Athos – Mönchsrepublik in Griechenland –

154023_web_R_K_by_Manfred Rose_pixelio.deEinfach faszinierend – die Mönchsrepublik Athos in Griechenland! Schon der Anblick vom Meer aus ist einfach grandios. Was viele nicht wissen, sie kann besucht werden. Allerdings nur von Männern und mit einer Genehmigung. Frauen ist der Zutritt grundsätzlich verboten.

Der Ferienort Ouranoupoli ist ein griechischer Badeort am Mittelmeer mit allen erdenklichen Urlaubsangeboten. Was ihn so besonders macht, ist die Tatsache, dass er Grenzstadt und Fährhafen ist zu den Klöstern in der Mönchsrepublik Athos. Dort leben seit Jahrhunderten orthodoxe Mönche nach strengen Regeln. Fleisch und Alkohol sind nicht erlaubt. Anhängern anderer Religionen war der Zutritt lange Zeit auch lange Zeit nicht erlaubt. Inzwischen bekommen bis zu zehn Ausländer täglich eine Einreisegenehmigung. Das Dokument muss man im Vorfeld beim Büro der Heiligen Gemeinde des Athos in Thessaloniki beantragen und im Pilgerbüro des Badeortes abholen.

Dann geht es auf eine zweistündige Schiffsreise nach Athos. Vom Schiff aus hat man sagenhafte Ausblicke auf die schroffe Küste der Halbinsel belohnt, wo sich die Mönchsrepublik befindet. Die Klöster lehnen sich an die Felsen und sind wie mächtige Burgen mit Wehrtürmen und durch hohe Mauern geschützt. Beherrscht wird alles vom mehr als 2000 Meter hohen Berg Athos, der der Mönchsrepublik den Namen gibt.

Jedes Jahr besuchen rund 130 000 Pilger die Klöster – Tendenz steigend. Leider bisher nicht viele aus Deutschland, obwohl viele in unmittelbarer Nähe in der Ferienregion Chalkidiki Ferien machen. Gewollt ist aber auch kein Massentourismus, daher die strikte Beschränkung der Besucherzahlen. Man will die traditonelle Klostergemeinschaft nicht verändern.

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70 Jahre – „Care“-Pakete – ein Gedenktag

748701_web_R_by_birgitH_pixelio.deWas nur noch die Älteren unter uns wissen oder die Jüngeren aus Erzählungen: Im Mai vor 70 Jahren wurden die ersten „Care“-Pakete verteilt. Es war eine lebenswichtige Sache für uns nach dem Zweiten Weltkrieg, es gab ja nicht viel.

Damals war es die Zeit der Hungerwinter und der rationierten Essensmarken. Vor allem die amerikanischen „Care“-Pakete sind auch mir noch in Erinnerung, Milchpulver, den buttergelben Chester-Käse, Kakao u.a. Rund 100 Millionen dieser Überlebens-Pakete wurden nach dem Krieg in ganz Europa verteilt. Zehn Millionen gingen zwischen 1946 und 1960 an Empfänger in Westdeutschland und West-Berlin.

Ins Leben gerufen wurde diese beispiellose Hilfsaktion von „Care“, einem Zusammenschluss von 22 amerikanischen Wohlfahrtsverbänden. Gegründet wurde „Care“ 1945. Zunächst kaufte man drei Millionen Armee-Rationspakete auf, die eigentlich für US-Soldaten in Japan gedacht waren. Die Spender mussten einen Empfänger in Europa angeben und sogar die Versandkosten von 15 Dollar tragen. Sogar der damalige Präsident Truman hatte 100 Päckchen gekauft.

1947 waren die Armeebestände aufgekauft. So stellte „Care“ eigene Rationen zusammen, die mehr auf die europäische Zivilbevölkerung zugeschnitten waren. Also keine Zigaretten und Kaugummi, sondern Milchpulver, Seife, Rosinen, Käse u.ä. 1948 hatten die Mitgliedsorganisationen von „Care“ beschlossen, dass die Pakete nicht mehr an bestimmte Adressen, sondern generell an Bedürftige in Europa verschickt wurden. Die Verteilung übernahmen Pfarreien, die Caritas und die AWO.

Übrigens: Die Hilfsorganisation „Care“ ist heute in rund 90 Ländern aktiv und setzt sich gegen Not und Armut ein. Sie arbeitet vorwiegend mit Mitarbeitern vor Ort und kauft die Hilfsgüter in den Projektändern ein.

