Kategorie ‘allerlei’

Fernsehen – lange ein Luxusgegenstand…

Wir sind alle gewöhnt, dass auf Knopfdruck die Lieblingsserie über den Bildschirm flimmert. Was für uns selbstverständlich ist, ist bei genauerem Hinsehen sehr erstaunlich und und ein technisches Wunder.

Es war eine Sensation, als man 1928 bei der Berliner Funkausstellung das erste Mal „fernsehen“ konnte. Radio hatte man damals schon und seit langem die Fotografie. Aber die Aufnahmen von bewegten Bildern waren der Wahnsinn.

Für nicht technisch Begabte war zu lesen, wie so ein Fernseher funktioniert: Das Bild wird in viele kleine helle und dunkle Punkte zerlegt, übermittelt und am anderen Ende wieder zusammengesetzt. Die erste Technik dazu erfand der deutsche Wissenschaftler Paul Nipkow im Jahr 1884. Er machte das mit einer Scheibe mit Löchern, die sich sehr schnell drehte, dabei die Bilder in Punkte zerlegte und sie beim Empfänger umgekehrt wieder zusammen setzte. Er nannte das „elektrisches Telefon“.

Schon als Schüler hatte ihn die Idee beschäftigt. Der auslösende Momemt war, so wird berichtet, als er an Heiligabend durch das Fenster seines Studentenzimmers die brennenden Kerzen auf den Weihnachtsbäumen in der Nachbarschaft sah. Er fühlte sich einsam, weil er sich kein Ticket nach Hause leisten konnte. Er dachte daran, wie es daheim jetzt war und wie er mit einem „Bildtelefon“ daran teilnehmen könnte. Wenn er die Augen zusammenkniff, sah er die Lichtstrahlen der Kerzen in viele Bildpunkte zerlegt und dann wieder zusammengekommen. So war die „zündende“ Idee zum Fernsehen entstanden.

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Wie baden und duschen wir?

Das ist doch mal interessant, zu erfahren, wie wir baden und/oder duschen. Jeder hat da so seine eigenen Rituale. Da hat man beispielsweise herausgefunden, von sozialpsychologischer Seite!, dass einsame Menschen länger und heißer baden. Evtl. möchten sie so die fehlende emotionale und soziale Wäre ausgleichen. Für ein Vollbad laufen 140 Liter! in die Wanne, wer hätte das gedacht! Damit kostet es doppelt so viel wie eine fünfminütige Dusche. Rund 19,75 Millionen Deutsche haben im vergangenen Jahr Badezusätze genutzt.

Hättet Ihr gewusst, dass die Größe des Wohnortes Einfluss auf das Duschverhalten hat? In Orten mit weniger als 5000 Einwohnern duscht jeder Zweite täglich, in der Großstadt fast 70 Prozent. Die Deutschen duschen im Schnitt fünf bis zehn Minuten. Frauen duschen lieber abends, Männer morgens.

Dann noch etwas: Brasilien ist Weltmeister im Duschen: Mehr als elfmal pro Woche duschen die Menschen in diesem Land. Am Ende der Liste stehen Großbritannien, Japan und China mit rund fünf Duschen wöchentlich. Es gibt wirklich für alles Statistiken!

Foto: Petra Bork / pixelio.de

Alles Müller – oder was?

Etwas Interessantes zu unseren Familiennamen war zu lesen: Im 9. Jahrhundert wurde in Venedig erstmals ein Familienname „vererbt“. Im 12. Jahrhundert gab es dann die ersten Nachnamen im deutschsprachigen Raum. Damals war es allerdings so, dass sie sich noch verändern konnten. Beispielsweise aufgrund eines Berufswechsels oder nach einem Umzug in einen anderen Ort.

Erst seit dem Jahre 1875 trägt jeder Deutsche einen von 850.000 festgeschriebenen Familiennamen. Die meisten hierzulande heißen – wie könnte es anders sein – Müller. Dann kommen die Namen Schmidt und Schneider. Der häufigste Nachname der Welt ist aber L´i`. Mehr als 100 Millionen Chinesen hören auf ihn!

Foto: Randolf Feiertag / pixelio.de

Das erste Mal – (in einer neuen Firma)……

Nicht nur Beziehungen haben heute eine deutlich geringere Laufdauer als früher – auch im Beruf gibt es immer weniger Menschen, die sich lebenslang an ein einziges Unternehmen binden. Viele wechseln des Geldes wegen, manche suchen eine neue Herausforderung und andere wiederum sind Berufseinsteiger, ob nach Studium, Schule oder Elternzeit.

