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Spanien ohne Siesta ? –

734275_web_R_by_w.r.wagner_pixelio.deWas hört man da, eine alte Tradition soll verschwinden? Spanien ohne Siesta? Sie gehört doch zum Land wie Paella und Sangria! Wir haben die Spanier sogar immer beneidet um ihren Mittagsschlaf!

Aber immer mehr Spanier wollen eine kürzere Mittagspause. Sie haben scheinbar die Nase voll von der dreistündigen Ruhepause. Manche bezeichnen die Siesta, die täglich von 14 bis 17 Uhr eingehalten wird, sogar als „verdammte Zwangspause“. Grund dafür ist häufig die große Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort: Wer nicht so ohne weiteres nach Hause fahren kann, schlägt die Zeit nur tot, so sagen viele.

Die Vereinigung zur Rationalisierung der Zeiten (ARHOE) fordert eine Anpassung des Tagesablaufs an die Gewohnheiten anderer Länder in Westeuropa. Von zu wenig Produktivität ist die Rede, die sich logischerweise auf die Wettbewerbsfähigkeit des Landes auswirke.

Überdies stellen sich viele die Frage nach dem Sinn der Siesta im Zeitalter moderner Klimaanlagen! Schließlich hat die Siesta mit der brütenden Hitze zu tun, die nachmittags über dem Land liegt.

Foto: w.r.wagner / pixelio.de

Tipps für den Sommer, die Hitze und den Durst…

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Bei den Temperaturen, wie sie endlich da sind, kommt man ja auch sprichwörtlich ins Schwitzen. Da sollte man den einen oder anderen Tipp vom Fachmann beherzigen, um gut und unbeschadet dadurch zu kommen.

Gesundheitsexperten raten, wie ja eigentlich bekannt sein sollte, auch wenn man keinen Durst hat, trinken, trinken, trinken. So wird erklärt: Normalerweise brauche der menschliche Körper täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit. An sehr heißen Tagen könne sich der Bedarf durchaus verdreifachen. Gerade bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen sollte unbedingt auf genügend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Sonst bestehe die Gefahr der Austrocknung und der Bluteindickung.

Der beste Durstlöscher ist immer noch Wasser, Kaffee oder Tee sollte man nur in Maßen trinken. Eisgekühlte Getränke sind nicht so gut. Sie können in großen Mengen zu Magenverstimmungen führen. Mineralwasser ist insofern gut, weil es wichtige Mineralstoffe enthält.

Aber man sollte an heißen Tagen, so wird zu Recht ebenfalls geraten, nur leichte Speisen zu sich nehmen, vielleicht mehrere kleinere. Sie sind dann besser verträglich als eine große Portion. Gemüse, Salat und wasserreiches Obst sind ideal.

Wer gern joggen geht und in dieser Zeit nicht darauf verzichten will, könne das durchaus auch durchführen. Morgens oder abends laufen und Tempo und Strecke den gestiegenen Temperaturen anpassen, ist allerdings ratsam. Schattige Waldwege sind ideal. Auch Funktionskleidung ist eine Erleichterung. Das passende Sportgetränk nicht vergessen! Wegen des Natrium- und Magnesiumgehaltes, der wichtig ist, sind Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßter Tee ratsam.

Ganz allgemein gesehen, sollte natürlich jeder möglichst seinen Tagesablauf der Hitze anpassen. Körperliche Belastungen und Tätigkeiten im Freien, wenn es geht, in die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden verlegen. Unbedingt beachten: Säuglinge und Kleinkinder sowie Kranke, aber auch Haustiere dürfen niemals! in einem unbelüfteten Fahrzeug allein gelassen werden. Hier kann es zu einem Hitzschlag kommen. ( Mit großer Empörung liest man immer wieder von solchen Fällen! Gerade heute war von einem vierjährigen Mädchen zu lesen, dass die Mutter im Auto für Stunden allein gelassen hatte. Es ist leider böse ausgegangen.)

Wer aber so einige Tipps der Experten beherzigt, kann also auch einen heißen Sommertag ohne Reue genießen.

Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Was Leckeres für heiße Tage………

749089_web_R_K_B_by_Martin Moritz_pixelio.deWie ja schon geraten wird, die Sommertemperaturen  verlangen  viel zu trinken. Aber immer nur Wasser trinken, ist auf die Dauer langweilig. Obwohl erst kürzlich in den Medien veröffentlicht wurde, dass bei Testen das Leitungswasser manches Mineralwasser übertrumpft. Weil sehr gründlich kontrolliert wird, kann man das Wasser aus dem Hahn auch ohne weiteres konsumieren.

Aber so einen dezenten Geschmack, der gut schmeckt, kann man schon erreichen, indem man Obst oder Kräuter einige Zeit im Wasser ziehen lässt. Oder -ganz leicht – sind sprudelnde Getränke selbst herzustellen. Dabei kann man komplett auf künstliche Aromen verzichten, anders als bei den industriell hergestellten Limonaden.

Da war ein Rezept für Sirup als Grundzutat zu lesen. Sirup, aus Blüten, Früchten oder Kräutern hergestellt, ist eine gute Basis für Limonaden, Brausen und Spritzgetränke. Dafür muss man Zucker und Wasser zusammen in einem Topf erhitzen und uner Rühren aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann vom Herd nehmen und mit Beeren, Früchten oder Kräutern mischen. Das filtrierte Konzentrat wird in Flaschen gefüllt oder verdünnt getrunken. Wer will, kann dazu Sprudelwasser nehmen. Durch den Zuckergehalt und unter Luftabschluss ist der Sirup auch ohne Kühlung lange haltbar.

Fassbrause kann man auch mit selbstgemachtem Frucht- oder Kräutersirup herstellen. Einfach mit alkoholfreiem Bier mixen, dazu gibt es viele Varianten. Übrigens, bereits 1908 wurde Fassbrause in Berlin aus Malzextrakt und natürlichen Frucht- und Kräuterzusätzen hergestellt. Der Name kommt daher, weil die Brause früher direkt vom Fass gezapft wurde.

Zum Spritz kann man ebenfalls gut den Sirup nehmen. Dann mit Prosecco oder Sekt, einem Spritzer kohlensäurehaltigem Mineralwasser und Eiswürfeln in einen leckeren Spritz-Cocktail verwandeln. Dazu schmecken auch frische Kräuter wie Minze, Zitronenmelisse und sogar Basilikum.

So lässt es sich doch gut aushalten im Sommer!

Foto: Martin Moritz / pixelio.de

 

Ferien in Deutschland – Steinhuder Meer….

398407_web_R_K_B_by_Birgit Winter_pixelio.deSchon vor vielen Jahren war ich dort, weil Verwandte in der Nähe lebten. Es war einfach wunderschön. Was ich jetzt erst erfahren habe, ist, dass es eine kleine Insel in diesem größten Binnensee Niedersachsens gibt, die Festungsinsel Wilhelmstein. Und sogar einen Inselvogt! Michael Zobel verwaltet seit elf Jahren im Auftrag des Inselinhabers,  Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe-Bückeburg das Inselchen. Die Ausmaße betragen 107 mal 109 Meter.

Morgens um fünf Uhr beginnt sein Tag. Ein morgendlicher Rundgang vorbei an den Gästehäusern, dann in den Turm des ab 1765 erbauten Festungsbauwerks. Dort gibt es eine historische Waffensammlung, das Trauzimmer des Standesamtes Wunstorf, bis hinauf auf die Aussichtsterrasse. Das macht er zwei bis drei Mal pro Tag. Interessant ist, dass per Zeitungsanzeige jemand für diesen ungewöhnlichen Job gesucht wurde. Er entschied sich mit seiner Frau „für das Stück andere Welt mitten in Deutschland“, wie er sagt.

Kein Wunder, dass diese Attraktion viele Menschen anzieht! Rund 60 000 kommen jährlich per Schiff auf das Eiland. Die meisten bleiben nur einige Stunden. Sie spazieren rund um die Insel, das ist in zehn Minuten erledigt. Aber das trutzige Festungsbauwerk mit dem Museum wird auch stark frequentiert. Es zeigt ja auch eine Rarität, das Modell von Deutschlands erstem Tauchboot, dem Steinhuder Hecht. Das U-Boot wurde ab 1771 nach Ideen von Jakob C. Praetorius für den damaligen Fürsten gebaut. Überliefert sind zwei Entwurfszeichnungen, auf denen das U-Boot eine Fischform hat.

