Kategorie ‘Infos’

70 Jahre – der Bikini hat Geburtstag

152192_web_R_by_Maria Lanznaster_pixelio.deUnglaubliche 70 Jahre wird der Bikini alt – aber er bleibt ewig jung. Am 5. Juli 1946 lässt der Modeschöpfer Louis Réard im legendären Pariser Molitor-Schwimmbad am Rande eines Schönheitswettbewerbs einen unverschämten Badeanzug vorführen! Man denke – Stoffdreiecke, verbunden durch dünne Bänder! Ungeheuerlich für die damalige Zeit!

Aber es ist ein weiter Weg, bis der Mini-Zweiteiler seinen Siegeszug in aller Welt antritt. Da werden noch Jahrzehnte vergehen. Erstmal verurteilt der Vatikan das Kleidungsstück, in Spanien und Italien wird es verboten, in Frankreich komischerweise am Atlantik und nicht am Mittelmeer.

Übrigens nennt Rèard seinen Badeanzug nach dem bekannten Bikini-Atoll, wo die USA am 1. Juli 1946 eine Atombombe testen. Er kreiert den Werbeslogan: Der Bikini, die erste anatomische Bombe!

Aber neu ist die Erfindung eigentlich nicht. Schon ein antikes Mosaik aus dem 4.Jahrhundert nach Christus im sizilianischen Piazza Armeria zeigt Frauen in bauchfreier Badebekleidung. Rèard war aber der erste, der sich das gewagte Kleidungsstück patentieren ließ!

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Deutsches Bier – gehört zu den besten!

704750_web_R_by_Florian Schmilinsky_pixelio.deGerade im Moment, wo König Fußball viele Möglichkeiten bietet, dem guten Bier zuzusprechen, las ich über die wechselvolle Geschichte dieses Gebräus.

Deutsches Bier gehört zu den besten der Welt. Aber es bedarf eines verblichenen Papiers, um dafür zu werben.

Beim Bier geht es dabei um Gesundheit. Deshalb ist das deutsche Reinheitsgebot von 1516 so wichtig, denn rein heißt gesund. Das Reinheitsgebot gehört zu den Mythen im Lande. Eben wegen rein und gesund.

Es stand sogar „ärztlich empfohlen“ auf einer Werbetafel für „Tauchlitzer Schwarzbier“. Und der legendäre Dr. Eisenbarth verordnete im 17. Jahrhundert allzu dünnen jungen Damen warmes Braunbier mit Honig. Auch die alten Griechen und Römer waren schon vom gesunden Bier überzeugt. Sie nahmen es auch als Schlafmittel zu sich. Für den großen Rausch bevorzugten sie allerdings Wein.

Viel wurde um das Reinheitsgebot und ums Bier überhaupt erfunden. Da gibt es sogar eine Ausstellung „500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“ im Mannheimer Museum „Technoseum“; vom Bügelverschluss, 1875, der Einheitsflasche, 1920 sowie das selbstkühlende Fass.

Eigentlich ist der 23. April 1516 nicht richtig als Geburtstag des Reinheits-gebotes. Denn gibt es auch eine Münchner Landtagsprotokoll vom 4. März 1918 zum Reinheitsgebot. Denn dem berühmteren Erlass von 1516 (das entsprechende Papier, braun und alt, ist auch im „Technoseum“ ausgestellt) ging es hauptsächlich darum, das nur Gerste, Hopfen und Wasser zur Herstellung genommen wird.

Übrigens wurden in vielen Gegenden von England bis Belgien ähnliche Bestimmungen erlassen. Mal ging es auch darum, dass nur Gerste verwendet wird, da eine Hungersnot herrschte, weil sonst der fürs Brotbacken nötige Weizen verbraut würde. Dann ging es gegen traditionelle Bier-Zugaben wie Schafgarbe, Thymian und Salbei.

So ging es vom 16. Jahrhundert bis heute mit dem Reinheitsgebot.

Aber die Liebe zum Bier zusammen mit guten Freunden zu genießen bleibt unverdrossen bestehen. Na denn, Prost.

Foto: Florian Schmilinski / pixelio.de

 

Die Linden blühen – mit wunderbarem Duft…..

Jedes Jahr ist es immer wieder schön, wenn die Linden blühen. Wer das auch liebt, wartet schon darauf, ob der betörende Duft der Lindenblüten schon da ist. Heute habe ich plötzlich den Duft wahrgenommen, zwei große Linden stehen nahe bei meinem Haus. Der Wind trug den wunderbaren Duft zu mir. Es ist so, dass mich diese eigentlich sehr verbreiteten und  beliebten Bäume mit großer Freude regelrecht magisch anziehen, weil da alte Erinnerungen wach werden an eine große Linde bei meinem Elternhaus und auch an eine alte Dorflinde, die es schon lange nicht mehr gibt.

