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Weihnachten am anderen Ende der Welt….

Von Mitte Dezember 2000 bis Mitte Januar 2001 bereiste ich mit meinem Mann den australischen Kontinent, davon den größten Teil im Campervan. Wir besuchten auch Freunde in verschiedenen Städten. Am 23. Dezember waren wir in Adelaide in Südaustralien. Es war dort wie überall im Land eine unwahrscheinlich fröhliche Stimmung, für uns völlig fremd. Dazu trug aber auch die hochsommerliche Temperatur bei. Selbst bei Rieseneinkäufen gab es keine Spur von Hektik. (Wenn ich da an die Hetzerei bei uns denke!). Überall waren Straßenmusikanten unterwegs, Kinderchöre, auch Jazzer. Der Schmuck allenthalben war sehr bunt und kitschig, nach amerikanischem Muster, aber das störte nicht. Nikolausmützen und Rentierkopfschmuck gab es natürlich auch, witzig bei Sonnenschein. Es swingte und wogte in der ganzen Stadt. Es ist auch am Strand üblich, die bekannten Barbecue-Parties an Christmas Eve (Heiligabend) mit Nikolausmütze und Badehose zu feiern.

Der 1. Feiertag ist aber, wie unsere Freunde berichteten, mit festlichem Essen der Familie vorbehalten.  Es ist auch bei ihnen, wie in Amerika, üblich, den Weihnachtsbaum (meist künstlich!), schon lange vor den Feiertagen aufzustellen und zu schmücken. Tannen und Fichten gibt es nicht, vereinzelt werden Zypressen und Koniferen angeboten.

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175 Jahre – Charles Dickens´ Weihnachtsgeschichte

Der Geist der Weihnacht – wer kennt nicht die Geschichte des hartherzigen Weihnachtshassers Ebenezer Scrooge. An Heiligabend erscheinen ihm drei Geister – jeweils eine Gestalt aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – die ihn zur Menschlichkeit bekehren. Jedes Jahr zu Weihnachten kann man sich auch die Filme, die dieser Geschichte zugrunde liegen, ansehen.

Im Dezember vor 175 Jahren schrieb der britische Schriftsteller Charles Dickens mit „A Christmas Carol“, so der Originaltitel, eine der bekanntesten Weihnachtsgeschichten. Die 6000 Ausgaben seiner Geschichte waren innerhalb von fünf Tagen verkauft.

Dickens gab damals damit Weihnachten eine Bedeutung, das sagte auch der Schauspieler, der zurzeit in London mit dem Bestseller auf der Bühne steht. Dickens liebte Weihnachten bis zu seinem Tod im Jahre 1870. Im Charles Dickens-Museum in London, das sich in seinem früheren Wohnhaus befindet, wird alles wie damals zu Weihnachten dekoriert. Als Vorbild dienen Briefe und andere Erinnerungen. Da Charles Dickens Weihnachten gern Familie und Freunde bewirtete, steht dieses Jahr auch das Thema „Essen“ im Vordergrund. Man kann lernen, mit welchen Gerichten seine Familie feierte. Erst war Dickens ein unbekannter Schriftsteller, als er mit Frau und dem ersten Kind dort einzog. Später wurde er zum internationalen Superstar (und war Vater von zehn Kindern).

Es ging ihm hauptsächlich in seinen Geschichten um die Werte, die für Weihnachten stehen: Mitgefühl, Dankbarkeit, Nächstenliebe. Auch wenn die Geschichte um den geläuterten Scrooge ein gutes Ende hat, Dickens wollte die Missstände im London seiner Zeit anprangern, Kinderarmut und vieles andere. Er schrieb ja auch die Geschichten „Oliver Twist“, „David Copperfield“ und „Große Erwartungen“ und eben aus diesem Denken heraus die Weihnachtsgeschichte.

Er hatte eine Botschaft, die bis heute Weihnachten prägt und die Erzählung so aktuell erscheinen lässt. Es geht nämlich quer durch alle Kulturen hindurch um Anstand und Menschlichkeit.

Foto: rotmabe / pixelio.de

Zum Nordlicht mit den Hurtigruten-Postschiffen

Eine Fahrt mit den Hurtigruten-Postschiffen im Winter ist eine Reise ans Ende der Welt. Nordlichter sind das Highlight in der Nacht, das vergisst man so schnell nicht.

