders als heute hatten sie weder Wetterkarten und Apps, wie heute üblich. Bauernregeln spiegeln meteorologische Wahrscheinlichkeiten wider, sagen die modernen Meteorologen. Sie sind aus Erfahrungsberichten  entstanden, die heute noch zum Teil gelten.

Die Bauernregeln sollen schon in der Antike entstanden sein. Grundlage waren immer wiederkehrende Naturphänomene. Diese Regeln haben unsere Vorfahren dann in Reimform weitergegeben. Das war, weil man sich das besser merken konnte, denn lesen und schreiben konnten die Landwirte in alter Zeit nicht.

Die wohl bekanntesten Bauernregeln nehmen Gedenktage von Heiligen zum Ausgangspunkt. Bekannt sind „Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia vom 11. bis 15. Mai, die Eisheiligen. Die „kalte Sophie“ spielt auf die Nachtfröste an, die zu dieser Zeit noch kommen können. „Die kalte Sophie macht alles hie“,, sagt man beispielsweise.

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Köstlichkeit aus Kanada – Ahornsirup

 Eine ganz besondere Köstlichkeit, die ich zum erstenmal 1975 bei meiner Freundin in Kanada entdeckte, ist der Ahornsirup. Ich bin ihm treu geblieben. Mein damals kleiner Sohn war so begeistert, der hat auch immer noch Freude an Rezepten mit Ahornsirup. (Übrigens das ausgewählte Bild zeigt einen Ahorntrieb).

Da jetzt die Zeit der Ernte ist, ist es naheliegend, über diesen tollen Sirup zu schreiben. Ich habe mir immer welchen mitgebracht, wenn ich in Kanada war oder mitbringen lassen, wenn meine Freundin hierhin kam. Es gibt ihn natürlich mittlerweile in allen Feinkostläden und auch Supermärkten, vielleicht nicht so original.

Erst mal habe ich aus Interesse mal gestöbert und etwas im allwissenden Internet über die Geschichte des Ahornsirup herausgefunden: Der Überlieferung nach soll einem Jäger der Irokesen bei der Heimkehr von der Kochstelle ein süßer Duft aufgefallen sein. Seine Frau hatte offenbar Regenwasser aus einem ausgehöhlten Ahornstamm verwendet. Daraufhin hackten die Indianer mit ihrem Tomahawks in die Rinde des Ahornbaumes und fingen den herausrinnenden Saft auf. Sie legten erhitzte Kochsteine in den Saft und erzeugten so den dickflüssigen Sirup.Von Ende Februar bis April ist nun die Ernte, da jetzt tagsüber schon längerer Sonnenschein ist bei höherer Temperatur. Aber nachts herrscht noch der Frost. Nun beginnen die Bäume, in den Wurzeln gesp,eicherte Nährstoffe in die Knospen zu transportieren. Dann wird der Stamm angebohrt, man kann einen Teil des Staftes entnehmen, ohne dass der Baum Schaden erleidet.

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Süße Ostern – alte Traditionen

445999_web_R_K_B_by_Irene Lehmann_pixelio.deManche Osterbräuche haben ihren Ursprung in der Antike. Beispielsweise das Osterei. Denn es ist nicht die Form und Farbe, die das Osterei zum Symbol gemacht haben, sondern das Ei selbst.  Alle Völker des Altertums -Ägypter, Perser, Griechen sowie die Römer – betrachteten das Ei als Zeichen von Leben. Die ersten Christen brachten das Ei mit der Auferstehung Christi in Verbindung.

Echte Osterkörbe enthielten früher auf dem Lande neben bunten Eiern Kuchen, eingebackenes Osterlamm, manchmal auch Schinken, Speck und Butter.

Aber die Ostereier sind oft auch süß und werden vom Konditor mit besonderer Sorgfalt hergestellt. Der Bogen reicht von kleinen Ostereiern aus Kuvertüre, über Eier mit Nougat-, Marzipan- oder Krokantfüllung bis zu aromatischen Trüffeleiern mit Likör-, Weinbrand- oder Chamagnernote. Dann gibt es das große Geschenkei, handgegossen und vom Feinsten gefüllt.

Daneben wird der Osterhase in vielerlei Formen aus Schokolade hergestellt. Das geht vom lachenden, sitzenden, Motarradfahrenden Hasen, in Miniaturausführung bis zu seiner vollen Größe. Alle gemeinsam haben sie das Problem, dass man ihnen das Eierlegen und -bringen zutraut.