Was für uns hier heute in weiter Vergangenheit liegt, hat alle, die es erlebt haben, geprägt. Ich erinnere mich, dass meine Mutter nie auch nur die kleinste Menge Lebensmittel verderben ließ oder weggeworfen hat. Auch mir, damals ein Kind, ist das in Fleisch und Blut übergegangen.

Foto: birgitH / pixelio.de

Flusskreuzfahrten sind „im Fluss“…

703172_web_R_by_Petra Dirscherl_pixelio.deNicht nur die Ferne lockt Kreuzfahrtliebhaber, auch die Flusskreuzfahrten werden immer mehr angeboten. Ob auf dem Rhein, der Donau oder auf den französischen Flüssen, die Auswahl ist auch  hier groß. Das Schöne ist, hier geht es gemächlicher und entspannter zu. Es gibt für jeden Geschmack auch ganz spezielle Fahrten.

Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes vergnügten sich im Jahre 2014 rund 416 000 Passagiere auf Deutschlands Flüssen.

Beispielsweise Party-Kreuzfahrten: Meist bleiben die unterschiedlichen Generationen unter sich. So gibt es ein Angebot schon für Halloween für Singles der Altersgruppe 50 plus auf dem Rhein. Musik- und Cruise Shows für die Jüngeren auf der Fahrt von Köln nach Amsterdam. Dort nehmen die Teilnehmer beispielsweise an einem Kneipenbummel oder einer Führung durchs Rotlichtviertel teil.

Für Sportler gibt es die Möglichkeit, tagsüber radeln, abends an Bord gehen und schlemmen, saunieren und entspannen. Diese Kombination aus Bewegung und Bordleben lockt aktive Flussreisende – beispielsweise auf dem Donau- oder Moselradweg.

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Ökourlaub boomt – z. B. in der Uckermark….

393082_web_R_K_by_christiaaane_pixelio.deImmer mehr Menschen wollen sich auch im Urlaub biologisch ernähren, schadstofffrei wohnen und die Natur entdecken auf achtsame Weise – Ökourlaub boomt. Da ist ein guter Tipp die Uckermark, im Norden von Brandenburg. Dort ist man schon weit in Sachen grüner Auszeit.

Vielen ist die wunderbare Landschaft mit unberührter Natur, 500 Seen!  und einer reichen Vogelwelt gar nicht so bekannt. Also lohnt sich ein Abstecher dorthin. Fünf Tipps für Entdecker waren zu lesen, die sehr interessant sind.

Wer die Landschaft erkunden will, kann sich mit einem erfahrenen Naturführer auf den Weg machen. Zwischen den Seen und Mooren gibt es die besten Plätze, um Eisvögel und Fischadler zu beobachten. Oder die Bauten der Biber zu bestaunen. Man kann zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Kanu unterwegs sein. Näheres kann man auch unter www. tourismus-Uckermark.de erfahren.

Ökologie ist bei vielen uckermärkischen Gasthäusern schon eine Selbstverständlichkeit, beispielsweise im denkmalgeschützten Gutshof mit eigener Kelterei. Es gibt klimaneutrale Ferienhäuser, erbaut im letzten und vorletzten Jahrhundert. Auch ein gräfliches Forsthaus wurde ökoloisch modernisiert. Selbstverständlich sind auch die Ferienwohnungen ökologisch eingerichtet.

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Lavendel – Sommerfreude aus der Provence

734333_web_R_K_B_by_Gabriele Schmadel_pixelio.deEr blüht blau-lila von Juni bis August. Ich liebe den zarten Duft, in natura, und auch in Seifen, Parfüms, im Wäschesäckchen usw. Einen meiner schönsten Urlaube verbrachte ich in Südfrankreich, wobei mir noch immer, nach langen Jahren, unvergesslich die riesigen Lavendelfelder der Provence in besonderer Erinnerung sind.

Außerdem finde ich immer wieder schön, den Lavendel in den Gärten zu erleben. Jetzt, wo er in voller Blüte steht, ist er besonders herrlich mit Rosen in jeder Art kombiniert. Am besten sehen die kleinblütigen, buschartigen Rosen in zartem Rosè zu der zarten Farbe des Lavendel aus.

Der Lavendel gehört zu den Lippenblütlern wie Minze und Salbei und ist in ganz Südeuropa, besonders in den Mittelmeerländern heimisch. Schon die alten Römer, die ja wussten, was gut war, verwandten den Lavendel für duftende Essenzen.Von ihnen kommt auch der Name, nämlich vom lateinischen „lavare“ – waschen. Er ist die beherrschende Pflanze in der Hoch-Provence.