Auf der Fahrt wird von einem Seemann des Schiffes Alarm ausgelöst, wenn sich ein Nordlicht am nächtlichen Himmel zeigt. Dann stürzen alle Passagiere auf Deck, um das Himmelsphänomen zu sehen. Sie harren auch lange in der Kälte aus, um nichts zu verpassen. Da sind Engländer und sogar Australier, die einmal im Leben die Nordlichter erleben wollen.

Selbst für diejenigen, die schon seit vielen Jahren auf der Route fahren, sind die Nordlichter etwas ganz Spezielles. In der ersten Nacht nördlich des Polarkreises sieht man  noch nicht so viel, aber in der nächsten Nacht zwischen Tromsö und Honningsvag sieht man sie lange. Es ist ein Farbentanz, von Gelb über Grün bis Blau und Lila. Da zitieren die Norweger gern einen Spruch:“ Schlafen kannst Du im Süden.“

Trotz des guten Essens und Komfort auf dem Schiff ist für die Passagiere das Nordlicht am wichtigsten. Wer es einmal gesehen hat, kann sich nichts Schöneres vorstellen, als das Farbenspiel zu beobachten. Wenn es am Morgen nach der Nacht mit Polarlichtern langsam hell wird, gibt es ein besonders magisches Licht der blauen Stunde. Die tief verschneiten Berge erstrahlen in rosa Farbtönen. Darüber sieht man den Himmel in allen Blauschattierungen. Dazu die auch am Morgen noch immer hell erleuchteten Orte und das Schwarz der Fjorde, durch die sich das Schiff fast lautlos fortbewegt.

Bei so einer Fahrt legt das Schiff auch öfter an, das gehört zu einem festen Fahrplan, in Tromsö länger. Da ist es schon fast nahe – das Ende der Welt zwar nicht, aber das von Europa.

Foto: Steve Weißflog / pixelio.de

Hallo – Begrüßungen

Wie begrüßen wir uns eigentlich? Meist mit Handschlag, bei guten Freunden auch mit Wangenkuss, oder mit einem freundlichen Schulterklopfen? Das ist ganz verschieden – in Polen habe ich erlebt, dass der Handkuss an die Dame noch sehr gepflegt wird. Dann die sog. Bussi-Nationen – da kann es ganz schön kompliziert werden! Zwei angedeutete Wangenküsse sind es in Spanien, deutschsprachige Schweizer geben drei – wobei die Jugend auch gerne lässig nur noch eins in die Luft wirft. Die Pariser indessen küssen besonders großzügig – gleich vier Mal!

Die Art, wie Angela Merkel begrüßt wird, sorgt öfter mal für Schmunzeln. Ein Arbeiter küsste ihr die Hand – in Polen eben ganz normal. Im Senegal empfing eine Blaskapelle sie mit dem Lied:“Ja, mir san mit´m Radl do.“

Die Begrüßung stärkt oder schwächt die Familienbande. Beim liebevoll zugewandten Typ ist Forschern der TU Dresden zufolge alles super: Er sagt Hallo, küsst, fragt wie es geht. Das Gegenteil ist der ignorante und distanzierte Typ. Er lässt den Gruß weg oder grüßt nicht zurück. Das ist ein Hinweis auf Konflikte.

Beim Händeschütteln, das weiß man, werden jede Menge Keime weitergereicht. Laut einer Studie, die britische Wissenschaftler erstellt haben, sind es doppelt so viele wie beim bloßen Abklatschen der Hände beim „High Five“ Gruß und sogar zehn Mal so viele wie beim Faustgruß „fist bump“.

Etwas Interessantes haben Forscher aus Bochum festgestellt – Rechtsrum oder linksrum? Die meisten Menscher umarmen sich demnach vorzugsweise rechtsseitig, also die rechte Hand über die linke Schulter des Gegenüber legen. In stark emotionalen Situation fällt die Umarmung auch schon mal linksrum aus.

Foto: Petra Bork / pixelio.de

 

 

Rosenkohl – gesund und nahrhaft

Eine echte Vitaminbombe ist das beliebte Wintergemüse Rosenkohl. Sein Name klingt hübsch, er leugnet seine Herkunft nicht. Aber er grenzt sich von seinen Verwandten ab.

Rosenkohl schmeckt – mit feinem nussigem Akzent – eindeutig nach Kohl, gefällt aber anders als die anderen Kohlsorten durch seine an kleine Röschen erinnernde Fruchtform. In der kalten Jahreszeit steht Rosenkohl auf vielen Speiseplänen, das ist gut wegen der Vitamine. Schon 100 Gramm decken beispielsweise den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem wird Rosenkohl, falls er regelmäßig verzehrt wird, eine Krebs vorbeugende Wirkung zugeschrieben. Das ist, weil er Entgiftungsprozesse im Stoffwechsel unterstützt.

