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Silvester – Bräuche und Wünsche

Bei der Silvesterfeier ist es sicher interessant, wenn internationale Gäste dabei sind. Dann sollte man ein paar Gepflogenheiten der Gäste beachten. Es ist auch so ganz lustig, manche Bräuche zu kennen.

Ist ein russischer Gast da, dann muss unbedingt ein Trinkspruch gesagt werden, sonst wird das Trinken als Alkoholismus verpönt. Häufig wird davon ausgegangen, dass der bekannteste Trinkspruch sei:“ Na zdorov`je – für die Gesundheit. Das ist falsch, denn der Wodka ist gar nicht gut dafür. Man sagt richtig:“ Budem zdorovy – Lasst uns gesund sein. Dann ist Anstoßen Pflicht, außer der Trinkspruch gilt einem Verstorbenen.

Feiert man mit Spaniern und es gibt Cidre, dann wird dieser Apfelwein im übertragenen Sinne ins Glas „geworfen“. Das Einschenken wird „tirar un culin de sidra“ genannt und ist eine Kunst für sich. Die Flasche wird nämlich hoch über den Kopf gehalten und das Glas etwa auf die Höhe des Oberschenkels. Dann mit vollem Schwung von oben ins Glas gegossen. Das soll den Cidre gut belüften und das Bouquet verbessern. Dann muss das Glas mit einem Zug leer getrunken werden.

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Zwischen den Jahren…….

zw.d.j.Wieder mal ist es soweit, die Weihnachtsfeiertage sind zu Ende. Nun sind wir  so „zwischen den Jahren“, diese Tage zwischen dem festlichen Weihnachtsfest und dem fröhlichen Neujahr sind etwas Eigentümliches. Man fühlt sich so anders, es ist kein richtiger Rythmus drin. Viele haben ja auch Urlaub, manche natürlich müssen gerade jetzt hart arbeiten. Ich denke da an das Verkaufspersonal der Kaufhäuser, die den alljährlichen Umtausch- und Schnäppchenstress erleben, die Metzger, Bäcker, Friseure usw.

Aber mir und vielen anderen geht es jedes Jahr so, ich las sogar eine lange Kolumne darüber. Man fühlt sich so „aus der Zeit gefallen“, wie ein Autor es ausdrückte. Schon lange nimmt man sich vor, die Besinnlichkeit, die sich Weihnachten mit Essen und Besuchen nicht einstellen wollte, nachzuholen. Manche Einladungen oder Treffen hat man verschoben, nein, vor Weihnachten geht es gar nicht, aber wie wäre es „zwischen den Jahren“?

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Einige Gedanken zum Weihnachtsfest

677045_web_R_K_B_by_Joujou_pixelio.deZum Weihnachtsfest gibt es  einige Aspekte, die es wert sind, auch dieses Jahr mal besinnlich betrachtet zu werden.  Auslöser war unter anderem bei mir der Bericht über ein Weihnachtspostamt. Dort gehen abertausende Briefe von Kindern ein, die auch alle beantwortet werden. Es gibt mehrere in Deutschland und auch in aller Welt. Beispielsweise in Engelskirchen, NRW, dort sind es weit über 100.000 bis jetzt!

Da wurden die „Beantworter“ gefragt, was die Kinder sich so wünschen: Da kommt sehr, sehr oft der Wunsch nicht nur nach Spielzeug, sondern dass die Eltern mehr Zeit mit ihnen verbringen sollten. Das hat mich doch nachdenklich gemacht. Dazu gibt es auch immer wieder Studien des Deutschen Kinderschutzbundes, die das gleiche aussagen.

Auf die Frage, wie die Kinder am liebsten ihre Zeit mit den Eltern verbringen möchten, gibt es ganz klare Aussagen: Mehr Gespräche, Spiele, Sport, Kochen und Backen, eine sehr gute Idee, und vor allem mehr Unterstützung bei den Hausaufgaben. Sehr aufschlussreich auch der Wunsch, dass die Eltern auch mehr gemeinsam mit den Kindern am Computer sind, beispielsweise Spiele zusammen spielen. Dabei betrachten die Eltern meist sogar unwissend die ständige Präsenz ihrer Kinder am PC als Inbegriff des Rückzuges. Gerade in der letzten Zeit tauchen immer mehr Tücken auf, die die Kinder am PC ereilen können. Da sollen Eltern ganz bewusst eingreifen. Leider leiden die Eltern oft unter Stress und Zeitnot, aber da sei es nach Ansicht des Kinderschutzbundes besonders wichtig, dass auch die begrenzte Zeit bewusst genossen würde. Am besten sei es, dass die Eltern auf die Kinder zugehen und fragen. Dann werden sie feststellen, das die Kinder in der Einschätzung ihrer wahren Bedürfnisse oft klüger sind, als man es wahrhaben will.

