Kategorie ‘Infos’

175 Jahre – Charles Dickens´ Weihnachtsgeschichte

Der Geist der Weihnacht – wer kennt nicht die Geschichte des hartherzigen Weihnachtshassers Ebenezer Scrooge. An Heiligabend erscheinen ihm drei Geister – jeweils eine Gestalt aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – die ihn zur Menschlichkeit bekehren. Jedes Jahr zu Weihnachten kann man sich auch die Filme, die dieser Geschichte zugrunde liegen, ansehen.

Im Dezember vor 175 Jahren schrieb der britische Schriftsteller Charles Dickens mit „A Christmas Carol“, so der Originaltitel, eine der bekanntesten Weihnachtsgeschichten. Die 6000 Ausgaben seiner Geschichte waren innerhalb von fünf Tagen verkauft.

Dickens gab damals damit Weihnachten eine Bedeutung, das sagte auch der Schauspieler, der zurzeit in London mit dem Bestseller auf der Bühne steht. Dickens liebte Weihnachten bis zu seinem Tod im Jahre 1870. Im Charles Dickens-Museum in London, das sich in seinem früheren Wohnhaus befindet, wird alles wie damals zu Weihnachten dekoriert. Als Vorbild dienen Briefe und andere Erinnerungen. Da Charles Dickens Weihnachten gern Familie und Freunde bewirtete, steht dieses Jahr auch das Thema „Essen“ im Vordergrund. Man kann lernen, mit welchen Gerichten seine Familie feierte. Erst war Dickens ein unbekannter Schriftsteller, als er mit Frau und dem ersten Kind dort einzog. Später wurde er zum internationalen Superstar (und war Vater von zehn Kindern).

Es ging ihm hauptsächlich in seinen Geschichten um die Werte, die für Weihnachten stehen: Mitgefühl, Dankbarkeit, Nächstenliebe. Auch wenn die Geschichte um den geläuterten Scrooge ein gutes Ende hat, Dickens wollte die Missstände im London seiner Zeit anprangern, Kinderarmut und vieles andere. Er schrieb ja auch die Geschichten „Oliver Twist“, „David Copperfield“ und „Große Erwartungen“ und eben aus diesem Denken heraus die Weihnachtsgeschichte.

Er hatte eine Botschaft, die bis heute Weihnachten prägt und die Erzählung so aktuell erscheinen lässt. Es geht nämlich quer durch alle Kulturen hindurch um Anstand und Menschlichkeit.

Foto: rotmabe / pixelio.de

Zum Nordlicht mit den Hurtigruten-Postschiffen

Eine Fahrt mit den Hurtigruten-Postschiffen im Winter ist eine Reise ans Ende der Welt. Nordlichter sind das Highlight in der Nacht, das vergisst man so schnell nicht.

Auf der Fahrt wird von einem Seemann des Schiffes Alarm ausgelöst, wenn sich ein Nordlicht am nächtlichen Himmel zeigt. Dann stürzen alle Passagiere auf Deck, um das Himmelsphänomen zu sehen. Sie harren auch lange in der Kälte aus, um nichts zu verpassen. Da sind Engländer und sogar Australier, die einmal im Leben die Nordlichter erleben wollen.

Selbst für diejenigen, die schon seit vielen Jahren auf der Route fahren, sind die Nordlichter etwas ganz Spezielles. In der ersten Nacht nördlich des Polarkreises sieht man  noch nicht so viel, aber in der nächsten Nacht zwischen Tromsö und Honningsvag sieht man sie lange. Es ist ein Farbentanz, von Gelb über Grün bis Blau und Lila. Da zitieren die Norweger gern einen Spruch:“ Schlafen kannst Du im Süden.“

Trotz des guten Essens und Komfort auf dem Schiff ist für die Passagiere das Nordlicht am wichtigsten. Wer es einmal gesehen hat, kann sich nichts Schöneres vorstellen, als das Farbenspiel zu beobachten. Wenn es am Morgen nach der Nacht mit Polarlichtern langsam hell wird, gibt es ein besonders magisches Licht der blauen Stunde. Die tief verschneiten Berge erstrahlen in rosa Farbtönen. Darüber sieht man den Himmel in allen Blauschattierungen. Dazu die auch am Morgen noch immer hell erleuchteten Orte und das Schwarz der Fjorde, durch die sich das Schiff fast lautlos fortbewegt.

Bei so einer Fahrt legt das Schiff auch öfter an, das gehört zu einem festen Fahrplan, in Tromsö länger. Da ist es schon fast nahe – das Ende der Welt zwar nicht, aber das von Europa.