Mit Lampenfieber ist aber jeder Start verbunden, so erklärt es auch Deutschlands führender Personaldienstleister. Dieser gibt auch einige gute Tipps, die zu lesen waren.

Sich über den neuen Arbeitgeber informieren, ist wichtig. Das Vorstellungsgespräch liegt vielleicht schon einige Zeit zurück, da sollte man sein Wissen über den neuen Job einem Update unterziehen, so wird empfohlen. Evtl. auch googeln.

Dresscode – Im Zweifelsfall lieber zu elegant als zu leger. Meist hat man ja schon beim Einstellungsgespräch einen Eindruck vom Dresscode der Firma. Wenn nicht, lieber am ersten Tag etwas elegant kommen als zu leger.

Wichtige Ansprechpartner merken – In den meisten Firmen wird man vorgestellt. Man sollte sich vor allem in großen Firmen Namen und Positionen merken. Auch sollte man sich zuerst den Ansprechpartner für die Einarbeitung merken.

Nicht zu viel sagen, nicht zuviel fragen – Selbstbewusstsein ist ja gut, Überheblichkeit nicht. An den ersten Arbeitstagen sollte man sich auf keinen Fall mit  seinem Wissen brüsten, das kommt schlecht an. Auch mit privaten Meinungsäußerungen im Gespräch sollte man sich anfangs zurückhalten. Da wären beispielsweise
Politik, Urlaub usw. Wann üblicherweise ein Einstand gegeben wird, sollte man die Kollegen ruhig fragen. Ein No-Go ist die Beschäftigung mit dem Smartphone, das hat erstmal im Schreibtisch zu verschwinden.

Alle Programme auf dem Recher installiert? – Das sollte man möglichst rasch checken, E-Mail-Adresse, Passwörter, die erforderlichen Programme usw.

Foto: Astrid Götze-Happe / pixelio.de

 

Guten Rutsch ins Neue Jahr…

Es gibt viele schöne Silvesterbräuche wie Bleigießen usw. Doch am beliebtesten ist nach wie vor ein Feuerwerk! Silvesterknaller werden allerorts in Massen gekauft, wie jedes Jahr. Obwohl sich viele vornehmen, es diesmal nicht so laut werden lassen.

Da kam eine Meldung gerade recht, die bekannt gibt, wie das so ist mit dem Feuerwerk. Speziell in Deutschland: Rund 4500 Tonnen Feinstaub werden hierzulande durch Feuerwerke freigesetzt. Das entspricht in etwa 15,5 % der Menge, die durch Straßenverkehr im ganzen Jahr entsteht.

133 Millionen Euro! betrug der Silvesterumsatz mit Feuerwerk  2018 in Deutschland.

Cirka 50 bis 60 schwere Handverletzungen werden in einer Silvesternacht in einem großstädtischen Krankenhaus behandelt. Betroffen sind meist Männer zwischen 15 und 30 Jahren.

Das größte Silvester-Spektakel bisher veranstaltete nach eigenen Angaben Dubai. Dort wurde das neue Jahre 2018 angeblich mit 400 000 Feuerwerkskörpern begrüßt.

Last but not least die Erklärung, wie es überhaupt zu dem Wunsch „Guten Rutsch“ kam. Das hat nichts mit rutschen zu tun. Forscher haben herausgefunden, dass es auf das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana oder auf das altdeutsche Wort für Reise zurück zu führen ist.

Na denn, guten Rutsch!

Foto: Rike / pixelio.de

Sesamstraße hat Geburtstag – 50 Jahre

Der, die, das, / Wer, wie, was /Wieso, weshalb, warum… Wer nicht fragt, bleibt dumm. Diese Zeilen kann jeder mitzeigen, egal, ob Kinder oder Erwachsene, die das an ihre eigene Kindheit erinnert. Klar, das ist das Lied der Sesamstraße!