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Allerlei Weihnachtsbräuche….

342245_web_R_K_by_pandi_pixelio_de__jpgchristmas-crackers-150x122Weihnachten ist eigentlich ein Fest der Besinnung, ein Familienfest. Man umgibt sich mit den Menschen, die man liebt, zum Feiern. Aber da kann es durchaus sein, dass es auch lustige und nicht nur besinnliche Traditionen gibt. Da lohnt es sich richtig, mal diese Seite des Weihnachtsfestes zu beleuchten.

Hier einige witzige Weihnachtsbräuche: In Dänemark, Finnland, Norwegen und Island gibt es die Sage, dass die Wichtel die Geschenke bringen, darum muss man sie bei Laune halten. Wütende Wichtel sollen nämlich Unglück für das ganze Haus bringen. Darum stellt man in Skandinavien am Heiligabend eine Schüssel Reisbrei mit ordentlich Zimt in den Stall oder auf die Fensterbank – um die Wichtel gewogen zu halten.

In Großbritannien wird Weihnachten ziemlich fröhlich gefeiert, wie eine Party. Da knallt es auch! Denn bei den Feiern zum Fest gibt es die „Christmas Crackers“, große Knallbonbons. Zwei Leute müssen jeder an einem Ende ziehen. Wer nach dem Knall das größere Stück in der Hand hält, darf den Inhalt – eine kleine Überraschung – behalten. Dann die alte Tradition: Es werden zur Weihnachtszeit über jeder Tür Mistelzweige aufgehängt. Stehen zwei Personen gemeinsam darunter, darf die eine Person die andere ungefragt küssen – so sagt es der Brauch. Dieser führt auf den heidnischen Glauben zurück, der dem Mistelzweig besondere Kräfte zuschreibt.

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Gibt es einen Weihnachtsmann?

555042_web_R_by_Ruth Rudolph_pixelio.deGestern sah ich im Fernsehen, wie ein bekannter Mime die Geschichte von der kleinen Virginia erzählte. Da fiel mir ein, dass ich über diese wunderbare – wahre – Geschichte,  die mich sehr berührte, schon vor einigen Jahren geschrieben hatte. Ich hatte noch nichts davon gehört, obwohl diese Geschichte seit vielen, vielen Jahren sehr bekannt ist. Weil sie es wert, nochmal erzählt zu werden, möchte ich sie Euch ans Herz legen:

Sie spielt im Jahre 1897 und handelt von der kleinen Virginia aus New York, damals acht Jahre alt.  Sie glaubte zwar an den Weihnachtsmann, aber als andere Kinder sagten, es gäbe ihn nicht, bekam sie Zweifel. Sie fragte ihren Vater, der sich etwas überfragt fühlte. In der Familie war es üblich, bei Unsicherheiten bezüglich Begriffen oder historischen Fakten an die „Frage und Antwort“ – Kolumne der „New York-Sun“ zu schreiben. Das riet der Vater der kleinen Virginia, er meinte, die würden ihr schon die richtige Antwort geben.

Ihr Brief wurde an den Redakteur Francis P.Church weitergeleitet, der schon 20 Jahre bei der Zeitung war. Er war sich sicher, dass es keinen Ausweg gab, der Frage auszuweichen. So kam es, dass er einen der bis heute bemerkenswerten Kommentare der Zeitungsgeschichte schrieb. Er wurde über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der „New York-Sun“ im Jahre 1949 alle Jahre wieder auf der Titelseite zu Weihnachten abgedruckt.

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Warmes Kerzenlicht – gerade jetzt so schön…

725227_web_R_K_B_by_Yvonne Voigt_pixelio.deWie wunderbar ist es, gerade jetzt bei früher Dunkelheit und in Weihnachtserwartung den Raum mit Kerzenlicht gemütlich zu machen! Zur tea time, am Adventskranz, zum Feierabend, sogar im Bad kann Kerzenlicht eine besinnliche und ruhige Stimmung herbei zaubern.

Da ist es interessant zu lesen, dass jeder Deutsche 2,6 Kilo Kerzen im Jahr abbrennt. Das ist doppelt so viel wie der durchschnittliche Verbrauch in der EU. Also lassen wir es uns gutgehen bei Kerzenschein!