Foto: Steve Weißflog / pixelio.de

Hallo – Begrüßungen

Wie begrüßen wir uns eigentlich? Meist mit Handschlag, bei guten Freunden auch mit Wangenkuss, oder mit einem freundlichen Schulterklopfen? Das ist ganz verschieden – in Polen habe ich erlebt, dass der Handkuss an die Dame noch sehr gepflegt wird. Dann die sog. Bussi-Nationen – da kann es ganz schön kompliziert werden! Zwei angedeutete Wangenküsse sind es in Spanien, deutschsprachige Schweizer geben drei – wobei die Jugend auch gerne lässig nur noch eins in die Luft wirft. Die Pariser indessen küssen besonders großzügig – gleich vier Mal!

Die Art, wie Angela Merkel begrüßt wird, sorgt öfter mal für Schmunzeln. Ein Arbeiter küsste ihr die Hand – in Polen eben ganz normal. Im Senegal empfing eine Blaskapelle sie mit dem Lied:“Ja, mir san mit´m Radl do.“

Die Begrüßung stärkt oder schwächt die Familienbande. Beim liebevoll zugewandten Typ ist Forschern der TU Dresden zufolge alles super: Er sagt Hallo, küsst, fragt wie es geht. Das Gegenteil ist der ignorante und distanzierte Typ. Er lässt den Gruß weg oder grüßt nicht zurück. Das ist ein Hinweis auf Konflikte.

Beim Händeschütteln, das weiß man, werden jede Menge Keime weitergereicht. Laut einer Studie, die britische Wissenschaftler erstellt haben, sind es doppelt so viele wie beim bloßen Abklatschen der Hände beim „High Five“ Gruß und sogar zehn Mal so viele wie beim Faustgruß „fist bump“.

Etwas Interessantes haben Forscher aus Bochum festgestellt – Rechtsrum oder linksrum? Die meisten Menscher umarmen sich demnach vorzugsweise rechtsseitig, also die rechte Hand über die linke Schulter des Gegenüber legen. In stark emotionalen Situation fällt die Umarmung auch schon mal linksrum aus.

Foto: Petra Bork / pixelio.de

 

 

Rosenkohl – gesund und nahrhaft

Eine echte Vitaminbombe ist das beliebte Wintergemüse Rosenkohl. Sein Name klingt hübsch, er leugnet seine Herkunft nicht. Aber er grenzt sich von seinen Verwandten ab.

Rosenkohl schmeckt – mit feinem nussigem Akzent – eindeutig nach Kohl, gefällt aber anders als die anderen Kohlsorten durch seine an kleine Röschen erinnernde Fruchtform. In der kalten Jahreszeit steht Rosenkohl auf vielen Speiseplänen, das ist gut wegen der Vitamine. Schon 100 Gramm decken beispielsweise den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem wird Rosenkohl, falls er regelmäßig verzehrt wird, eine Krebs vorbeugende Wirkung zugeschrieben. Das ist, weil er Entgiftungsprozesse im Stoffwechsel unterstützt.

Rosenkohl ist ein idealer Begleiter zu vielen Fleischgerichten, besonders zur Weihnachtsgans oder winterlichen Braten. Gekocht, danach leicht braun angebraten und mit Pfeffer und Muskat gewürzt, schmeckt er köstlich. Aber auch für Aufläufe und Suppen kann man ihn gut verwenden.

Je später Rosenkohl geerntet wird, umso mehr Zucker hat er eingelagert. Das verbessert seinen Geschmack zusätzlich. So ist es leichter für Eltern, um ihre Kinder für das gesunde Gemüse zu gewinnen.

Foto: Joujou / pixelio.de

Auch im Winter schön – die Nordsee…

Was manche nicht glauben, aber die Nordsee eignet sich auch im Winter hervorragend für einen erholsamen Urlaub. Natürlich gibt es jetzt keine Strandkörbe, Bikinis oder Surfbretter, dafür viel frische Luft, Weite, Ruhe und eine Natur, die auch im Winter schön ist.

Viele Nordseefans nutzen die Wintersaison, um aufzutanken, entschleunigen und das gesunde Reizklima zur gesunden Erholung nutzen. Ein paar Beispiele, über die zu lesen war: Neuharlingersiel, malerisches Fischerdorf und Thalasso-Nordseeheilbad. Spaziergänge am Strand, einen wunderbaren Blick vom Teich und wer will, kann eine Winter-Watt-Wanderung mitmachen. Das Wattenmeer ist UNESCO-Weltnaturerbe. Was man braucht, sind warme Kleidung und Gummistiefel. Dabei zeigt der Wattwanderführer alles, was die Wattlandschaft im Winter bietet. Besonders beliebt ist die Silvester-Wattwanderung. Da kann man das Jahr ausklingen lassen und frische Luft tanken, bevor man abends zur Silvesterfeier geht.