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Nachnamen – hier und anderswo….

455724_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.deWie entstehen eigentlich die Nachnamen? Gerade jetzt bei der Fußball-EM hat man über die Namen der sagenhaften isländischen Spieler gestaunt. Oder warum haben die Spanier meist zwei Nachnamen? Da gibt es eine interessante Zusammenstellung des Zentrums für Namensforschung in Leipzig!

Warum gibt es überhaupt Nachnamen? Früher war das nicht nötig, etwa vor 700 Jahren, da waren die Dörfer klein und jeder kannte jeden mit dem Vornamen. Aber als immer Menschen in einem Ort wohnten, musste man sich etwas überlegen. In Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, gibt es vier Möglichkeiten, nach denen Nachnamen gebildet werden:

Einmal – der Vorname des Vaters wird zum Nachnamen des Kindes. Etwas Karl Walter. Oft hängt an solchen alten Vornamen noch ein „s“, wie Walters. Denn anfangs sprach man von Karl, Walters Sohn. Oder der Heimatort wird zum Nachnamen, oder man nahm Plätze als Nachname, wie Brücke, dann hieß man etwa Brückner. Oft findet man auch den Beruf als Nachnamen, wie Schmied, daraus wurde dann Schmidt. Oder auch Eigenschaften, wie Groß, weil derjenige besonders groß war. In Deutschland, so das Namensforschungszentrum, stammen die 15 häufigsten Nachnamen von Berufen ab.

Um nochmal auf Island zurückzukommen: Hier bekommt man als Nachname den Vornamen des Vaters: Jons Vater heißt beispielsweise Gudmundur, dann heißt der Sohn Jon Gudmundsson. Die Mädchen bekommen ein dottir, also Tochter, an den Nachnamen angehängt. Also Gudmundsdottir. Selten bekommt man auch den Vornamen der Mutter als Nachnamen. Nun ist es es aber gerade in Island so, dass jeder jeden mit dem Vornamen anredet. Deshalb war es auch für die Spieler der Fußballmanschaft ganz ungewohnt, dass ihr Nachname auf dem Trikot stand.

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Seelenrast -Autobahnkirchen…..

616932_web_R_by_H.D.Volz_pixelio.deJeder, der mal mit dem Auto in Urlaub gefahren ist, hat sicher die Wegweiser gesehen – Autobahnkirche -. Meist macht man nur mal kurz Pause an einer Raststätte und dann weiter. Aber beten? Warum nicht. Man kann um Gottes Schutz auf der Reise bitten und vielleicht an die Menschen zu Hause denken!

In Deutschland gibt es 50 Autobahnkirchen, die die Möglichkeit zur Andacht „on the way“ bieten. Das wissen die meisten gar nicht. Diese Gotteshäuser sind nie mehr als einen km von der Autobahn entfernt und stehen täglich wenigstens 12 Stunden offen. Urlaubsreisende und Staugeplagte können hier verschnaufen und wieder zu sich selbst und zur Ruhe finden.

Die meisten Autobahnkirchen sind zugleich Gemeindekirchen, sonntags finden hier Gottesdienste statt. Die evangelische Martinskirche in Waldlaubersheim etwa steht auf einem Hügel zwischen Weinbergen an der A 61. Schon seit dem 12. Jahrhundert gibt es diese Kirche bereits (natürlich nicht als Autobahnkirche!). Für Besucher liegt ein Gästebuch aus und lädt ein, eigene Gedanken einzubringen. Unter einem Kreuz aus Lindenholz können Gebetskärtchen angebracht werden und in einer Seitenkapelle kann man Kerzen anzünden.

Die katholische Autobahnkirche St.Christophorus an der A 5 lockt jährlich bis zu 300 000 Besucher an. Durch ihre Pyramidenform ist sie schon von weitem zu erkennen (siehe Foto). Die Erbauer haben sie 1978 bewusst so als Gegenpol zur Hetze des Verkehrsflusses geschaffen. Und auch als offene Einlagen neben den Rasthof gestellt. Und es ist ja auch so und wird manchmal vergessen: Jede Reise ist eigentlich auch heute ein Wagnis, Bitte um Reisesegen und Dank für den Schutz unterwegs sind ein alter Brauch.