Wer kennt nicht das wunderbare Gedicht von Wilhelm Müller “ Der Lindenbaum“, das eigentlich viel bekannter ist als „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum“. Es ist eigentlich ein sog. Kunstlied, das zum Zyklus der „Winterreise“ gehört und von Franz Schubert vertont wurde. Die „Winterreise“ ist das unbedingte Muss für jeden guten Sänger. Von Dietrich Fischer-Dieskau über Hermann Prey, Peter Schreier, um nur einige zu nennen, haben uns große Stimmen damit erfreut. Das Lied vom Lindenbaum ist ein richtiges Volkslied geworden. Auch die Bilder von berühmten alten Dorflinden oder Lindenalleen und ihre Geschichte sind ja ein Begriff. Da habe ich mich mit Vergnügen ein bisschen in Wissen über diesen wunderbaren Baum vertieft. Was zum Baum selbst: Es gibt 20 bis 45 Arten der Linde, die meist in gemäßigten bis subtropischen Gebieten wachsen. Hier in Mitteleuropa gibt es hauptsächlich zwei Arten, die Sommer- und die Winterlinde. Die Linde erreicht eine Höhe von 15 bis 40 Metern, hat einen Stammdurchmesser bis zu 1,8 Metern und kann bis 1000 Jahre alt werden!  Siehe oben, die berühmten alten Dorflinden. (mehr …)

Deutsche Flaggen wehen überall….

SAMSUNG CSCEs ist mal wieder Flaggenzeit, also ist ein großes Fußballevent im Gange. (Die Fußball-EM 2016 in Frankreich) Da sieht man wieder deutlich, wie Fußball-Deutschland mitfiebert. Ob an den Häusern, den Autos oder beim Public Viewing, es leuchtet Schwarz-Rot-Gold allenthalben.

Da taucht die Frage auf, warum diese Farben? Es gab eine interessante Erklärung zu lesen: Manche Historiker meinen, das sei schon im Mittelalter so gewesen. Das Reichswappen zeigte allerdings einen Adler auf goldenem Grund mit rotem Schnabel und Fuessen. Das war bis zu Napoleons Zeiten so.

Da gibt es eine Legende aus der Zeit, Studenten gingen gegen Napoleon an. Um sie zu erkennen, färbten sie sich die Kleidung schwarz, mit rotem Aufschlag und goldfarbigen Knöpfen. Sie schwangen rot-schwarze Fahnen mit goldenen Fransen.

Nach Napoleon wurde das heutige Deutschland neu geordnet. 1832 gab es deswegen eine Veranstaltung auf Schloss Hambach. Die schwarz-rot-goldene Fahne durfte dabei nicht fehlen, als Zeichen des Protestes. 1848 wurden die Farben offiziell als Staatsfarben gewählt.

Diese änderten sich zwar noch, beispielsweise unter Bismarck  waren die Farben Schwarz-Weiß-Rot. Als Hitler 1933 an die Macht kam, wehten die Fahnen schwarz-weiß-rot mit Hakenkreuz. Das war das Zeichen der Nationalsozialisten. Das änderte sich endgültig, als 1949 die Bundesrepublik gegründet wurde. Die Farben Schwarz-Rot-Gold in Querstreifen wurden zur deutschen Nationalflagge erklärt. Das steht sogar im Grundgesetz.

Foto: Peter Freitag / pixelio. de

 

 

Immer und überall erreichbar – muss das sein?

204551_web_R_by_Gabi Schoenemann_pixelio.deStändig hört und liest man in den Medien (und es ist ja auch wirklich so!), dass heutzutage jeder immer erreichbar sein will oder sogar muss. Kinder wurden im TV gezeigt, die ihr Smartphone mit ins Bett nahmen, um nichts zu verpassen. Das ist dann wirklich nicht nötig!

Aber nun waren die Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK zu lesen, dass hierzulande die ständige Erreichbarkeit im internationalen Vergleich nicht so wichtig ist. Nur 16 Prozent der Deutschen sehen es so. Chat-App, SMS, Mail und Telefon: Den Blick und die Ohren ständig auf Empfang gerichtet, halten die meisten Bundesbürger sogar für Stress. Das hört sich sogar erfreulich an!