Andere beliebte Traditionen sind die friesischen Wintersportarten Boßeln und Bessenschmieten, also Kugeln oder Besenwerfen. Zu einem kalten Wintertag an der Nordsee gehört natürlich auch das Aufwärmen. Natürlich mit klassischem Ostfriesentee in den  gemütlichen Lokalen.

Gleich neben dem Hafen befindet sich das Wasserwellnessbad. Da kann man, wenn man mal nicht raus will, von der großen Sauna-Landschaft, einer Wellnessmassage, einem Schlick-Dampfbad über natürlich auch Schwimmen alles genießen.

Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de

 

Stimmungsvoll – Vorweihnachtszeit in Stockholm

Besonders stimmungsvoll ist die Vorweihnachtszeit in Stockholm. Da ist zu allererst das St. Lucia-Fest am 13. Dezember zu erwähnen. Das Fest des Lichts, das auf die heilige Lucia von Syrakus zurückgeht, wird in den Familien oder auch mit öffentlichen Auftritten festlich begangen. In ganz Schweden bringen Mädchen Glanz in die Vorweihnachtszeit – mit Kerzen  und Schmuck im Haar sorgen Lucia und ihre Begleiterinnen für festliche Stimmung. So kann man vielen Lucias begegnen am 13. Dezember, der vor Einführung des gregorianischen Kalenders in Schweden als kürzester Tag gilt. Durch diesen Brauch, bei dem mit Kerzenschein gegen die dunkle Jahreszeit angeleuchtet wird, ist ein Aufenthalt in Stockholm besonders schön. (Leider habe ich kein Foto von den Lucia-Mädchen gefunden, das Foto im Artikel ist der Goldene Saal, Stadshuset).

Ansonsten ist die ganze Stadt geschmückt, ob illuminierte Riesenelch-Figuren oder aufwändig dekorierte Schaufenster im „NK“-Kaufhaus, oder auf den Weihnachtsmärkten, beim Glögg (Glühwein) und einem traditionellen Julbord, dem üppigen Weihnachtsbüfett. Das ist besonders schön abends auf der „M/S Waxholm III“, auf einer Fahrt durch die Schären. Da gibt es den Tipp, sieben Mal zum Büfett zu gehen, für jeden Gang einmal. Man sollte sich nicht gleich den Teller vollschaufeln, sondern alles ganz gemütlich genießen. Drei Stunden hat man dazu Zeit, so lange dauert die Fahrt.

(mehr …)

Adventsbräuche in Euopa

In Deutschland ist der Advent die Zeit der Lichter und Kerzen, Adventsschmuck in Stadt und Land. Auch in den Wohnungen wird adventlich geschmückt, die meisen haben einen Adventskranz oder ein Gesteck mit Tannenzweigen. In vielen Familien wird noch (oder wieder) gebacken, gebastelt und auch gesungen. Ein alter Brauch ist, am Barbaratag (4.12.) nicht nur den Kindern was Süßes in die Schuhe zu stecken, sondern auch Kirschzweige von draußen zu holen in die warme Wohnung. Es ist schön, wenn sie dann zu Weihnachten blühen. Dann kommt am 6.12. der Nikolaus, das wird auch überall begangen.

Da ist man doch mal neugierig, wie wohl die anderern Europäer Advent feiern. Es gibt da so viele verschiedene Bräuche, landestypisch. Eine kleine Auswahl, was ich gelesen habe. Vieles ist auch bekannt, wird aber bei uns meist nicht begangen.

England: Im Advent werden die Wohnungen mit Girlanden dekoriert und die Weihnachtskarten werden an Wäscheleinen, die quer durchs Zimmer gespannt werden, mit Klammern angehangen. Das haben sich manche hier bei uns auch abgeguckt. Unverzichtbar ist, einen Mistelzweig über einer Tür aufzuhängen. Das hat eine lange Tradition, denn Mistelzweige sind ein Symbol für Frieden. Wenn sich früher zwei Feinde unter einem Mistelzweig trafen, umarmten sie sich. Heute wird der Brauch auch so abgewandelt, wenn sich ein junges Pärchen unter dem Mistelzweig an Weihnachten küsst, werden sie heiraten. Dieser Brauch hat sich hier in Deutschland auch eingebürgert.

(mehr …)

Copyright © 2013 Allerlei Frauerlei – Gesundheit, Garten und Genuss