Verfolgt man aber die Spuren vom Hasensinnbild des Altertums bis ins 18. Jahrhundert, so löst sich schon bald der Mythos vom Hasen und dem Ei auf. Vielmehr ist seit altersher der Hase als Frühlingsbild bekannt. Er soll ein Sinnbild für Liebe, Fruchtbarkeit und sinnliche Lebensfreude sein. Das haben sich die Kirchenväter zu eigen gemacht, weil sie das Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest der Germanen in das christliche Osterfest einfließen lassen wollten. Ein Fruchtbarkeitsidol wurde gefunden, der Hase.  Die volkskundlichen Erklärungen sagen, dass ihm später ein passendes Symbol zugeordnet wurde, nämlich das Ei.

Im regionalen Brauchtum in Deutschland gibt es noch Abwandlungen der klassischen Osterfiguren. In Thüringen ist es der Hahn, sowie auch in Niederbayern. Im Rheinland ist es die Henne, dazu kommt der Fuchs in Minden und in der Mark Brandenburg.

Aber letztendlich finden die süßen Ostersymbole ihren Weg in die Osternester, so dass sich der Kreis schließt. Freude und Genuss zu schaffen im Zusammenspiel von Handarbeit und Kreativität.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Foto: M. Großmann / pixelio.de

Osterbräuche aus aller Welt

571947_web_R_by_Herbert Walter Krick_pixelio.deDer Osterhase hat es sehr eilig, wie an Weihnachten der Weihnachtsmann. Er soll gleichzeitig an mehreren Orten der Welt sein und Gaben verteilen. Da ist es verständlich, wenn bei dem Rumgehoppel mal was durcheinander kommt. Und daher haben sich überall in der Welt unterschiedliche Osterbräuche gefunden.

Zum Beispiel Italien: Da gibt es ihn gar nicht, also auch keine gefärbten Ostereier. Dafür kommt Salziges auf den Tisch: Paquetta, ein Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat. Dazu wird die Ostertaube serviert, eine Art Gugelhupf.

In Finnland geht es ganz kurios zu. Da wird nämlich geprügelt, natürlich nicht heftig. Zur Erinnerung an die Palmwedel, mit denen Jesus in Jerusalem empfangen wurde, schlägt man in Finnland Freunde und Bekannte leicht mit einer Birkenrute.. (Logisch, woher sollte man in Finnland schnell Palmzweige nehmen!) Am Ostersonntag wird es laut in Finnland: Die Kinder ziehen mit Trommeln und Tröten durch die Straßen zum Zeichen, dass die Trauer vorbei ist.

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Osterbräuche – Karfreitag in Sartène

540929_web_R_by_Makrodepecher_pixelio.deEs gibt vielerorts und viele Osterbräuche, besonders auch religiöser Art. Schließlich feiert die christliche Welt die Auferstehung Jesu. Ein ganz besonderer Anlass, in Korsika die Stadt Sartène zu besuchen, ist die Karfreitagsprozession dort. Man kann durchaus auch dieses Erlebnis mit einer Erlebnis- und/oder Wanderreise verbinden.

Karfreitagsprozessionen gibt es in vielen Orten, allein auf Korsika mehrere. Seit dem 16. Jahrhundert ist ein rot gekleideter Büßer, der Catenacciu, die Attraktion der Karfreitagsprozession, der ältesten Tradition im korsischen Städtchen Sartène.

Das Bergstädtchen mit 3.500 Einwohnern im Südwesten Korsikas, schmiegt sich mit in die Abhänge des Monte Rosso. Im Mittelalter lebten hier reiche Feudalherren. Sie bauten viele mehrstöckige Granithäuser kreuz und quer durch die verwinkelte Altstadt. Treppen und schattige Gasse führen seitdem bergauf, bergab durch den malerischen Ort.

Wenn sich am Karfreitag um 21.30 Uhr die Tore der Kirche Santa Maria Assunta öffnen, beginnt die Prozession, die durch das Gassengewirr in einem über zwei Stunden dauernden Rundparcours geht. Der Catenacciu wird von einem Priester und dem korsischen Bischof gestützt. Barfuß in seinem roten Gewand, Kopf und Gesicht sind unter einer Stoffmaske verborgen. Die Hände stecken in Wollhandschuhen. Mit seinem rechten Arm umklammert er das 34 Kilogramm schwere, eisenbeschlagene Eichenholzkreuz. Der Catenacciu, der Kettenträger, schleift eine Eisenkette an seinem Fußgelenk über den Boden. Die Pilger stehen Spalier, durch das Laternenlicht der Nacht hallte der monotone Bußgesang durch die düsteren Gassen.