Es steht auch seit längerem in der Kritik, weil ein Zusammenhang mit Stress und psychischen Erkrankungen vermutet wird. Das wird allerdings bei jüngeren Menschen besonders beobachtet. Da setzen sich viele unter Druck, immer mehr Kontakte zu haben und immer schneller antworten zu müssen.

Im internationalen Vergleich beträgt die Zustimmung zur ständigen Erreichbarkeit dagegen 42 Prozent. In Russland und China stimmten sogar 56 Prozent dafür mit der Aussage, dass es für sie wichtig sei, immer und überall erreichbar zu sein ! Die Türkei folgt mit 53 Prozent und Mexiko mit 50 Prozent.

27.000 Internetnutzer ab 15 Jahren wurden für diese Studie befragt. Die Länder-Unterschiede führen die Fachleute auf die Unterschiede in den Kulturen zurück. Aber auch die Experten raten, mal komplett abzuschalten und Handy und Co. auszumachen.

 

 

Die letzten Cowboys in Spanien!

610203_web_R_B_by_Ulrich Wieber_pixelio.deIn Spanien erstreckt sich der Wildpark Coto de Donana auf 500 Quadratkilometern an der Costa de la Luz. Das sumpfige Küstenland ist seit jeher Heimat der Wildpferde. Hier fühlen sie sich so wohl, dass sie ausreichend Nachkommen zeugen, um die seltene Rasse zu erhalten. Wie zu lesen ist, zahlt die Nationale Vereinigung der Züchter jährlich 125 ooo Euro an den Nationalpark. Dafür kann sie dort 1.200 Pferde halten. Die Wildpferde leben das ganze Jahr über friedlich im Nationalpark. Im Sommer jedoch werden sie eingesammelt, was keine leichte Arbeit ist.

Es gibt es im Coto de Donana 900 Wildstuten, und 300 Fohlen. Jedes Jahr, am 26. Juni, werden sie zusammen getrieben. Der jährliche Auszug der Stuten aus dem Nationalpark ist ein Event für Reiter und Zuschauer mit 500-jähriger Tradition, dem Saca de las Yeguas. Beim Zusammentreiben am Vortag kommt richtig Cowboy-Stimmung auf. Die Männer pfeifen, Staub wirbelt auf – Wildwest-Atmosphäre in Spanien. Viele Hobby-Cowboys sind schon von Kind an dabei. Abends werden die Pferde in einem riesigen Gatter versammelt.

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Hochzeit auf See – mal was Besonderes!

638498_web_R_by_Dieter Schütz_pixelio.deHeiraten auf einem Kreuzfahrtschiff – das hört sich doch besonders romantisch an. Ab und zu wird es auch im Fernsehen zelebriert und jeder bekommt Fernweh nach so einer Hochzeit!

Dabei ist das gar nicht so einfach! Einer, der es wissen muss, also ein Standesbeamter, erklärt, dass es auf die Flagge ankommt, unter der das Schiff fährt. Das muss man erstmal wissen! Malta, die Bermudas und die Bahamas sind die Staaten, die Schiffskapitänen in internationalen Gewässern außerhalb der Zwölf-Meilen-Grenze erlauben, rechtsgültige Trauungen vorzunehmen.

Das maltesische Recht beispielsweise erlaubt es, dass ein Kapitän anstelle eines Standesbeamten eine rechtskräftige Ehe schließt. Die Ehe ist in Deutschland gültig, weil Malta ein EU-Staat ist.

Bei Ehen auf Schiffen unter der Flagge der Bermudas oder Bahamas muss die Ehe dann noch in Deutschland anerkannt werden. Bis die Unterlagen dafür zu Hause ankommen, kann es aber acht Wochen dauern!

Mindestens braucht man einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, eine Abstammungsurkunde und ein Ehefähigkeitszeugnis, so erläutert es der Fachmann. Wer bereits verheiratet war oder verwitwet ist, benötigt einen Trauschein vergangener Ehen, ein Scheidungsurteil oder eine Sterbeurkunde – immer beglaubigt.

Das hört sich ziemlich kompliziert an, sehr aufwendig, mehr als im heimischen Deutschland. Da möchte man doch denken, das ist den meisten dann doch zu viel. Wohl aber nicht, denn das „Geschäft“ ist scheinbar begehrt. Denn zahlreiche Reedereien bieten ausdrücklich Hochzeiten auf ihren Schiffen an.

Ist ja doch schön und romantisch, um es noch mal zu sagen!!

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

 

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