Benediktinermönche führten den Lavendel nördlich der Alpen ein. Schon Hildegard von Bingen wusste um seine heilsame Wirkung. Bei uns gibt es zwar keine Lavendelfelder, aber in vielen Gärten, siehe oben, ist er sehr beliebt als schöner Blickpunkt.

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70 Jahre – der Bikini hat Geburtstag

152192_web_R_by_Maria Lanznaster_pixelio.deUnglaubliche 70 Jahre wird der Bikini alt – aber er bleibt ewig jung. Am 5. Juli 1946 lässt der Modeschöpfer Louis Réard im legendären Pariser Molitor-Schwimmbad am Rande eines Schönheitswettbewerbs einen unverschämten Badeanzug vorführen! Man denke – Stoffdreiecke, verbunden durch dünne Bänder! Ungeheuerlich für die damalige Zeit!

Aber es ist ein weiter Weg, bis der Mini-Zweiteiler seinen Siegeszug in aller Welt antritt. Da werden noch Jahrzehnte vergehen. Erstmal verurteilt der Vatikan das Kleidungsstück, in Spanien und Italien wird es verboten, in Frankreich komischerweise am Atlantik und nicht am Mittelmeer.

Übrigens nennt Rèard seinen Badeanzug nach dem bekannten Bikini-Atoll, wo die USA am 1. Juli 1946 eine Atombombe testen. Er kreiert den Werbeslogan: Der Bikini, die erste anatomische Bombe!

Aber neu ist die Erfindung eigentlich nicht. Schon ein antikes Mosaik aus dem 4.Jahrhundert nach Christus im sizilianischen Piazza Armeria zeigt Frauen in bauchfreier Badebekleidung. Rèard war aber der erste, der sich das gewagte Kleidungsstück patentieren ließ!

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Deutsches Bier – gehört zu den besten!

704750_web_R_by_Florian Schmilinsky_pixelio.deGerade im Moment, wo König Fußball viele Möglichkeiten bietet, dem guten Bier zuzusprechen, las ich über die wechselvolle Geschichte dieses Gebräus.

Deutsches Bier gehört zu den besten der Welt. Aber es bedarf eines verblichenen Papiers, um dafür zu werben.

Beim Bier geht es dabei um Gesundheit. Deshalb ist das deutsche Reinheitsgebot von 1516 so wichtig, denn rein heißt gesund. Das Reinheitsgebot gehört zu den Mythen im Lande. Eben wegen rein und gesund.

Es stand sogar „ärztlich empfohlen“ auf einer Werbetafel für „Tauchlitzer Schwarzbier“. Und der legendäre Dr. Eisenbarth verordnete im 17. Jahrhundert allzu dünnen jungen Damen warmes Braunbier mit Honig. Auch die alten Griechen und Römer waren schon vom gesunden Bier überzeugt. Sie nahmen es auch als Schlafmittel zu sich. Für den großen Rausch bevorzugten sie allerdings Wein.

Viel wurde um das Reinheitsgebot und ums Bier überhaupt erfunden. Da gibt es sogar eine Ausstellung „500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“ im Mannheimer Museum „Technoseum“; vom Bügelverschluss, 1875, der Einheitsflasche, 1920 sowie das selbstkühlende Fass.

Eigentlich ist der 23. April 1516 nicht richtig als Geburtstag des Reinheits-gebotes. Denn gibt es auch eine Münchner Landtagsprotokoll vom 4. März 1918 zum Reinheitsgebot. Denn dem berühmteren Erlass von 1516 (das entsprechende Papier, braun und alt, ist auch im „Technoseum“ ausgestellt) ging es hauptsächlich darum, das nur Gerste, Hopfen und Wasser zur Herstellung genommen wird.

Übrigens wurden in vielen Gegenden von England bis Belgien ähnliche Bestimmungen erlassen. Mal ging es auch darum, dass nur Gerste verwendet wird, da eine Hungersnot herrschte, weil sonst der fürs Brotbacken nötige Weizen verbraut würde. Dann ging es gegen traditionelle Bier-Zugaben wie Schafgarbe, Thymian und Salbei.

So ging es vom 16. Jahrhundert bis heute mit dem Reinheitsgebot.

Aber die Liebe zum Bier zusammen mit guten Freunden zu genießen bleibt unverdrossen bestehen. Na denn, Prost.

Foto: Florian Schmilinski / pixelio.de

 

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