In der Vorweihnachtszeit spielt die Kerze sowieso eine große Rolle. Traditionell stehen vier Kerzen auf dem Adventskranz. Das war nicht immer so, auf dem ersten waren es 24. Entzündet wurden sie von dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern in Hamburg. Der Kranz bestand aus einem Wagenrad, 20 kleinen und vier großen weißen Kerzen. Wichert wollte so den von ihm betreuten Waisenkindern die Wartezeit auf Heiligabend verkürzen.

Jeder kennt die Märchen von Hans Christian Andersen, so „Das hässliche Entlein“ oder “ Die kleine Meerjungfrau“ . Vor drei Jahren wurde ein neues Märchen von ihm entdeckt. Es heißt  „Die Talgkerze“. Historiker fanden es in einem 190 Jahre alten Schreibheft. Vermutlich ist es Andersens erstes Werk, entstanden vermutlich in der Schulzeit des Dichters.

Manchmal, wenn einem alles egal ist, sagt man: „Das ist mir schnuppe.“ Gemeint ist damit nicht etwa die Sternschnuppe, sondern das abgeschnittene Ende des Kerzendochts. Damit dieser nicht rußte, musste man ihn früher öfter „schneuzen“, also kürzen.

Kann man in einem Raumschiff eine Candle-light-Dinner machen? Diese Frage trieb manche klugen Leute um. Die Antwort ist „Ja“. Ja, das geht, doch nur bei schwachen, runden Kerzen, die noch dazu blau leuchten. Das kommt daher, dass die Stoffe, die bei der Verbrennung entstehen, heiß sind und damit leichter. Sie steigen auf und formen die Flamme. Dabei leuchtet der Ruß rötlich. Wie aber jeder weiß, es gibt in der Schwerelosigkeit kein Leicht und Schwer. Darum sieht die Flamme anders aus. (Wer hätte das so gewusst? Wieder was gelernt.)

Allen Kerzenlichtfreunden eine gemütliche Zeit!

Foto: Yvonne Voigt / pixelio.de

 

 

 

Vergessene Frucht – die Mispel

610670_web_R_K_B_by_günther gumhold_pixelio.deDie Mispel war im Mittelalter ein beliebtes Obst, heute kennt sie kaum jemand. Eine Freundin zeigte mir eine Frucht, die sie auf einer Reise aufgesammelt hatte. Selbst die Leute dort am Ort kannten sie nicht. Ich hatte zufällig einen Artikel darüber gelesen. Ehrlich, sonst hätte ich auch nichts darüber gewusst.

Dabei hatte die Mispel schon in Westasien, Griechenland, Bulgarien, dem Kaukasus und in Italien schon früh ihr natürliches Verbreitungsgebiet. Bald kam die Mispel auch nach den USA, Neuseeland, Australien, Südamerika und Afrika. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden in Europa großfruchtige und kernlose Formen angebaut. Heute sind sie leider nur noch selten zu finden.

Im Frühling trägt das Gehölz aus der Familie der Rosengewächse weiße Blüten ähnlich dem Apfelbaum. Im Herbst färben sich die mattgrünen Blätter der Mispel orangegelb bis rotbraun, ehe sie abfallen. Und spät im Jahr sind auch die Früchte zu ernten. Die Bäume werden bis zu fünf Meter hoch, so dass sie auch einen dekorativen Hausbaum für den Garten abgeben.

Die dem Apfel ähnlichen Früchte der Mispel sind nicht besonders groß und haben eine bräunliche Schale. Man soll sie nicht zu früh ernten, sondern warten, bis dunkle Flecken auf der Schale entstehen, erläutert ein Gärtner. Da ist meist der erste Frost nötig. Die gut schmeckenden Früchte isst man roh oder verarbeitet sie zu Mus. Sie sind sehr gesund, da sie viel Vitamin C enthalten. Wer nicht so lange mit der Ernte warten will, pflückt sie früher und legt sie auf eine Steige im Freien. Wer das nicht machen will, lässt sie einfach für die Vögel hängen, die sie gern mögen.

Man kann sie auch mit anderen Gehölzen veredeln. Die Mispel ist ein sehr pflegeleichtes Gehölz. Ratsam ist, so der Fachmann, einen regelmäßigen Auslichtungsschnitt vorzunehmen, der das Astwerk der Krone vital hält. Bei einem Befall von Spitzendürre kann es nach der Blüte zum Absterben von Trieben kommen. Befallene Äste sollten bis ins gesunde Holz zurück geschnitten werden.

Foto: gunther gumhold / pixelio.de

 

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