Man nennt die Autobahnkirchen auch „Raststätten für die Seele“, sie werden nicht nur von Urlaubern sondern auch von Berufsreisenden benutzt. Zwei Drittel der Besucher, so die Erfahrung, betreten die Kirche wirklich, um zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Andere kommen aus Neugier, interessieren sich für die Architektur oder wollen auch einfach mal ausruhen.

Man findet auch Überblickskarten bei www.autobahnkirchen.de oder www.autobahnkirche.info.

Foto: H.D.Volz / pixelio.de

 

Sizilien – vielfältig schön…

724193_web_R_K_by_Alexander Archangelski_pixelio.deSizilien ist in seiner Vielfalt fast wie ein kleiner Kontinent. Abseits der sehr sehenswerten, aber auch lebhaften Städte Palermo oder Catania gibt es an der Westküste viel Interessantes – vor allem auch arabische Spuren. In der Gegend von Trapani gibt es beispielsweise die malerischen Salinen, dazwischen die rot-weißen Windmühlen.

In alten Zeiten war Trapani eine blühende Handelsstadt, halb Europa wurde damals mit dem „weißen Gold“ beliefert. Heute ist es eine ruhige Provinzstadt, mit Banken, Modegeschäften und einer Handvoll Restaurants. Diese werden aber überwiegend von Urlaubern besucht. Das Leben der Trapanesen spielt sich vorwiegend in der Familie ab, so erfährt man. Man ist am liebsten unter sich, feiert natürlich auch mal gern. Beispielsweise Ende September, da wird das Couscous-Fest gefeiert in Capo San Vito. Da sind alle dabei, um zu erleben, wer unter den Teilnehmern aus der ganzen Welt mit seinem Rezept den Wettbewerb gewinnt. Das ursprünglich arabische Gericht ist hier in allen Varianten auf jeder Speisekarte zu finden.

Nicht nur Kulinarisches, auch der Wüstenwind, der Schirokko, erinnern in dieser Ecke Siziliens daran, dass der afrikanische Kontinent nur 140 km entfernt ist. Vielerorts sieht man arabische Gesichter. In Mazara del Valo gibt es eine von Dattelpalmen umgebene verwitterte Normannenburg, ein beliebtes Fotomotiv. In der Altstadt sieht man viele tunesischer Fischer und Hafenarbeiter.

In Marsala, der 80 000-Einwohner-Stadt mit der schönen Innenstadt dreht sich alles um den bernsteinfarbenen Dessertwein, der den Namen der Stadt trägt. Wer hat ihn nicht schon getrunken und liebt ihn! Der Marsala verdankt, was man kaum weiß, den englischen Weindynastien Ingham und Woodhouse. Als denen durch Napoleon die Portweinquellen in Portugal verloren gingen, bauten sie an der von ihnen kontrollierten Westküste die süßen Moscato- und Malvasiertrauben an. Sie waren sehr erfolgreich und der Marsala wurde zu einem wichtigen Exportgut des 19. Jahrhunderts. Noch heut wird der „italienische Sherry“ gern als Dessertwein oder Aperitif getrunken.

Von Trapani ist es nicht weit nach Erice, einer legendären, 750 Meter hoch gelegenen Stadt. Viele Trapanesen haben hier ihren Sommersitz. Man erreicht den Berg mit der Seilbahn oder über eine kurvenreiche Straße. Die Eryxer fertigen wunderbare Keramik und Wandteppiche in leuchtenden Farben an. Vom Turm des Kastells der Stadt hat man einen faszinierenden Blick weit über die Insel und das Meer.

Übrigens, in Sizilien herrscht mediterranes Klima mit heißem, trockenem Sommer und mildem, feuchten Winter. Mit dem Flugzeug kann man Sizilien bequem mit Direktflügen nach Palermo oder Catania erreichen. Wer interessiert ist, kann sich auch informieren auf: www.enit.de

Foto: Alexander Archangelski / pixelio.de

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