Was auch noch das Besondere ausmacht, ist, dass der Kettenträger wirklich ein Büßender ist. Noch heute ist die Teilnahme heiß begehrt, sogar ein Traum vieler. Sogar aus Australien und Neuseeland gab es schon Bewerbungen. Ein Priester aus dem Franziskanerkloster des Ortes wählt aus 70 Anfragen, die es allein dieses Jahr gibt, den Büßer aus. Die Identität bleibt ein Geheimnis, wie es immer schon war. Ob wirklich ein Verbrechen oder auch nur ein frommer Wunsch, es gibt immer wieder Spekulationen darüber in der Menge. Aber wer sich barfuß bei fünf Grad Celsius mit bleiernem Gewicht und mit einer Maske auf dem Kopf, unter der man kaum atmen kann, durch die Gassen quält, der will Vergebung, so ist die einhellige Meinung.

Wenn er dann noch auf dem Wege dreimal fällt, dann fühlt man sich als Besucher zurückversetzt in längst vergangene Zeiten.

Wer sich noch interessiert: Air France fliegt ab Düsseldorf über Paris nach Ajaccio. Von dort fährt mehrmals täglich der Bus nach Sartène (2 Std.). Im Internet: www.rendezvousenfrance.com.

Foto: makrodepecher / pixelio.de

 

 

Feuer – Urgewalt und Verheißung…..

737499_web_R_K_B_by_Shotfactory_pixelio.deWie unverzichtbar das Feuer für die Menschen ist, ist schon seit Urzeiten gewiss. Schon in der Bibel wird darüber im Alten Testament geschrieben. In der griechischen Mythologie holte bekannterweise Prometheus das Feuer vom Himmel – gegen den Willen der Götter. In allen Religionen, so ist überliefert, waren Feuer und Licht für die Menschen etwas Göttliches, das sie von der Dunkelheit befreite. Das ist bis heute so geblieben.

Deshalb feiern die Menschen in vielen Ländern gerade um die Osterzeit mit Licht und Feuer die Beendigung des dunklen Winters und die Hoffnung auf eine helle Zeit.

Da gibt es beispielsweise in vielen Gegenden Deutschlands die Osterräder. Ein sehr bekanntes Fest ist im Weserbergland. Seit 1763 gibt es in Lüdge den Osterräderlauf. Die brennenden Räder sollen ein Sinnbild der Sonne sein und gehen auf den germanischen Sonnenkult zurück. In Lüdge gibt es die tradionell grün gekleideten Dechen, die „Brauchtumswächter“. Seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bauen sie sogar einen speziellen Langroggen an, um die mannshohen Holzräder mit geeignetem Stroh zu stopfen. Am Ostersonntag ziehen sechs Räder ihre feurigen Bahnen vom Osterberg ins Tal. Ein Feuerwerk beschließt passend dazu das Fest.

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Die Sonne lässt uns den Frühling ahnen..

750489_web_R_by_H.D.Volz_pixelio.deBei den ersten schönen Frühlingstagen, die wir schon zwischendurch haben, freuen sich alle der schönen warmen Sonnenstrahlen.

Da waren einige interessante Anmerkungen dazu zu lesen, die wert sind, sie weiterzugeben: Die Sonne schien im Jahre 2015 im Schnitt in Deutschland 1.723 Stunden. Sonnenreichstes Bundesland war Sachsen mit 1.875 Stunden.

Zu den 10 häufigsten Hotelnamen in Deutschland zählt „Sonne“. Da ist sicher, dass so ein Platz an der „Sonne“ einen idealen Urlaub verspricht.

Von den Naturvölkern weiß man, dass die traditionelle Gesichtsbemalung nicht nur schmücken soll, sondern auch vor der Sonne schützen. Die Frauen in Myanmar etwa haben folgendes Mittel gegen die UV-Strahlen der Sonne: Sie zerreiben auf Steinen die Rinde des Indischen Holzapfelbaums, vermischen sie mit Wasser und streichen sich die kühlende Paste auf Wangen, Nase, Kinn und Stirn.

Auch ein deutsches Forschungsschiff trägt den Namen „Sonne“. Es gilt als das modernste der Welt. Seit 2014 bringt es mehr Licht in die Geheimnisse im Pazifik und im Indischen Ozean. Die „Sonne“ hat eine Reisegeschwindigkeit von 12,5 Knoten und kann maximal 52 Tage auf See bleiben. Im März fährt sie vom Südwest-Pazifik nach Wellington, der Hauptstadt von Neuseeland.

Bestimmt schon mal gelesen, in den Bergen sind manche Dörfer so von Felsriesen umgeben, dass monatelang kein Sonnenstrahl zu ihnen dringt. Um dem abzuhelfen, hat man in Italien und Norwegen beispielsweise große Spiegel installiert. Diese sogenannten Heliostaten folgen dem Lauf der Sonne und reflektieren ihre Strahlung. Auf diese Weise hat man das Schattendasein der Dörfer Rjukan und Viganella beenden können. Das hört sich doch gut an!

Foto: H. D. Volz / pixelio.de

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