Rosenkohl ist ein idealer Begleiter zu vielen Fleischgerichten, besonders zur Weihnachtsgans oder winterlichen Braten. Gekocht, danach leicht braun angebraten und mit Pfeffer und Muskat gewürzt, schmeckt er köstlich. Aber auch für Aufläufe und Suppen kann man ihn gut verwenden.

Je später Rosenkohl geerntet wird, umso mehr Zucker hat er eingelagert. Das verbessert seinen Geschmack zusätzlich. So ist es leichter für Eltern, um ihre Kinder für das gesunde Gemüse zu gewinnen.

Foto: Joujou / pixelio.de

Stimmungsvoll – Vorweihnachtszeit in Stockholm

Besonders stimmungsvoll ist die Vorweihnachtszeit in Stockholm. Da ist zu allererst das St. Lucia-Fest am 13. Dezember zu erwähnen. Das Fest des Lichts, das auf die heilige Lucia von Syrakus zurückgeht, wird in den Familien oder auch mit öffentlichen Auftritten festlich begangen. In ganz Schweden bringen Mädchen Glanz in die Vorweihnachtszeit – mit Kerzen  und Schmuck im Haar sorgen Lucia und ihre Begleiterinnen für festliche Stimmung. So kann man vielen Lucias begegnen am 13. Dezember, der vor Einführung des gregorianischen Kalenders in Schweden als kürzester Tag gilt. Durch diesen Brauch, bei dem mit Kerzenschein gegen die dunkle Jahreszeit angeleuchtet wird, ist ein Aufenthalt in Stockholm besonders schön. (Leider habe ich kein Foto von den Lucia-Mädchen gefunden, das Foto im Artikel ist der Goldene Saal, Stadshuset).

Ansonsten ist die ganze Stadt geschmückt, ob illuminierte Riesenelch-Figuren oder aufwändig dekorierte Schaufenster im „NK“-Kaufhaus, oder auf den Weihnachtsmärkten, beim Glögg (Glühwein) und einem traditionellen Julbord, dem üppigen Weihnachtsbüfett. Das ist besonders schön abends auf der „M/S Waxholm III“, auf einer Fahrt durch die Schären. Da gibt es den Tipp, sieben Mal zum Büfett zu gehen, für jeden Gang einmal. Man sollte sich nicht gleich den Teller vollschaufeln, sondern alles ganz gemütlich genießen. Drei Stunden hat man dazu Zeit, so lange dauert die Fahrt.

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Höflichkeit und Mitgefühl – denkt man wieder daran?

Wir leben in einer Zeit, wo leider viele nur an sich denken und man sich selbst am wichtigsten nimmt.

Dabei sollten eigentlich Tugenden wie Höflichkeit, Dankbarkeit und Mitgefühl im Vordergrund stehen.

Nicht nur jetzt in der Adventszeit, sondern eigentlich jederzeit.

Höflichkeit ist – mal für die ältere Nachbarin die Einkaufstaschen tragen beispielsweise, leider scheint das für viele nicht in die Tüte zu kommen. Aber schon durch kleine Akte der Herzlichkeit kann man das ändern. So ist es schon schön, anderen mal den Vortritt zu lassen oder gezielt kleine Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen. Denn wer seinen Mitmenschen schöne Momente schenkt, tut sich selbst auch was Gutes.

Mitgefühl –  Empathie verbindet uns mit unserem Umfeld. Beispielsweise, wenn man eine andere Person weinen sieht, stellt sich bei uns selbst oft auch eine beklemmendes Gefühl ein. Also mehr Mitgefühl zeigen und auf andere zugehen! Ein guter Rat ist, freundlich zu jedem zu sein, denn alle Menschen fechten ihren eigenen Kampf aus.

Dankbarkeit – Oft hat das Einsetzen der Ellenbogen auch etwas damit zu tun, dass man unzufrieden ist. Dabei sollte man lieber auf das schauen, was man hat und stolz und dankbar dafür sein. Viele Menschen wünschen sich vielleicht das, was wir selber schon haben. Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück – diesen Ausspruch sollte man beherzigen!

Last but not least – Humor. Das ist eine Tugend, die heut vielen abhanden gekommen ist. Dabei hilft er uns dabei, entspannter zu sein. Gemeinsam lachen, bringt uns weiter. Wir nehmen die Probleme des Alltags nicht so schwer und üben uns in Gelassenheit.

Foto: Albrecht E. Arnold / pixelio.de

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