Die Idee für die Sesamstraße hatten Fernsehmacher aus USA. Ernie, Bert, das Krümelmonster un die anderen Figuren hat sich Jim Henderson ausgedacht. Er hat später auch die Muppet Show erfunden. Die Sendung lief am 10.Novemer 1969 zum erstenmal im amerikanischen Fernsehen. In Deutschland fanden viele Leute, dass die Sesamstraße zu verrückt für deutsche Kinder ist. Schließlich strahlten einige deutsche Sender die amerikanische Sendung dann doch aus – in deutscher Übersetzung. Zum ersten Mal am 8. Januar 1973. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich mit meinem damals 4-jährigen Sohn von Anfang an begeisterter Zuschauer war.

Später wurde dann eine eigene Sesamstraße in Deutschland produziert. Es kamen auch  neue Figuren dazu, die es in Amerika nicht gibt: Samson und Tiffy beispielsweise.

Was macht den einmaligen Charme der Sesamstraße aus? Die Sendung soll kleinen Kindern wichtige Dinge wie Zahlen oder das ABC nahe bringen, aber nicht so, als wenn sie in der Schule säßen. Es soll Spaß machen – Deshalb sind die Figuren auch alle so lustig und verrückt. Aber es ist auch hier ein Lerneffekt dabei: Die jungen Zuschauer sollen lernen, tolerant zu sein. Eben wie die unterschiedlichen Figuren.

Übrigens, war es für manche Prominente schon eine Ehre, bei der Sesamstraße dabei zu sein – Ich erinnere mich an Henning Venske, Horst Janson, die unvergleichliche Lilo Pulver und viele andere.

Also, bleib weiterhin so jung und spritzig, liebe Sesamstraße.

Foto: B. Taubitz / pixelio.de

 

90. Geburtagstag -Lilo Pulver

Es ist kaum zu glauben, Lilo Pulver, die unvergleichliche, wird 90 Jahre alt. Mit ihrem wunderbaren Lachen, das in dieser Art keine andere je gehabt hat, hat sie Generationen von Filmenthusiasten verzaubert. Sie war der Star des Wirtschaftswunderkinos. (Das ist lange her, darum werden sie die jungen Leute kaum noch kennen). Viele ihrer Filme werden ab und zu im Fernsehen wiederholt. Einige Remakes, die es gab, konnten natürlich nicht mithalten.

Ich bin mit ihr sozusagen groß geworden. Ihre Filme, allen voran „Ich denke oft an Piroschka“ von 1955, sind Kult. Dann „Das Wirtshaus im Spessart“,( wurde ganz kürzlich noch mal gezeigt ), „Die Zürcher Verlobung“, „Kohlhiesels Töchter“, „Heidelberger Romanze“, das sind die, die mir spontan einfallen. Immer war sie das frische und fröhliche Mädel.

Sie stand auf dem Sprung zur Weltkarriere, als sie Hollywood-Regisseur Billy Wilder für „Eins, Zwei, Drei“ engagierte. Da durfte sie auch sexy sein. Ihr Tanz im Blümchenkleid auf dem Tisch wurde legendär. Sie hätte mit Charlton Heston in „El Cid“ spielen können, war aber durch Dreharbeiten in Deutschland verhindert. Der Film wurde dann mit Sophia Loren ein Welterfolg. Der Film, der stattdessen  mit Lilo Pulver gedreht wurde, „Gustav Adolfs Page“, brachte ihr privates Glück. Sie lernte dabei Helmut Schmid kennen, ihre ganz große Liebe.

Mit dem Aufkommen der Neuen Deutschen Welle Ende der 60er Jahre war ihre Glanzzeit leider vorbei. Es wurde Gesellschaftskritisches gedreht, für Unterhaltung war da kein Platz. Erst 1977 sah man sie im Fernsehen, bis 1983 war sie die fröhliche „Lilo“ in der „Sesamstraße. Rollen bekam sie keine mehr im Film. Im Jahre 2018 bekam sie einen Bambi für ihr Lebenswerk.

Heute lebt sie zurückgezogen in einer Seniorenresidenz in Bern. Sie hat auch persönliche Tiefschläge einstecken müssen: Den Tod ihrer Tochter, 1989, und den Tod ihres Ehemannes, 1992. Ihr Sohn lebt mit seiner Familie am Genfer See. Sie selbst sei noch mit ihrem Mercedes-Coupé unterwegs, so schreibt sie in ihrem neuen Buch „Was vergeht, ist nicht verloren.“ Und was sehr positiv und auch berührend ist, sie lacht nach wie vor laut und gerne.

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

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